Boysetsfire, Silverstein, Great Collapse (05.10.15, Skaters Palace Münster)

Boysetsfire, Silverstein, Great Collapse (05.10.15, Skaters Palace Münster)

Einen schlimmeren Tourstart hätten sich Boysetsfire kaum ausmalen können: Sänger Nathan Gray erleidet eine Halsentzündung und verliert temporär seine Stimme und Bassist Robert Ehrenbrandt verletzt sich obendrein am Bein. Dem einen wird es verboten bis auf das Konzert am Abend auch nur einen Ton von sich zu geben, der andere sollte sich – ebenfalls bis auf das Konzert am Abend – so wenig wie möglich bewegen – beste Voraussetzungen also für die Rampensäue von Boysetsfire. Vor allem wenn das Publikum im ausverkauften Skaters Palace vorher zwei derart hochkarätige Support-Acts vor der Nase hatte.

Great Collapse, die neue Supergroup des Punkrock, bestehend aus (ehemaligen) Mitgliedern von Strike Anywhere, Rise Against, Comeback Kid und Set Your Goals, durfte eröffnen. Die Zuschauer gaben sich zwar in der großen Mehrheit eher desinteressiert und wurden erst zum Schluss lauwarm mit der Band. Aber allein die Erkenntnis, welche Herren sich da gerade die Ehre gaben, sorgte für den ersten Gänsehautmoment des Abends.

Silverstein folgten auf dem Fuße und bestätigten ihren Ruf als famose Live-Band. Sie spielten ein Set, welches ebenso auf den großen Festivalbühnen nicht zu kurz gekommen wäre. Da musste man sich schon mehrmals ins Gedächtnis rufen, dass diese Jungs eben nicht die Headliner, sondern „lediglich“ der Vorbote auf eine der wegweisendsten Post-Hardcore-Bands waren.

Und obwohl zwei der Mitglieder körperlich angeschlagen waren, boten die Herren eine für diese Band mehr als nur angemessene Show. Vom ersten angestimmten Ton an wurde fleißig mitgesungen – bei „Walk Astray“ übernahmen die Fans sogar komplett die Vocals – und einige Male unterstützte auch Shane Told Nathan Gray bei den Shouts. Doch nicht etwa die erweiterte Zugabe oder die Songklassiker waren das Highlight des Abends, sondern das, was der Boysetsfire-Frontmann kurz nach Beginn der Show begeistert in sein Mikro rief: „My voice is back!“. Da fehlt dann wohl nur noch ein Halleluja.

Great Collapse

Fotos: Christoph Steinweg

Einen schlimmeren Tourstart hätten sich Boysetsfire kaum ausmalen können: Sänger Nathan Gray erleidet eine Halsentzündung und verliert temporär seine Stimme und Bassist Robert Ehrenbrandt verletzt sich obendrein am Bein. Dem einen wird es verboten bis auf das Konzert am Abend auch nur einen Ton von sich zu geben, der andere sollte sich – ebenfalls bis auf das Konzert am Abend – so wenig wie möglich bewegen – beste Voraussetzungen also für die Rampensäue von Boysetsfire. Vor allem wenn das Publikum im ausverkauften Skaters Palace vorher zwei derart hochkarätige Support-Acts vor der Nase hatte.Great Collapse, die neue Supergroup des Punkrock, bestehend aus (ehemaligen) Mitgliedern von Strike Anywhere, Rise Against, Comeback Kid und Set Your Goals, durfte eröffnen. Die Zuschauer gaben sich zwar in der großen Mehrheit eher desinteressiert und wurden erst zum Schluss lauwarm mit der Band. Aber allein die Erkenntnis, welche Herren sich da gerade die Ehre gaben, sorgte für den ersten Gänsehautmoment des Abends.Silverstein folgten auf dem Fuße und bestätigten ihren Ruf als famose Live-Band. Sie spielten ein Set, welches ebenso auf den großen Festivalbühnen nicht zu kurz gekommen wäre. Da musste man sich schon mehrmals ins Gedächtnis rufen, dass diese Jungs eben nicht die Headliner, sondern „lediglich“ der Vorbote auf eine der wegweisendsten Post-Hardcore-Bands waren.Und obwohl zwei der Mitglieder körperlich angeschlagen waren, boten die Herren eine für diese Band mehr als nur angemessene Show. Vom ersten angestimmten Ton an wurde fleißig mitgesungen – bei „Walk Astray“ übernahmen die Fans sogar komplett die Vocals – und einige Male unterstützte auch Shane Told Nathan Gray bei den Shouts. Doch nicht etwa die erweiterte Zugabe oder die Songklassiker waren das Highlight des Abends, sondern das, was der Boysetsfire-Frontmann kurz nach Beginn der Show begeistert in sein Mikro rief: „My voice is back!“. Da fehlt dann wohl nur noch ein Halleluja.Great Collapse
Autor Leonie Wiethaup
Wohnort Nähe Münster
Beruf PR-Assistenz
Dabei seit Februar 2015
Deine Aufgabe bei Stageload Reviews, Interviews, News, Gewinnspiele
Top-Alben Apologies, I Have None - London; The Wonder Years - No Closer To Heaven; Cold Reading - Sojourner; Shoreline - You Used To Be A Safe Place; Twoonacouch - And I Left
Die besten Konzerterlebnisse Jimmy Eat World @ Skaters Palace, Münster, Frank Carter & The Rattlesnakes @ Dour Festival, The M-Pire Strikes Back-Festival 2016

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