Am Sonntag fand erstmalig das Devilside-Festival statt. Veranstaltungsort war der Landschaftspark in Duisburg der mit seinen Industrieruinen eine hervorragende Kulisse für das Rock-Spektakel abgab. Trotz Prämiere gelang es den Organisatoren bekannte Bands aus der Metal-, Punk- und Hardcoreszene zu verpflichten. Mit dabei waren unter anderem Kultbands wie Motörhead, Soulfy und die Misfits. Stageload war für euch vor Ort mit dabei!
Die erste Band des Tages sollten Anthrax für mich werden. Die Band war einer der Hauptgründe neben Millencollin, der Bloodhound Gang und den Misfits nach Duisburg zu fahren. Leider gab es schon bei Anthrax eine Verzögerung von über einer halben Stunde. Um 11:30 Uhr betrat die Band um Gitarrist Scott Ian die Bühne, alle gekleidet in weißte Bademäntel, passend zum Motto des Auftritts “Breakfast With Anthrax”. Der neue Sänger Dan Nelson konnte mich live voll und ganz überzeugen. Auch wenn es noch früher Mittag war zeigten Anthrax eine gute Bühnenshow. Neben Klassikern wie “Caught In A Mosh”, “Iam The Law” oder “Antisocial” stellte die Band noch einen neuen Song vor, der mir auch sehr gut gefiel. Nach ca. 40 Minuten beendeten Anthrax ihren Auftritt dann. The Carburetors spielten auf Grund der Verspätung fast zeitgleich auf der anderen Bühne der “Devilstage”. Was ich von der Band allerdings noch mitbekam war sehr positiv, knalliger Rock´n´Roll mit Elementen aus Punk und Metal. Neaera die für Five Finger Death Punch eingesprungen waren verwandelten danach die Devilstage in einen Hexenkessel. Direkt zu Beginn des Sets gabs eine Wall Of Death, Circlepits und beim nächsten Song wollte der Sänger soviele Stagediver wie es geht sehen. Auf jedenfall ein sehenswerter und überzeugender Auftritt der Münsteraner. Danach erstmal eine kleine Mittagspause und eine kleine Stärkung an einem der zahlreichen Essenstände. Beim Getränkestand gabs dann doch Probleme. Die Wartezeiten waren trotz mehrer Pavillons zur Getränkeversorgung extrem lang, manchmal musste man bis zu einer halben Stunde oder noch länger warten um ein Getränk zu bekommen. Auf jeden Fall keine optimale Lösung, hoffentlich bekommen das die Veranstalter im nächsten Jahr besser hin. Die mir bis dahin unbekannte Band “Elvis Jackson” konnte mich positiv überraschen. Mit einer Mischung aus Ska, Reggae und Punk sorgten sie für gute Laune bei aufkommendem Sonnenschein. Danach wieder ein Wechsel zur Hellstage. Auf dem Programm standen die Punkrocker von Millencolin. Ich fand die Show gut, aber insgesamt war die Stimmung bei Millencolin nicht ganz so euphorisch wie bei anderen Bands. Auf der Devilstage spielten die New Yorker Cro-Mags, die eine sehr engagierte Show betrieben. Vom Auftritt der Misfits um ca. 18 Uhr war ich eher enttäuscht. Kaum Kommunikation mit dem Publikum und es schien eher so als sei die Band bedacht einfach nur so viele Songs wie möglich zu spielen. Zwar war die Maskerade wie immer spitzenmäßig aber auch eine mitreißende Bühnenshow stelle ich mir anders vor. The Bones aus Schweden rockten dann nochmal so richtig ab. Ihr Punk´n´Roll sorgte für gute Stimmung im Publikum und eine Abkühlung mit dem Wasserschlauch gabs gratis dazu. Highlight für mich war auf jeden Fall die Bloodhound Gang. Die Band um Sänger Jimmy Pop legte eine wie immer unkonventionelle Show hin. Bassist Hasselhoff schenkte erstmal Jägermeister an die vorderen Publikumsreihen aus und legte dann los. Sämtliche Hits der Bloodhound Gang waren im Set vertreten, unter anderem “The Bad Touch”, “The Ballad Of Chasey Lain” und “Foxtrot Uniform Charlie Kilo”. Auch an Asozialitäten fehlte es beim Auftritt wie immer nicht.
Die Metaler von Soufly waren danach an der Reihe. Die Band von Max Cavalera machte einen Superauftritt an diesem Abend. Der Sound war besser als bei allen Bands vorher und die Stimmung des Publikums auf dem Höhepunkt. Motörhead konnte ich auf Grund der Verzögerung zu Beginn des Festivals leider nicht mehr sehen.
Alles in allem war die Prämiere des Devilside-Festivals zwar nicht fehlerlos, doch das äußerst gute Lineup, die geile Location und die Auftritte der Band entschädigten für alles.






Hinterlasse einen Kommentar