Impericon Never Say Die! Tour (27.11.15, Turbinenhalle Oberhausen; mit Bildergalerie)

Impericon Never Say Die! Tour (27.11.15, Turbinenhalle Oberhausen; mit Bildergalerie)

Seit 2007 ist die Never Say Die! Tour von Impericon für die Hard- und Metalcore-Kids in Europa der Place-To-Be und die Gelegenheit, an nur einem Abend eine ganze Reihe ausgezeichneter Bands zu erleben. Parkway Drive, Emmure und Comeback Kid gaben sich bereits dreimal die Ehre, Terror zweimal. Auch die Deez Nuts und Stick To Your Guns darf man natürlich nicht vergessen. Highlights gibt es wahrlich jedes Jahr zur Genüge, dieses Mal in Form von Burning Down Alaska, Fit For A King, Cruel Hand, Being As An Ocean, Defeater und The Amity Affliction – für alle die erste NSD!-Runde in ihrer Bandgeschichte.

Am 6. November begann die Tour für die sechs Bands und dazugehöriger Crew in Wiesbaden – seither fährt die illustre Gesellschaft quer durch Europa. In der Turbinenhalle in Oberhausen sollte die vorletzte Show zelebriert werden und obwohl es auf der tausende Kilometer umfassenden Reise nicht einen einzigen Off-Day gab, war von physischer, psychischer oder musikalischer Müdigkeit nichts zu sehen.

Die Recklinghausener von Burning Down Alaska eröffneten auf die Minute pünktlich und präsentierten sich während der halben Stunde Stagetime von ihrer besten Seite. Die Ausgelassenheit des Publikums könnte an dem (fast) Heimspiel der Band gelegen haben, vielleicht aber auch daran, dass die Jungs, die gerade erst in diesem Jahr mit „Values & Virtues“ ihr Debüt abgeliefert hatten, trotz ihrer jungen Jahre etwas von ihrem Handwerk verstehen. Ähnlich gut ging es mit der texanischen Christian-/Metalcore-/Post-Hardcore-Band Fit For A King weiter, die mit ihrem recht brutalen und durchschlagskräftigen Sound die Menge ordentlich in Bewegung brachte. Bei Cruel Hand allerdings schien es, als habe die allgemeine Begeisterung im Publikum in der Turbinenhalle ein wenig abgenommen. Fast, als sei es ein wenig müde geworden.

Spätestens mit dem Erscheinen von Being As An Ocean war diese Müdigkeit jedoch verschwunden. Genau passend für die kleine Rede, die ein Mitarbeiter von Hope For The Day (eine Organisation, welche die Tour begleitet) vorbereitet hatte. „It’s okay not to be okay“, sagte er, und „it’s wrong to feel scared or afraid“. Ihm bereite die Suizidrate Angst und er wolle, dass die Menschen wieder mehr miteinander reden. Um den Anfang zu machen, bot er an, dass man mit ihm über seine Ängste reden kann. Heute, an diesem Abend, hier am Merchstand.
Danach brach mal wieder das typische Chaos in den vorderen Rängen aus, denn auf der Bühne war Sänger Joel Quartuccio während des Sets nicht eine Minute. Viel lieber hielt er sich im Bühnengraben, auf Geländern oder gleich im Publikum auf. Entsprechend hoch war die Messlatte für Defeater. Das Quartett aus Boston nahm sie allerdings mit Bravour und boten dem inzwischen stark aufgeheizten Publikum eine fulminante Show. Nach dem Ausstieg von Jay Maas ist die Band live nur noch mit einer Gitarre unterwegs, was dem melodischen Hardcore der Band hörbar nicht wirklich gut tut. Das Highlight waren so die zeitweise zwei absolut synchronen Drummer – Begeisterung für Ohr und Auge!

Headliner waren in diesem Jahr The Amity Affliction – und zwar mit einem Handicap. Sänger Joel Birch war nämlich verletzt und bis auf die lautstark geforderte Zugabe musste er in bester Foo Fighters-Manier sitzen. Wenn auch nicht auf einem Thron. Dem Spektakel mit Top-Wechselgesang und Freudenschreien bei jeder Songankündigung bot das freilich keinen Abbruch. Ein mehr als würdiger Abschluss eines großartigen Abends.

Fit For a King

Fotos: Jannik Holdt

Seit 2007 ist die Never Say Die! Tour von Impericon für die Hard- und Metalcore-Kids in Europa der Place-To-Be und die Gelegenheit, an nur einem Abend eine ganze Reihe ausgezeichneter Bands zu erleben. Parkway Drive, Emmure und Comeback Kid gaben sich bereits dreimal die Ehre, Terror zweimal. Auch die Deez Nuts und Stick To Your Guns darf man natürlich nicht vergessen. Highlights gibt es wahrlich jedes Jahr zur Genüge, dieses Mal in Form von Burning Down Alaska, Fit For A King, Cruel Hand, Being As An Ocean, Defeater und The Amity Affliction – für alle die erste NSD!-Runde in ihrer Bandgeschichte.Am 6. November begann die Tour für die sechs Bands und dazugehöriger Crew in Wiesbaden – seither fährt die illustre Gesellschaft quer durch Europa. In der Turbinenhalle in Oberhausen sollte die vorletzte Show zelebriert werden und obwohl es auf der tausende Kilometer umfassenden Reise nicht einen einzigen Off-Day gab, war von physischer, psychischer oder musikalischer Müdigkeit nichts zu sehen.Die Recklinghausener von Burning Down Alaska eröffneten auf die Minute pünktlich und präsentierten sich während der halben Stunde Stagetime von ihrer besten Seite. Die Ausgelassenheit des Publikums könnte an dem (fast) Heimspiel der Band gelegen haben, vielleicht aber auch daran, dass die Jungs, die gerade erst in diesem Jahr mit „Values & Virtues“ ihr Debüt abgeliefert hatten, trotz ihrer jungen Jahre etwas von ihrem Handwerk verstehen. Ähnlich gut ging es mit der texanischen Christian-/Metalcore-/Post-Hardcore-Band Fit For A King weiter, die mit ihrem recht brutalen und durchschlagskräftigen Sound die Menge ordentlich in Bewegung brachte. Bei Cruel Hand allerdings schien es, als habe die allgemeine Begeisterung im Publikum in der Turbinenhalle ein wenig abgenommen. Fast, als sei es ein wenig müde geworden.Spätestens mit dem Erscheinen von Being As An Ocean war diese Müdigkeit jedoch verschwunden. Genau passend für die kleine Rede, die ein Mitarbeiter von Hope For The Day (eine Organisation, welche die Tour begleitet) vorbereitet hatte. "It's okay not to be okay", sagte er, und "it's wrong to feel scared or afraid". Ihm bereite die Suizidrate Angst und er wolle, dass die Menschen wieder mehr miteinander reden. Um den Anfang zu machen, bot er an, dass man mit ihm über seine Ängste reden kann. Heute, an diesem Abend, hier am Merchstand.Danach brach mal wieder das typische Chaos in den vorderen Rängen aus, denn auf der Bühne war Sänger Joel Quartuccio während des Sets nicht eine Minute. Viel lieber hielt er sich im Bühnengraben, auf Geländern oder gleich im Publikum auf. Entsprechend hoch war die Messlatte für Defeater. Das Quartett aus Boston nahm sie allerdings mit Bravour und boten dem inzwischen stark aufgeheizten Publikum eine fulminante Show. Nach dem Ausstieg von Jay Maas ist die Band live nur noch mit einer Gitarre unterwegs, was dem melodischen Hardcore der Band hörbar nicht wirklich gut tut. Das Highlight waren so die zeitweise zwei absolut synchronen Drummer – Begeisterung für Ohr und Auge!Headliner waren in diesem Jahr The Amity Affliction - und zwar mit einem Handicap. Sänger Joel Birch war nämlich verletzt und bis auf die lautstark geforderte Zugabe musste er in bester Foo Fighters-Manier sitzen. Wenn auch nicht auf einem Thron. Dem Spektakel mit Top-Wechselgesang und Freudenschreien bei jeder Songankündigung bot das freilich keinen Abbruch. Ein mehr als würdiger Abschluss eines großartigen Abends.Fit For a King
The Amity Affliction

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