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Berichte
Meneater und Sights&Sounds
13.10.2009 | Autor: Ines Kirchner | 3 Kommentare | 8 Klicks

Meneater und Sights&SoundsFZW Dortmund, 13.10.09
Das FZW in Dortmund entwickelt sich nach seinem Umbau zu einer wahren Hochburg für gute Rockkonzerte. Man kommt gar nicht mehr hinterher mit Konzertkarten kaufen. In der kleinen Halle sollten dieses Mal Sights & Sounds aus Kanada die Zuschauer zum Kochen bringen. Nun ja, gekocht hat wohl am Ende niemand, aber es war ein sehr entspannter, intensiver Gig, von denen es dort ruhig mehr geben könnte.


Um 20.30 standen aber erst einmal Meneater aus Portugal auf der Bühne. Unter den wachsamen Augen der Audience versuchten die vier Musiker ihren Mix aus Stonerrock und Metal herüberzubringen und ihr Debüt „Hellstone“ zu promoten. Man konnte ihnen anmerken, dass sie Spaß an ihrem Auftritt hatten, doch den Zuschauern konnte sich dieser Spaß meistens leider nicht eröffnen. Die Band war völlig in ihrer Welt versunken, sprach wenig mit ihren Zuhörern und nach einer Weile wirkten alle Songs auch relativ gleich langweilig. Zwar schien das Spektakel zwei, drei Menschen und den mitgebrachten Mischer zu bewegen, aber der Großteil des Publikums blieb träge stehen und wartete auf den Headliner des Abends. „Ihr seid wohl alle nur wegen Andrew hier, deswegen danke an Andrew“, sagte Meneater-Sänger Mike Ghost während des Auftritts – damit hat er den Nagel ungewollt auf den Kopf getroffen. Nüchtern betrachtet wäre die Halle wohl ohne Sights & Sounds Sänger Andrew Neufeld, der auch bei Comeback Kid den Ton angibt, noch leerer gewesen.
Als seine Band nach dem mauen Support die Bühne betrat, wurde klar, dass sich das Kommen trotzdem gelohnt hat. Die Zuschauer rückten näher und Sights & Sounds begannen mit „Sorrows“, dem Opener ihres Debüts „Monolith“. Das Licht ist dabei und auch bis zuletzt aufs Mindeste reduziert worden. Der Raum wurde nur von den drei Scheinwerfern auf der Bühne beleuchtet, zeitweise strahlte sogar nur der direkt am Schlagzeug. Die Beleuchtung unterstützte die ruhige Atmosphäre, die nur von der zauberhaften Musik und dem intensiven dreistimmigen Gesang getragen wurde. Alle Musiker spielten auf hohem Niveau und gingen zwischendurch so ab, dass man ihnen die Hardcore Vorprägung deutlich abnehmen konnte.
Meneater und Sights&SoundsAndrew bewies derweil, dass er auch live in der Lage ist, gut zu singen und gerade weil seine Stimme nicht ganz so clean wie auf CD klang, wirkte die Musik noch authentischer und dementsprechend besser.
Wie schon im Voraus angenommen, wurden ausschließlich Songs des bisher einzigen Albums „Monolith“ gespielt und besonders „Neighbours“ mit seinem mehrstimmigen Gesang und die erste Single „Reconcile“ am Ende des Sets konnten überzeugen.
Man kann nicht sagen, dass das Publikum irgendwann ausrastete, aber das war bei der Musik auch nicht zu erwarten. Trotzdem konnte man zwischendurch vielen ein Lächeln entnehmen und nach zu kurzen 40 Minuten gab es natürlich „Zugabe“-Rufe. Die Zugabe gab es dann auch und zwar in der Form von „Borderlines“, da wurde dann auch noch schnell die Akustikgitarre ausgepackt. Generell könnte man sich sowieso vorstellen, Sights & Sounds mal komplett akustisch zu erleben – hätte was. Aber dann bitte mit einer anderen Vorband…


3 Kommentare »
Mario schrieb am 19. Oktober 2009 um 18:21

sights and sounds waren so gut auf der bühne. schade, dass eher weniger vergnügt waren sich zu bewegen. ich hoffe die kommen bald wieder. ich würd wieder hingehen.

Ines schrieb am 17. Oktober 2009 um 20:05

an joe – Stateless Society Shows: im schätzen bin ich mehr als schlecht…so 40 leute? mh wahrscheinlich mehr…

joe - Stateless Society Shows schrieb am 17. Oktober 2009 um 19:36

Wie voll wars ?

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