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Berichte
Rock am Ring 2009
14.06.2009 | Autor: Jannik Holdt | Schreibe einen Kommentar | 21 Klicks

Rock am Ring 2009Die Zwillings-Festivals Rock am Ring und Rock im Park sind die größten deutschen Openairs. Doch auch europaweit erfreuen sich die Festivals großer Popularität. Stageload war für euch bei Rock am Ring 2009  am Nürburgring mit dabei und berichtet nun von den Konzerten und Erlebnissen rund ums Festival! Freitag Nachmittag gings los! Nach der Schule ab ins Auto mit 3 Freunden und zum Zeltlager auf Campingplatz C2. Der Rest der Mannschaft war schon da, also noch schnell das Zelt aufgebaut und dann hoch zu den Bühnen.

Erste Band des Festivals war für mich Shinedown, die um 18 Uhr auf der Alternastage spielten. Ich kannte die Band nicht wirklich vorher, doch ihre Mischung aus Metal und Alternativ gefiel mir live präsentiert doch ganz gut. Danach waren Papa Roach an der Reihe auf die ich mich persönlich schon gefreut hatte. Gutes Wetter und Feierlaune im Publikum sorgten auch direkt für das typische Rock am Ring -Feeling. Zwar war es schon sehr voll im vorderen Bereich, doch es ging gut ab. Papa Roach spielten einige Songs vom neuen alten Album doch insgesamt war die Setlist gut durchmischt. Bei “Last Resort” gabs dann auch kein Halten mehr und die Stimmung war auf ihrem Höhepunkt angelangt. Danach ging unsere Gruppe erstmal was Essen und Trinken. In der Zeit spielten Enter Shikari, doch von denen habe ich zu wenig gesehen und gehört um mir ein Urteil bilden zu können. Danach streifte ich über das Festivalgelände und landete schließlich wieder auf dem Zeltplatz. Nach 2-stündigem Dauergrillen machten wir uns auf um Korn zu sehen. Korn spielten von 1:45 bis 3:00 ebenfalls auf der Alternastage. Und ich muss sagen: Bombastische Show und eine gut aufgelegte Band, der man die Spielfreude an diesem Abend ansehen konnte. Mit ihrem Auftritt wirbelten sie im wahrsten Sinne des Wortes mächtig Staub auf, den durch die zahlreichen Moshpits staubte der Boden vor der Alterna sehr stark. Vielleicht lässt sich das bis zum nächsten Jahr noch etwas verbesseren. Die Setlist von Korn war abwechslungsreich und auch alle Klassiker der Band wie etwa “Freak On A Leach” oder “Blind” waren dabei. Um drei Uhr strömten die Menschenmassen dann wieder den Ausgängen zu. Am Zeltlager angekommen merkte man erstmal wie kalt es geworden war. Doch das tat der guten Stimmung keinen Abbruch. Nach 2 Stunden Feierei fiel ich hundemüde in den Schlafsack.

Am nächsten Morgen das böse Erwachen. Als ich wach wurde hörte ich es schon. Es tropfte Regen von außen aufs Zelt und dem Geräuschpegel nach zu urteilen nicht gerade wenig. Naja, dachte ich, wird schon besser und drehte mich wieder um. Nach zwei Stunden war es dann leider immer noch nicht besser also setzten wir uns mit 25 Leuten unter unsere vier Pavillons und hofften auf besseres Wetter. Um 13 Uhr wurde dann erstmal der Grill angeworfen, an dem ich dann auch meinen Schlafsack trocknen konnte. Aber sowas gehört nun mal zum Festival dazu. Als dann um 16 Uhr das Wetter noch immer nicht besser wurde ging das Basteln los. Es wurden Müllsäcke zu Regenjacken umfunktioniert, alles zusammengeklebt mit Panzertape ( das man übrigens für so ziemlich alles verwenden kann und bei keinem Festival fehlen sollte). Erste Band des Tages für mich: Flogging Molly. Die Centerstage war wegen des schlechten Wetters nur sehr mäßig besucht sodass wir einen guten Platz im B-Bereich zugewiesen bekamen. Nach ein paar Scherzen des Sängers  über das fast schon “irische” Wetter legte die Band dann los. Die so ziemlich einzigartige Mischung aus Punk und Folk kam beim Publikum gut an und etwa auf der Hälfte des Sets stoppte dann auch der Regenfall. Die äußerst sympathische Band animierte das Publikum immer wieder und sorgte für gute Laune. Danach waren Volbeat an der Reihe. Die Dänen mit ihrer Mischung aus Metal und Rock´n´Roll, kurz gesagt “Elvismetal” hatte ich schon im Herbst in Köln gesehen. Live hatten die es wirklich drauf. Auch bei Rock am Ring war das nicht anders. Also raus aus den Müllsäcken, rein in den Mosh! Dann gings zum Club-Tent. Auf dem Programm standen A Day To Remember. Madina Lake die vorher an der Reihe waren gefielen mir aber auch. Eine ziemlich energiegeladen Bühnenshow und eingängige Riffs sorgten dafür, dass ich mir die Band auch nochmal zu Hause zu Gemüte führte.  Dann endlich A Day To Remember! Ich hatte mich sehr über die späte Bestätigung gefreut, also kämpfte ich mich ziemlich weit nach vorne durch. Kaum standen die Jungs auf der Bühne gings auch schon los. Im Mosh gings ordentlich rund und auch sonst war die Stimmung beim Auftritt super. Kurze Verschnaufpause auf dem Campingplatz. Wieder mal Grillen (man merkt, sehr abwechslungsreicher Speiseplan) und dann ab zu Slipknot auf der Centerstage. Pünktlich um 22:30 Uhr standen die Männer mit den Masken auf der Bühne. Ich persönlich kann mich mit der Musik von Slipknot nicht anfreunden, trotzdem wollte ich mir sie mal live ansehen. Um ehrlich zu sein: Ich hatte mir sie explosiver vorgestellt. Trotzdem eine Show die man sich durchaus angucken konnte. Um viertel nach Zwölf war dann Schluss an der Center und wir machten uns auf den Heimweg. Auf dem Campingplatz genoss ich noch etwas die gute Stimmung und nette Gespräche mit Zeltnachbarn, um dann aber um 3  Uhr wieder ins Zelt zu gehen.

Am dritten Tag gabs morgens wieder leichtes Regenwetter, das sich aber um 11 Uhr wieder verzogen hatte. Heute standen nur zwei Bands für mich auf dem Plan: New Found Glory und Limp Bizkit. Von daher gabs mal wieder grillen bis zum umfallen. Außerdem lustige Spiele wie Flunkyball gegen die Nachbarschaft oder Campingstuhl-Weithüpfen. Um 15 Uhr gings wieder hoch zur Hauptbühne. Erste Band des Tages war New Found Glory. Dank des schlechten Wetter stand ich sehr weit vorne. Die Wartezeit vertrieb man sich mit interessanten Unterhaltungen über Musikgeschmäcker mit den ebenfalls Wartenden. Um 16 Uhr betraten New Found Glory die Bühne. Trotz des miesen Wetter ging die Band gewohnt gut ab.  Gitarrist Chad Gilbert ließ es sich nicht nehmen, die Gitarre wegzuhängen und dann mit Mikro bis zum Publikum zu kommen. Am Abend stand dann der Headliner überhaupt für mich auf dem Programm. Ich hatte mich riesig auf Limp Bizkit gefreut. Und als die Band um Sänger Fred Durst auf die Bühne kam war der Jubel riesig. Wes Borland, wie immer mit Bodypainting versehen, war auch ein echter Blickfang. Mit ihrem Auftritt ließen Limp Bizkit alle ihre Kritiker verstummen. Das Publikum ging saumäßig ab und am Ende des Abends ging ich müde aber glücklich in den Schlafsack.

Montag morgen dann das Übliche. Müde und kaputt noch schnell das Zelt eingepackt und ab auf die Rückfahrt. Trotz des schlechten Wetters steht für mich fest: Nächstes Jahr fahr ich wieder!

Das war Rock am Ring 2009!

Aus Rechtsgründen dürfen wir euch von dieser Veranstaltung keine Fotos zeigen, sorry!


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