Stick To Your Guns, The Story So Far, Wolf Down (17.08.15, Sputnikhalle Münster; mit Bildergalerie)

Stick To Your Guns, The Story So Far, Wolf Down (17.08.15, Sputnikhalle Münster; mit Bildergalerie)

Trust me I know when you look at me you see nobody at all. For the first time I can say that I’m proud to be nobody at all.“
Jesse Barnett stand am Montagabend auf der Bühne der Sputnikhalle in Münster. Im Rücken den Rest der kalifornischen Hardcore-Band Stick To Your Guns, vor sich einige hundert begeistert-mitschreiender Fans, die entweder immer näher nach vorne drängten oder die gesamte Location in einen einzigen Pit verwandelten – das Bild eines Vorzeigeevents dieses Musikgenres.

Dass sich die Meute so schnell so benahm war aber auch kein Wunder, wurde diese zuvor von den Hardcore Punks Wolf Down und der Pop-Punk-Fraktion von The Story So Far ordentlich aufgeheizt. Erstere ließen es sich dabei (selbstverständlich) nicht nehmen, durch diverse Zwischenreden ihre Meinung über die Hardcore-Szene kundzutun und zu verdeutlichen, dass diese mehr als nur Musik beinhaltet. Wie bekannt, hat es der Band die Vegan-Straight-Edge-Einstellung angetan. Und der Kommunismus natürlich. Ob es aber jedem im Publikum gefiel, sich anhören zu dürfen, dass alle, die vielleicht auch nur kurz an Milch, Käse oder gar Fleisch zu denken wagen, quasi verachtungswürdige Menschen seien, ist fraglich. Nichtsdestotrotz hatte ihre Songauswahl einiges zu bieten, was wiederum dazu führte, dass das Mikrofon teilweise mehr ins Publikum gehalten wurde, als dass Frontmann Dave es in Gebrauch hatte.

Bei The Story So Far ging es ähnlich zu: Zum Pop-Punk der Kalifornier wurde ausgelassen getanzt und mitgesungen. Und die erstaunlich vielen weiblichen Besucher himmelten währenddessen auch noch zusätzlich die Jungs aus Kalifornien an. Vielleicht hatten so manche von ihnen ja sogar den heimlichen Wunsch, dass sie in Zukunft die weibliche Rolle in den Songs von TSSF spielen dürfen, wer weiß. Die Midzwanziger lieferten jedenfalls eine durchaus ordentliche Show ab und bewiesen dabei sogar, dass sie live definitiv besser als auf Platte sind – eine Eigenschaft, die beileibe nicht jede Band besitzt.

Aber an dem verregneten Montagabend am Hawerkamp in Münster bekamen die Anwesenden gleich noch eine Band aus den Reihen ebenjener talentierter Musiker zu Gesicht: Stick To Your Guns. Spätestens zu diesem Zeitpunkt bewegten sich auch die letzten in der inzwischen recht stickigen kleinen Halle und sangen lautstark mit: „Don’t get me wrong. I’m grateful for the good intentions you hung me on. Still there’s a feeling like all the things we left undone became the things I’m running from.“ Wer glaubte, die beiden vorangegangenen Shows seien nicht zu toppen gewesen, der konnte nun nur seine Meinung ändern. Stick To Your Guns lieferten eine Show par excellence ab. Eine Show, die man sich nicht besser erträumen könnte.
When it all falls down. While you’re wondering. Where it all went. What it all meant. We’ll have no words left.“

Wolf Down

 

Stick To Your Guns

Fotos: Christoph Steinweg

"Trust me I know when you look at me you see nobody at all. For the first time I can say that I'm proud to be nobody at all."Jesse Barnett stand am Montagabend auf der Bühne der Sputnikhalle in Münster. Im Rücken den Rest der kalifornischen Hardcore-Band Stick To Your Guns, vor sich einige hundert begeistert-mitschreiender Fans, die entweder immer näher nach vorne drängten oder die gesamte Location in einen einzigen Pit verwandelten – das Bild eines Vorzeigeevents dieses Musikgenres. http://www.stageload.org/wp-content/fotos/wolf-down-muenster/thumbs/thumbs_17-08-2015_wolf-down_003.jpgDass sich die Meute so schnell so benahm war aber auch kein Wunder, wurde diese zuvor von den Hardcore Punks Wolf Down und der Pop-Punk-Fraktion von The Story So Far ordentlich aufgeheizt. Erstere ließen es sich dabei (selbstverständlich) nicht nehmen, durch diverse Zwischenreden ihre Meinung über die Hardcore-Szene kundzutun und zu verdeutlichen, dass diese mehr als nur Musik beinhaltet. Wie bekannt, hat es der Band die Vegan-Straight-Edge-Einstellung angetan. Und der Kommunismus natürlich. Ob es aber jedem im Publikum gefiel, sich anhören zu dürfen, dass alle, die vielleicht auch nur kurz an Milch, Käse oder gar Fleisch zu denken wagen, quasi verachtungswürdige Menschen seien, ist fraglich. Nichtsdestotrotz hatte ihre Songauswahl einiges zu bieten, was wiederum dazu führte, dass das Mikrofon teilweise mehr ins Publikum gehalten wurde, als dass Frontmann Dave es in Gebrauch hatte.http://www.stageload.org/wp-content/fotos/tssf-muenster/thumbs/thumbs_17-08-2015_the-story-so-far_004.jpg Bei The Story So Far ging es ähnlich zu: Zum Pop-Punk der Kalifornier wurde ausgelassen getanzt und mitgesungen. Und die erstaunlich vielen weiblichen Besucher himmelten währenddessen auch noch zusätzlich die Jungs aus Kalifornien an. Vielleicht hatten so manche von ihnen ja sogar den heimlichen Wunsch, dass sie in Zukunft die weibliche Rolle in den Songs von TSSF spielen dürfen, wer weiß. Die Midzwanziger lieferten jedenfalls eine durchaus ordentliche Show ab und bewiesen dabei sogar, dass sie live definitiv besser als auf Platte sind – eine Eigenschaft, die beileibe nicht jede Band besitzt.Aber an dem verregneten Montagabend am Hawerkamp in Münster bekamen die Anwesenden gleich noch eine Band aus den Reihen ebenjener talentierter Musiker zu Gesicht: Stick To Your Guns. Spätestens zu diesem Zeitpunkt bewegten sich auch die letzten in der inzwischen recht stickigen kleinen Halle und sangen lautstark mit: "Don't get me wrong. I'm grateful for the good intentions you hung me on. Still there's a feeling like all the things we left undone became the things I'm running from." Wer glaubte, die beiden vorangegangenen Shows seien nicht zu toppen gewesen, der konnte nun nur seine Meinung ändern. Stick To Your Guns lieferten eine Show par excellence ab. Eine Show, die man sich nicht besser erträumen könnte."When it all falls down. While you're wondering. Where it all went. What it all meant. We'll have no words left."Wolf Down
Autor Leonie Wiethaup
Wohnort Nähe Münster
Beruf PR-Assistenz
Dabei seit Februar 2015
Deine Aufgabe bei Stageload Reviews, Interviews, News, Gewinnspiele
Top-Alben Apologies, I Have None - London; The Wonder Years - No Closer To Heaven; Cold Reading - Sojourner; Shoreline - You Used To Be A Safe Place; Twoonacouch - And I Left
Die besten Konzerterlebnisse Jimmy Eat World @ Skaters Palace, Münster, Frank Carter & The Rattlesnakes @ Dour Festival, The M-Pire Strikes Back-Festival 2016

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