Interview mit Moose Blood

Interview mit Moose Blood

Moose Blood sind die Emo-Aufsteiger der letzten Zeit. Seitdem die Band ihre Debüt-EP „Moving Home“ veröffentlicht hat, geht es für die Jungs aus dem Süden Englands immer weiter Berg auf. Das aktuelle Beispiel dafür ist die großartige Split-7“ mit Departures. Wir haben mit Sänger und Gitarrist Glenn ein kleines Interview geführt.

Stageload: In euren Texten sind viele Referenzen auf Bands wie Dashboard Confessional, Brand New oder American Football zu finden. Würdet ihr euch selbst als Musik-Nerds beschreiben?

Moose Blood: Auf jeden Fall. Niemand von uns würde in dieser Band spielen, wenn wir diese Musik nicht auch lieben würden.

Stageload: Anfang 2013 habt ihr eure Debüt-EP „Moving Home“ veröffentlicht und nicht mal ein halbes Jahr später „Boston/Orlando“. Nun habt ihr seit einigen Wochen eine Split 7“ mit Departures draußen, welche unter anderem über No Sleep Records erschienen ist, und wart als Support von Funeral For A Friend unterwegs. Als ihr mit Moose Blood angefangen habt, habt ihr sicher nicht damit gerechnet, dass es Schlag auf Schlag für euch geht, oder?

Moose Blood: Nein, das haben wir absolut nicht erwartet, als wir die Band gegründet haben. Die Menge an Support, die wir im letzten Jahr bekommen haben, ist unglaublich! Wir sind echt glücklich mit dem, was wir 2013 erreicht haben. Hoffentlich kann 2014 da mithalten. Aber wir haben einiges geplant!

Stageload: Seid ihr auf dem Weg, dass die Band mehr und mehr ein Job für euch wird?

Moose Blood: Wir haben alle richtige Jobs neben der Band, aber die würden wir jederzeit dafür aufgeben, wenn wir die Chance dazu hätten gutes Geld mit Moose Blood zu verdienen. Ich kann mir ehrlich gesagt nichts besseres vorstellen, als mit Musik meinen Lebensunterhalt zu verdienen und mit meinen Freunden die ganze Zeit zusammen abzuhängen und zu arbeiten. Aber momentan müssen wir uns anderweitig über Wasser halten.

Stageload: Was habt ihr als Nächstes vor? Ein Album; endlich mal eine Europatour?

Moose Blood: Beides! Wir schreiben momentan unser Album und werden es, sobald wir die Möglichkeit dazu haben, aufnehmen. Durch Europa wollen wir auch unbedingt dieses Jahr touren, aber konkrete Pläne haben wir bis jetzt noch nicht.

Stageload: Bevor ihr Moose Blood gegründet habt, wart ihr fast alle in anderen Bands, zum Beispiel in Harbours oder Take Courage. Vom melodischen Hardcore seid ihr weg und spielt jetzt Emo. Was hat euch dazu bewegt, jetzt ruhigere Musik zu machen?

Moose Blood: Manchmal gibt es keine großen Unterschiede zwischen Hardcore und Emo, besonders im Songwriting. Und heute sind die Grenzen ja eh fließend. Ich denke, für uns ist es sogar fast der poppigere Emo, zu dem wir tendieren. Es macht uns im Moment einfach viel mehr Spaß und ist entspannter, Emo-Songs zu schreiben als Hardcore-Kram.

Stageload: Erzähl uns etwas über die Emo- und Punkszene in Großbritannien. Mit Bands wie euch, The Winter Passing, Hindsights oder Gnarwolves gibt es da momentan ja einiges an guter Musik zuhören. Gibt es noch Bands, die man auf dem Schirm sollte?

Moose Blood: Ja, im Moment ist hier echt viel los! Es gibt da noch Nai Harvest, Great Cynics und Losing Sleep, die man kennen sollte und mit denen wir auch schon zusammen spielen durften. Momentan ist es auch so, dass an jeder Ecke eine neue Band auftaucht und so hat man oft die Möglichkeit, sich neues Zeug anzuhören, was in den meisten Fällen auch echt gut ist!

Stageload: Was sind momentan deine Lieblingsalben?

Moose Blood: Ich feiere momentan die neuen Alben von Balance & Composure und Into It. Over It. total! Wenn es um UK-Bands geht, dann ist die neue Gnarwolves-EP mein momentaner Favorit. Aber ich bin auch sehr gespannt auf das neue Zeug von Nai Harvest und The Winter Passing, was im Frühling kommt.

Autor Sascha Schüler
Wohnort Wechselt
Beruf Nein
Dabei seit Juni 2010
Deine Aufgabe bei Stageload Reviews
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