Interview mit Boysetsfire

Interview mit Boysetsfire

Robert Ehrenbrand, Bassist der Post-Hardcore-Band Boysetsfire, sagte zu seinem Manager, dass er sehr gerne die gesamte Promo und die Interviews für und zum neuen, achten und selbstbetitelten Album übernehmen würde. Einfach, weil er es so sehr liebt. Die Konsequenz dessen ist, dass er nun, nur wenige Minuten vor Einlass und sogar noch während der Show des Openers Great Collapse, im Backstage des Skaters Palace einen wahren Interview-Marathon durchmachen muss. Gestresst ist der Münchener dennoch nicht und die Wörter „Zeitdruck“ oder „Zeitplan“ in Verbindung mit einem Interview scheint er ebenfalls nicht zu kennen. Viel lieber beantwortet er alles sehr ausführlich und umgeht mit noch weiteren Ausschweifungen gekonnt die „Ab jetzt noch zwei Fragen“-Ermahnung vom Tourmanager – den er obendrein auch noch fix in das Interview miteinbezieht. Boysetsfire macht eben alles ein bisschen anders.

Ist es für dich ungewohnt, Interviews auf Deutsch zu geben?

Nein, ich gebe ganz viele Interviews. Ich bin irgendwie dazu auserkoren, das zu tun. Vielleicht, weil ich von uns am liebsten rede. Ich bin definitiv derjenige von Boysetsfire, der am meisten redet – zum Glück nicht ständig über mich und über Dinge, die ich mache, wie zum Beispiel unsere schöne Band. Aber das hat sich jetzt einfach so eingebürgert. Wir geben zwar alle Interviews, aber ich mache immer ein paar mehr.

So häufig kommt das ja aber auch nicht vor. In der Regel wird ja eher der Leadsänger zum Interview gebeten.

Aber wie du ja schon weißt, macht Boysetsfire alles ein bisschen anders als alle anderen Bands (lacht).

Dadurch, dass du aus Deutschland kommst und alle anderen in den USA leben, gibt es in eurer Band quasi eine Art „Verbindung“ zwischen den beiden Ländern. Unterhaltet ihr euch dann auch über Politik oder auch das Freihandelsabkommen TTIP?

Sehr viel, ja! Wir reden generell viel über politische Themen. Wir laden uns auf Tour ja auch immer Freunde ein und wir, also meine Bandkollegen und ich, hatten uns zum Beispiel mit Thomas, dem Sänger von Great Collapse, gerade noch über Donald Trump und die bevorstehenden Wahlen in den USA unterhalten. Also es wird sich auf jeden Fall relativ viel ausgetauscht. Natürlich spezifisch über beide Länder, weil ich hier lebe und die anderen drüben, aber auch generell.

Eure Projekte für dieses Jahr, sprich das Festival, das Album, die Tour und auch Nathans Solo-EP, wurden alle sehr plötzlich und alle auf einmal angekündigt. Erst hieß es, ihr würdet fast nichts machen und dann ganz schlagartig, dass ihr ein neues Album herausbringt, auf Tour geht und im Sommer auch noch ein eigenes Festival macht. Warum denn diese Geheimniskrämerei?

Es ist weniger Geheimniskrämerei als vielmehr, dass wir nicht mehr so viel vorausplanen, um ehrlich zu sein. Also, wenn ich das so sagen darf, wirken auf mich viele Bands, die mir über den Weg laufen – nicht alle, aber viele – so ein bisschen über-professionalisiert und über-ambitioniert und das wirkt dann sehr schnell wie ein reines Entertainment-Produkt. Das heißt, du hast ein Management, das dir sagt, was du zu tun hast. Du hast einen Tourmanager, der dir sagt, wann du wo zu sein hast und was du anzuziehen hast. Und du hast einen PR-Agenten, einen Social Media-Manager und einen ANR bei der Plattenfirma, der dir sagt, was und was nicht die Single ist und dir einen Co-Songschreiber holt, der deine Single mitschreibt.

Das ist die Realität, so spielt sich das ab. Und dann wird es mit sehr viel Marketing-Budget in die Charts gedrückt. Und wir sind praktisch das genaue Gegenteil dieser Medaille und auch stolz drauf, dass wir das genaue Gegenteil dieser Medaille sind. Und das hat nichts mit unserem Alltag als Band zu tun. Wir sind tatsächlich eine Familie und beste Freunde, die einfach machen, worauf sie Lust haben und wann sie Lust haben. Die Kehrseite diese Medaille ist natürlich, dass bei uns nicht so viel voraus geplant wird, weil wir gar nicht so lange voraus denken wollen. Die Idee vom Family First Festival kam dann zum Beispiel über unseren ältesten und besten Freund Oise, den man auch, wenn man möchte, unseren „Manager“ oder „spirituellen Führer“ nennen kann.

Und wir waren total begeistert, mal kein anderes Festival zu spielen, sondern nur unser eigenes kleines. Und daran, dass es so ein durchschlagender Erfolg werden würde, hatten wir nicht einmal in unseren wildesten Träumen gedacht. Wir sind dann schon auch immer wieder überrascht, wie gut die Leute das annehmen, obwohl wir eben nicht diese lange Planung dahinterstehen haben. Und darum wirkt das manchmal auch so ein bisschen fahrig – einfach, weil es das ist. Und das soll es auch bleiben dürfen. Wir habe nie Bandmeetings, wo wir Jahre im Voraus irgendwas planen, alles läuft eher nach dem Motto „Was könnte man hier machen und was könnte man hier machen?“. Wir tun, was wir können, ohne dass es zu sehr auf Kosten unserer Familien zu Hause geht.

Zu dem Festival hattet ihr unter anderem auch Funeral For A Friend eingeladen, die sich jetzt leider auflösen.

Sehr überraschend! Ich hatte noch lange Gespräche mit denen und habe ihnen gesagt, wie toll ich den Auftritt fand und so. Das sind ja auch wirklich langjährige Freunde von uns. Matt kenne ich schon unglaublich lange und der ist auch noch mit einer guten Freundin von mir verheiratet. Ich war wirklich sehr überrascht. Ich habe es selber auch erst aus dem Internet erfahren, ich wusste vorher gar nichts. Oise (Anmerkung der Redaktion: Tourmanager der Band) wusste es – wie immer. Der Oise weiß immer Sachen, aber der durfte es wohl noch nicht sagen.

Hat Oise denn dann auch eure Support-Bands eingeladen oder habt ihr das selber gemacht?

Nein, der macht gar nichts alleine. Er ist in solche Entscheidungen auch quasi integriert, aber die Band entscheidet das dann eben. Wir geben, wie gesagt, nichts mehr aus der Hand, es läuft alles durch uns. Nur gibt es natürlich Leute in einem spezifischen Teil – wir haben zum Beispiel auch jemanden, der uns beim Booking hilft – aber der Zeitraum und wann und mit wem und wo: alles läuft durch unsere Hände.

Das Family First Festival wird als Höhepunkt eurer Karriere bezeichnet.

Das VISIONS hat es so bezeichnet.

Würdest du es denn auch so nennen?

Nein. Ich glaube, es ist wie auch das neue Album, etwas, das sehr schön raus gekommen ist und definitiv jenseits von all unseren Hoffnungen und Erwartungen lag. Aber der „Höhepunkt der Karriere“ will ich so nicht stehenlassen. Zu dem Zeitpunkt hätte es nicht schöner sein können, so kann man es sagen. Also es war sicherlich der Höhepunkt zu dem Zeitpunkt, aber ich denke nicht, dass man das so abschließend sagen kann.

Kommen wir zum neuen Album. Auf dem Cover ist eine Schlange, die kurz davor ist, sich selber in den Schwanz zu beißen. Aber „Boysetsfire“ ist doch kein Album über Selbstzerstörung, oder?

Nein, gar nicht! Und die Schlange steht auch nicht für Selbstzerstörung. Dieser Ouroboros, also diese Schlange, die diesen Kreis schließt, war deswegen so eine passende Metapher für diese Band, weil wir ja als Familie sozusagen sehr unterschiedliche Philosophien, Lebenseinstellungen und Ideologien vertreten, aber immer wieder die Gemeinsamkeit finden, in dem, dass wir uns sehr gern haben und sehr gerne zusammen Musik machen. Boysetsfire ist ein verrücktes Universum aus Lebensanschauungen, die zusammen sonst gar nicht funktionieren würden, aber dieses Konglomerat aus Sich-schon-so-lange-kennen und so-eng-befreundet-Sein macht daraus noch ein interessanteres Konstrukt als wenn wir alle die gleichen Ideen über die Welt hätten. Diese Schlange kam uns deswegen auch sehr passend vor, weil sie in ganz unterschiedlichen Kontexten und Mythologien auch unterschiedliche Dinge bedeutet. In Indien, wo ich sehr viele von meinen Inspirationen herziehe, stellt diese Schlange zum Beispiel ein Symbol der Erneuerung dar.

Das heißt zwar „Ja“ zur Zerstörung, aber dadurch, dass sie einen Kreis bildet, beginnt es dann auch wieder von vorne und das ist natürlich eine wunderschöne Metapher für unsere Band. Auch im Sinne wie wir Songs schreiben. Ich bringe einen Riff zum Rest der Band und was dann zum Schluss raus kommt, ist fast nicht mehr wiederzuerkennen, aber immer zu 100% besser als das, was ich ursprünglich im Kopf hatte. Das heißt, es wird durch so eine Art Band-Fleischwolf gedreht und durch das Kollektiv immer besser gemacht. Und die Schlange hat auch deswegen so gut gepasst, weil Nathan sehr von okkulten Sachen beeinflusst ist, wo die Schlange ja auch vorkommt. In griechischer Mythologie, in ägyptischer Mythologie – immer wieder kommt dieses Schlangensymbol vor. Es vereint also sozusagen diese ganz verschiedenen Kontexte und bedeutet doch immer wieder Erneuerung, Wiederauferstehung, Zerstörung, aber dann sich-Wiederaufrichten. Und dafür steht eben auch die neue Platte.

Ein Vögelchen hat mir gezwitschert, dass es bei eurem letzten Album „While A Nation Sleeps…“ des Öfteren um Charlie Chaplin ginge.

Es ging nicht direkt um Charlie Chaplin, aber diese Samples, die durch das Album führen, sind aus dem Film „Der große Diktator“ von Charlie Chaplin. Er hat uns also sozusagen geholfen, durch das Album zu führen, quasi wie ein Erzähler bei einem Hörspiel. Er hat es zusammengehalten. Es gibt also keinen Song, der über ihn geht, aber er war der Erzähler – in seinem Fall wahrscheinlich unfreiwilligerweise (lacht).

Gibt es bei „Boysetsfire“ denn auch eine Art Erzähler?

Nein, eben drum ist am Anfang dieses „Shut up, sit down and play some fucking music“. Das war dann sozusagen das Statement, um uns wiederum nicht zu wiederholen. Es hätte sonst zu redundant gewirkt, jetzt erneut sehr viele Samples zu bündeln. Dieses Album sollte ein Gesamtwerk sein, deswegen laufen die Songs sehr flüssig ineinander, ganz im Gegenteil zum letzten Album wo immer wieder diese Stimme kommt. Hier war eben der Versuch, sich nicht zu wiederholen und immer wieder neue Ansatzpunkte zu finden. Und so ein Album, bei dem alle Songs ineinander übergehen, hatten wir bis dato noch nicht. Und auch gerade, um es am Stück zu hören, ist es sehr schön gelungen.

Aber obwohl die Songs sehr schön ineinander übergehen, finde ich persönlich trotzdem, dass ein Song ganz besonders hervorsticht, und zwar „One Match“. Zu dem gibt es ja auch jetzt ein Video mit Bildern vom Family First Festival. Ist das Video denn eine Art Tribut an den Abend, an das Festival?

Das Video sicherlich, der Song wurde ja lange vor dem Festival geschrieben und ist für uns auch wieder mal ein bisschen der Versuch, Neuland zu erobern. Ich denke, er klingt einerseits sehr nach Boysetsfire, andererseits war es für uns spannend, diese Misfits-Chöre im Hintergrund mal auszuprobieren.

Das Video ist dann auf jeden Fall ein Nicken Richtung dieses Festivals und diesen schönen Tages in Köln. Was auf der Bühne bei Boysetsfire passiert, haben wir ja, glaube ich, in vergangenen Videos schon ganz gut eingefangen. Hier ging es jetzt darum – viele Leute sind immer so „Hey wie ist das eigentlich mit euch auf Tour? Wie ist es, wenn wir im Tourbus mitfahren würden?“ – und mit „One Match“ haben wir ihnen einen kleinen Einblick gegeben. Das ist tatsächlich ungestelt das, was tatsächlich geschieht. Und insofern ist das Video auch so schön, weil es zu 110% authentisch Boysetsfire ist. Nicht nur im Bezug auf das Family First Festival, sondern generell auf uns, auf das, was wir sind und wie wir sind: sehr albern (lacht).

Kommt es denn trotzdem mal zu Streitereien? Dadurch, dass ihr ja alle nicht erst seit gestern Musik macht, habt ihr ja schon jahrelange Erfahrung. Wird das dann beim Konzipieren oder Schreiben eines Albums hinderlich?

Ich glaube, dass diese eher Erfahrung förderlich ist. Du hast natürlich vollkommen Recht, ich bin jetzt 37, habe mit 15 meinen ersten Auftritt gespielt und hatte mit 12 meine erste Band. Das ist weit mehr als die Hälfte meines Lebens, die ich intensivst mit Musik verbracht habe. Für mich gesprochen ist es jetzt eher so, dass ich am Bass immer besser umsetzen kann, was ich im Kopf habe, und für meine Standards sind das manchmal ganz schön verrückte Ideen. Und im Speziellem bei diesem Album, wenn man ein bisschen darauf achtet, ist der Bass sehr hörbar und macht ganz schön viele ganz schön wirbelnde Dinge. Und gerade bei härterer Musik ist das ja sonst ein Instrument, das so ein bisschen im Hintergrund ist, und die Gitarren dagegen sehr wichtig sind. Aber wenn man bei dem neuen Album mal hinhört, ist das relativ gleichberechtigt. Und das ist, glaube ich, schon dem geschuldet, dass wir alle natürlich an unseren Instrumenten immer besser werden – hoffentlich – und man dann auch ein bisschen besser umsetzen kann, was man sich so vorstellt. Was man vielleicht vor ein paar Jahren noch nicht in der Form hätte machen können.

Und Streit? Da muss ich ganz ehrlich sagen, dass wir Streit mittlerweile relativ zu vermeiden versuchen. Historisch gesehen war Boysetsfire immer eine recht passionierte Band, und da kracht es natürlich auch mal, aber inzwischen versuchen wir auch hier wirklich, uns zu fokussieren. Die Jahre, in denen es uns nicht gab, sind uns wirklich alle sehr schwer gefallen. Meine Frau hat zum Beispiel vor Kurzem gesagt, ich dürfe nie wieder aus Boysetsfire aussteigen. Weil ich unerträglich bin, wenn ich nicht mit diesen, meinen von mir geliebten Freunden zusammen Musik mache. Also ich will sagen, dass es ein für uns nicht ersetzbares Konstrukt ist. Egal, was wir sonst so in unserem Leben haben – andere Bandprojekte oder in meinem Fall die große Liebe zum Sport und so weiter –, Boysetsfire kann man trotzdem nicht ersetzen. Uns wird es jetzt einfach geben, bis wir irgendwann rückwärts umfallen und dann war es das. Aber bis dahin wird es nicht mehr gestoppt werden. Es kann sein, dass wir mal ein paar Jahre Pause machen, aber die Band wird es immer so geben, weil es keinen guten Grund gibt, es nicht zu tun. Es macht einfach zu viel Spaß, um ganz ehrlich zu sein (grinst).

Eben sagtest du schon, du würdest für die Promo sozusagen alles machen, weil du das Album so liebst. Es gibt ja sehr, sehr viele Musiker, die beim Release eines neuen Albums sagen, dass es das beste sei, das sie je geschrieben hätten.

Ja, ich kann es selber nicht mehr hören! Deswegen sage ich das auch nicht. Ich sage aber, es ist auf jeden Fall die hoffnungsvollste und positivste Platte, die wir je gemacht haben – und das ist korrekt! Das andere müssen die Musiker ja sagen, um die ganze Arbeit, die sie reingesteckt haben, zu rechtfertigen. Aber dann liest man das Interview zwei Jahre später und dann ist es doch nicht mehr das beste Album, weil dann das neue Album, das beste Album ist und so weiter (redet sich immer mehr in Rage). Für mich ist ganz, ganz wichtig, dass diese Band weiterhin einen musikalischen Weg beschreitet und einen textlichen Weg beschreitet. Wenn wir uns dann nur noch wiederholen und versuchen, „After The Eulogy“ zum fünften Mal zu schreiben, würde es mich einfach langweilen. (zu Oise) Oise: wie lange ist meine Aufmerksamkeitsspanne?

Oise aus dem Hintergrund: 3,5 Sekunden Maximum!
Und deswegen muss die Band sozusagen in so einer Geschwindigkeit fortschreiten, damit mir nicht langweilig wird. Und was ich an der neuen Platte toll finde ist – genau im Gegenspiel zu „While A Nation Sleeps…“, wo jeder überrascht war, wie düster und sperrig das teilweise war –, dass es teilweise sogar aufmunternd und hoffnungsvoll klingt. Das hatten wir so in der Form ja noch gar nicht. Und das ist genau das, worum es uns geht. Dass wir nicht in eine Formel verfallen. Natürlich klingt Nathans Stimme nach Nathan – zum Glück! –, aber ich möchte nicht in eine Formel verfallen, was ein Album betrifft. Und ob es jetzt das beste ist, oder nicht, sollen die Leute entscheiden, die es hören. Die Reviews sind bis dato die besten, das kann ich objektiv sagen. Keines unserer Alben wurde so krass abgefeiert. Die Chartplatzierung ist die beste. Ich finde, es ist das hoffnungsvollste und ich finde, die Produktion des Albums fängt am besten ein, wie wir eigentlich klingen. Das sind meine Gedanken dazu. Und es ist unser bestes (lacht).

Foto: Christoph Steinweg

Den Bericht zur Show im Skaters Palace in Münster zusammen mit einer Bildergalerie gibt es hier.

Autor Leonie Wiethaup
Wohnort Nähe Münster
Beruf PR-Assistenz
Dabei seit Februar 2015
Deine Aufgabe bei Stageload Reviews, Interviews, News, Gewinnspiele
Top-Alben Apologies, I Have None - London; The Wonder Years - No Closer To Heaven; Cold Reading - Sojourner; Shoreline - You Used To Be A Safe Place; Twoonacouch - And I Left
Die besten Konzerterlebnisse Jimmy Eat World @ Skaters Palace, Münster, Frank Carter & The Rattlesnakes @ Dour Festival, The M-Pire Strikes Back-Festival 2016

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