Ines: Was waren die bisherigen Highlights deiner Karriere?
Andrew: Meiner Karriere? Also letzten April haben wir beim Groezrock Festival in Belgien gespielt und 8000 Menschen haben uns zugesehen. Das war vielleicht nicht die beste Show, die wir je hatten, aber es hat sich auf jeden Fall richtig gut angefühlt als tausende von Leuten mitgesungen haben und sogar noch unsere Texte sangen, als wir die Bühne schon verlassen hatten. Ich bin herausgegangen und hab das mit meiner kleinen Kamera gefilmt und erst einmal meinen Eltern gezeigt (lacht).
Ines: Gibt es Bands, die euch bei dem, was ihr tut, beeinflussen?
Andrew: Definitiv. In unseren frühen Tagen waren das die alten Punk und Hardcore Bands, die uns beeinflusst haben: Madball, Propagandhi, das ist eine Band aus meiner Heimatsstadt, Lifetime…das war früher und jetzt sind unsere Einflüsse noch weiter gefächert. Alles von Mew über Foo Fighters über The Giraffes bis hin zu Cult of Luna.
Ines: Es gibt also seehr viele Bands.
Andrew: Oh ja, es gibt auch noch viele Sänger und Songwriter, die uns beeinflussen, zum Beispiel Devin Townsend.
Ines: Ihr bezeichnet euch nicht als eine politische Band, aber es gibt politische Elemente in euren Texten. Was ist für dich im politischen Bereich wichtig?
Andrew: Für mich ist es wichtig, über die Welt um mich herum informiert zu sein. Man muss sich nicht als politische Band oder Person zu bezeichnen, um zu versuchen, herauszufinden, was in der Welt vor sich geht und wie alles funktioniert. Bei uns kommt hinzu, dass wir sehr viel reisen und somit viele Grenzen überqueren. Wir sehen viele verschiedene Kulturen, Länder und Städte und erleben, wie die Leute auf ihre Regierung und auf das, was die Medien berichten, reagieren. Darüber schreiben wir einfach. Eine der wichtigsten Sachen ist, dass es mir so vorkommt, als wollten die Medien uns irgendwie fertig machen und uns in Angst versetzen. Die Medien haben die Macht, jede Art von Nachricht zu veröffentlichen. Ich denke es ist ziemlich gefährlich, einfach nur der Menge zu folgen. Wir haben nur ein Leben und es gibt viele Möglichkeiten, dieses zu leben. Die Art, wie ich lebe, ist sicherlich nicht super ungewöhnlich, aber auch nicht normal. Doch selbst wenn man einen normalen Job hat, kann man etwas tun und seinen Mann stehen.
Ines: An was denkst du, wenn du das Wort „Deutschland“ hörst?
Andrew: „Scheiße“ (lacht). Ich komme andauernd nach Deutschland und deswegen gibt es keine spezielle Sache, die mir einfällt. Deutschland ist einfach ein tolles Land, um zu touren, Menschen zu treffen und Shows zu spielen. Außerdem gibt’s hier super Metal Festivals…
Deutschland ist für mich eines der coolsten Länder überhaupt.
Ines: Was denkst du über die deutsche Hardcoreszene?
Andrew: Ich denke sie ist wunderbar. Hier gibt’s so viel Unterstützung und es ist sehr cool, dass die Fans zu ihren Bands stehen, nicht so wie in den Vereinigten Staaten oder in anderen Ländern. Die Leute hier sind loyal und freundlich. Wir bekommen sehr viel Unterstützung aus Deutschland. Ich bin übrigens selbst deutsch! Ich heiße ja auch „Andreas Neufeld“.
Ines: Oh, cool, das wusste ich nicht, ich hab einfach immer an „Andrew“ gedacht.
Andrew: Ja, das ist richtig, aber wenn wir am Frankfurter Flughafen sind, sagen die immer „Andreas Neufeld“. Ich bin einer von euch!
Ines: Welches eurer Alben findest du am besten?
Andrew: Also ich persönlich finde unser letztes, Broadcasting, am besten. Wir beginnen unser neues Album, wenn wir nach Hause kommen, mal sehen wie das wird!
Ines: Broadcasting ist ja ein bisschen düsterer als die alten Alben, wird das auch der Stil der neuen CBK Sachen?
Andrew: Ich denke. Ich möchte, dass die neue CD dreckiger und düsterer wird. Ich möchte wild sein. Ich hoffe die CD wird ein Mix aus allem.
Ines: Wann können wir das neue Album denn erwarten?
Andrew: Wahrscheinlich in einem Jahr. Entweder Sommer 2010 oder danach.
Ines: Was sind deine Ziele für die Zukunft?
Andrew: Im Moment ist es mein Ziel, ein weiteres Album mit CBK herauszubringen. Außerdem habe ich gerade mit meiner anderen Band „Sights & Sounds“ unser Debütalbum veröffentlicht, welches nächsten Monat hier in Deutschland bei Redfield Records erscheint. Wir werden dann auch im September und Oktober hier auf Tour sein.
Eigentlich will ich im Moment vor allen Dingen so viel wie möglich touren und mit der richtigen Musik weitermachen. Ich möchte ein alter Mann werden, der immer noch Musik macht und ich will auf Tour sein bis ich sterbe. Naja vielleicht nicht, bis ich sterbe, aber ich möchte das zumindest noch eine lange Zeit machen. Ich möchte ein alter Rocker werden!
Ines: Dann bedanke ich mich für das Interview!
Andrew: Danke!

ENGLISCH:
Ines: So what were the highlights of your career so far?
Andrew: Of my career? Big highlight for us was…last April we played Groezrock Festival in Belgium and there were 8000 people watching us. It maybe wasn’t the best show we’ve ever had but it definitely felt really good that thousands of people were singing along and even after we went off stage they were still singing the words. I went out there with my little camera videotaping the crowd and showed it my parents (laughs).
Ines: Are there any bands which influence you in what you’re doing?
Andrew: Maybe in the early days there were older bands which influenced us. Punk and hardcore style. Madball, Propagandhi which is a band of my hometown, Lifetime… that was earlier on and now we have a very diverse style. It’s everything from Mew to Foo Fighters to The Giraffes to Cult of Luna…
Ines: So there are plenty of bands.
Andrew: Yeah, we have a very diverse taste of music. There are also lots of singers and
songwriters that influence us like Devin Townsend .
Ines: You don’t define yourself as a political band but there are some political elements in your lyrics. What’s important for you in the political sector?
Andrew: What’s important for me is trying to be informed about the world around me. You don’t have to consider yourself to be a political band or a political person to try to figure out what’s going on in the world and how things are working. It’s especially with the amount of travelling that we do, you know, going to borders. We’re seeing a lot of different culture climates, different countries and different cities and how people react to the government and the media and we just write about that. One main thing is just that I feel like the media is ought to bring the public down and maybe to get the public in fear. They can ultimately have the power to publicize any kind of message. I think it’s very dangerous to follow rest of the crowd because there are a lot of options in living your life. The way I live my life isn’t underneath the radar but I’m not living a normal life. Even when you’re doing a normal job you can do something and stick to the man.
Ines: What comes to your mind when you’re hearing “Germany”?
Andrew: “Scheiße” (laughs). I come to Germany all the time so I’ve got no specific thing that comes to my mind. It’s an amazing country to tour, meet people and play shows. There are awesome metal festivals… Germany is one of the coolest countries for me.
Ines: What do you think about the German hardcore scene?
Andrew: I think it’s amazing, there’s so much support and it’s very cool that the audience fixes by the bands not like in the United States or other places. People here are loyal and friendly. We got a lot of love from Germany. I’m actually German myself! I have my name “Andreas Neufeld”
Ines: Oh, I didn’t know that, I always thought “Andrew”…
Andrew: Yeah, of course, but when we’re at Frankfurt airport they always say “Andreas Neufeld” (laughs). I’m one of you guys!
Ines: Which of your albums do you prefer?
Andrew: I personally like the last one, “Broadcasting”, most. We gonna start a new record when we get home so we’ll see how that goes.
Ines: Alright, so “Broadcasting” is kinda darker is this the style of music CBK will play in the future?
Andrew: I think so. I want the new record to be darker and dirtier. I want to be wild and straight in your face, it should be a little bit of everything.
Ines: When’s the new Album coming?
Andrew: Probably one year from now, either before summer 2010 or after the summer.
Ines: What are your aims for the future?
Andrew: Right now my goal is to get another record out with CBK. I also just released a record with another band I have, called Sights & Sounds, we’re releasing next month our record in Germany actually, on Redfield Records, and afterwards we’re coming out here in September / October.
Pretty much right now is just trying to tour as much as possible and continue the right music.
I wanna be like an old guy playing music and I wanna tour till I die. Not till I die but I wanna do this a long time. I wanna be an old rocker, that’s all.
Ines: So thank you for the interview.
Andrew: Thank you!

Interview mit Comeback Kid




Hinterlasse einen Kommentar