Interview mit GR:MM

Interview mit GR:MM

„Hallo Nervosität, ich habe dich vermisst!“ – mit diesen Worten hatten GR:MM im November ihre erste Weekender-Tour überhaupt eingeleitet. Mit ihrer selbstbetitelten Debüt-EP im Gepäck und in Begleitung ihrer Proberaummitbewohner Forkupines sollten innerhalb von etwa zwei Monaten zehn Städte bespielt werden. Dass die beiden Braunschweiger Bands dabei nur noch mehr zusammenwachsen würden, war vorprogrammiert. Hinzu kämen aber auch noch die großen Sachen, die zusammenschweißen würden, gab GR:MM-Gitarrist Gideon Rothmann (links im Bild) kurz vor dem offiziellen Tourabschluss in Minden im Interview zu Protokoll. Allen voran, dass sich Forkupines-Drummer Christian Ermisch kurzfristig dazu bereit erklärt hat, am letzten Wochenende für GR:MM-Schlagzeuger Alexander Wulf (dritter von links) einzuspringen. Eine Probe habe er Zeit gehabt, um das Set zu lernen und dennoch mussten die jungen Männer nicht einen Song abbrechen, sondern konnten wie gewohnt durchspielen. So auch in Minden, wo nicht nur Ermisch bravurös abzuliefern wusste. Auch Sänger Andreas Rodemann (zweiter von links) oder Bassist Markus Daume (vierter von links) ließen sich die nur zu verständliche Müdigkeit in keiner Weise anmerken. Rothmann schon gar nicht. Er nahm mit seiner ausgelassenen guten Laune vielmehr die gesamte Bühne in Beschlag – selbst dann noch, als Forkupines-Frontmann Simon „Skotty“ Skott bei „Neubauten“ die Vocals übernahm. Aber sie machen das ja auch alle nicht zum ersten Mal.

GR:MM ist für Keinen von euch das erste Projekt. In was für Bands habt ihr vorher schon gespielt?

Markus: Ich habe angefangen in der Vorgängerband von Science Of Sleep zu spielen. Bis 2007 oder 2008 ging das, glaube ich. Ich war da der Shouter. Nachdem wir uns aufgelöst hatten, sind da Science Of Sleep draus geworden, aber die gibt es ja jetzt auch irgendwie nicht mehr. Ich hatte auch noch so eine Melodic Hardcore-Band, aber das war auch nur ein Einjahresding.

Gideon: Ich habe bisher ungefähr alles gemacht. Als Teenager habe ich in einer Jazz-Big Band angefangen – da hatte mein Vater mich quasi zu genötigt. Ich wollte damals einen Bass haben und er meinte, dass, wenn ich das schon machen möchte, ich das dann auch gleich richtig lernen soll. Dann habe ich noch in ein paar Indie-Bands und Pop-Punk-Geschichten Gitarre gespielt und mit meinem besten Kumpel aus Hamburg war ich irgendwann bei Finders Keepers – das lief aber auch nur ein Jahr oder so. Irgendwann letztes Jahr bin ich dann bei GR:MM eingestiegen.

Was wollt ihr mit GR:MM denn jetzt sagen und aussagen, was ihr mit euren anderen Bands noch nicht gemacht habt?

Andreas: Das ist schwierig. Ich war vorher Shouter bei Way Down, aber nicht für die Texte verantwortlich. Das, was geschrieben wurde, war zwar wichtig und hat auch meinen Standpunkt widergespiegelt, aber es waren eben nicht meine Worte. Dann kam irgendwann ein Singer/Songwriter-Projekt, wo ich dann auch das machen konnte, was ich sagen wollte und worauf ich Bock hatte – das war mir aber irgendwann zu langweilig. Und dann kam GR:MM. Und GR:MM ist jetzt einfach ein gesundes Mittelding aus einer gelungenen Härte und meiner beziehungsweise unserer Meinung.

Gideon: Das Genre ist vielleicht nicht mehr Hardcore, aber ich würde schon sagen, dass es zu dem, was wir jetzt machen, viele Parallelen gibt.

Andreas: Es ist ja auch so, dass man immer etwas zu sagen hat – ganz egal, was man für Musik macht. Ob ich das jetzt in Punk, Singer/Songwriter oder Jazz verpacke, meine Ansicht zu gewissen Dingen ändert sich deswegen ja nicht. Und man durchläuft auch verschiedene Phasen des Lebens, vor zehn Jahren hätte ich zum Beispiel diese Songs nicht schreiben können. Jetzt sind wir alle mitten im Berufsleben oder am Ende vom Studium und es passieren gerade einfach so viele spannende Dinge, die man erzählen kann.

Gideon: Es sind auch die Betrachtungspunkte, die sich ändern. Sowohl bei gesellschaftlichen und politischen, als auch bei privaten Dingen. Persönliche Konflikte mit sich selbst sind schließlich auch Reifeprozesse, die man durchlebt.

Was genau sind denn bei euch die Standpunkte, die Kernthemen? Gerade bei der „GRMM“-EP?

Andreas: Ich glaube, es geht letzten Endes ums Ankommen. Beziehungsweise um die Suche nach sich selbst. Ich habe letztes Jahr meinen Job verloren, meine Wohnung gekündigt und meine Freundin verlassen – hatte quasi eine kleine Midlife-Crisis. Aus der sind aber viele Songs entstanden. Bei „Apoikia“ geht es darum, aus festen Bahnen auszubrechen und aus den Grundstrukturen, die man kennt, etwas Neues aufzubauen. Wie komme ich aus meinem alten Leben raus, baue etwas Neues auf und behalte es trotzdem bei?

Gideon: Ich glaube, es geht ein bisschen um das Losziehen. Du ziehst los, kommst irgendwann an, guckst nach hinten, lässt etwas zurück, aber lässt es doch nicht ganz zurück. Es gibt ja diesen berühmten Ausspruch „Home is where your heart is“ und das trifft halt nicht bei uns zu [alle lachen]. Vielleicht ist es das auf Reisen gehen.

Andreas: Aber keine Reise als Reise, sondern eine mentale Reise. Also: Unsere EP ist eine mentale Reise zur Findung des inneren Ichs.

Hattet ihr eigentlich schon unabhängig voneinander und vor der Gründung von GR:MM Songideen und habt euch dann quasi notgedrungen die passenden Leute für ein neues Projekt zusammengesucht?

Andreas: Wir haben uns kennengelernt, weil Gideon, Markus und ihr alter Bandkollege einen Proberaum gesucht haben und dann schlussendlich den neben meiner vorherigen Singer/Songwriter-Band genommen haben. Wir haben uns dann aber alle irgendwie aufgelöst, für Markus, Alex und mich war aber klar, dass wir zusammen Musik machen wollten, weil wir uns von Grund auf sympathisch waren. Nachdem wir dann erst versucht hatten, ein billiger Abklatsch von Frank Carter zu sein, kam relativ schnell die Idee und die Grundstruktur zu „Neubauten“. Markus ist aber so ein Mensch, der immer sagt, dass die Sachen nicht genug Druck haben. Das war dann der Zeitpunkt, an dem wir Gideon dazugeholt haben, der glücklicherweise auch Bock auf das Projekt hatte.

Markus: Ich hatte dir in einer Kneipe sogar mal einen Song vorgespielt, den Gideon für unsere alte Band geschrieben hatte.

Andreas: Genau. Und daraus entstand dann „Niesosein“. Also die Strukturen waren da und gerade Gideon hat am Anfang sehr, sehr viele Demos mit reingebracht.

Gideon: Nach der Hardcore-Zeit hatte ich Zuhause sehr viel aufgenommen, weil ich immer etwas Punkigeres mache wollte. Eigentlich wollte ich immer Musik in Richtung Gnarwolves machen, so UK-Skate-Punk. Auch aus privaten Gründen habe ich das dann aber nicht weiter verfolgt. Markus und ich kennen uns schon recht lange und als er mich gefragt hat, ob ich bei GR:MM mitmachen will, war eben auch schon ein Haufen an Demos da, den wir dann ausgesiebt und angefangen haben, tatsächlich zusammen Songs zu schreiben.

Die EP ist dann echt schnell entstanden, es hat vielleicht zwei, drei Monate gedauert, bis wir beim Songwriting gesagt haben, dass es passt. Aber es hat bei uns eben auch sowohl zwischenmenschlich, als auch im Proberaum direkt gefunkt. Es ist echt krass, dass alle gleich miteinsteigen konnten, wenn einer eine Idee hatte. Jetzt nicht wie bei einer Jam-Session, dass man sich irgendwann darin verliert, sondern so, dass man weiß, dass man genau an dem Punkt ist, wo man mit dem Song hinwill.

Du hast gerade gesagt, dass du die Demos selber aufgenommen hast, Gideon. Hast du dann auch die EP aufgenommen?

Gideon: Ja, ich habe das bei mir privat gemacht. Aber mittlerweile ist das mit den neuen Techniken auch nicht mehr so schwierig. Und dadurch, dass wir alle nicht so viel Geld haben und man gerade am Anfang eines Projektes nicht weiß, wie viel Geld man überhaupt reinstecken will, war das am einfachsten. Ich studiere, arbeite, um Musik zu machen, mache Musik, komme dann aber im Studium nicht hinterher, muss weiter jobben, um Musik machen zu können – das ist einfach ein Teufelskreislauf, das funktioniert nicht. Deswegen haben wir das einfach bei mir gemacht, weil das am günstigsten ist. Wir haben die Sachen dann an einen alten Freund von mir, Niclas Brinkmann von Defy Your Dreams, geschickt. Der ist bei Aufnahmen mittlerweile autodidaktisch auf so einem Level, dass er eine EP produzieren kann, die sich vom Sound her nicht verstecken muss.

Beim Hören eurer EP habe ich mir eine kleine Liste mit Referenzbands geschrieben, die schon recht skurril aussieht. Da geht es dann von KMPFSPRT und Marathonmann über Heisskalt bis hin zu Revolverheld und den Sportfreunden Stiller.

Markus: Finde ich ziemlich witzig, weil ich das gar nicht so sehe.

Andreas: Unser Anspruch war: „Lasst uns doch mal so klingen wie Basement auf Deutsch!“ [lacht] Es funktioniert nur leider nicht.

Markus: Sobald du auf Deutsch textest, denken einfach alle direkt an KMPFSPRT und Co.

Gideon: Das Problem an deutschsprachiger Musik ist, dass in den Genre nicht differenziert wird. Fernab von der Sprache machen KMPFSPRT musikalisch etwas ganz Anderes als Heisskalt. Wenn wir englische Texte hätten, würden wahrscheinlich auch ganz andere Band als Vergleiche herangezogen werden und es würde niemand sagen, dass GR:MM wie KMPFSPRT oder Marathonmann klingen.

Markus: Vielleicht würde dann wirklich jemand Basement oder Title Fight sagen [lacht].

Gideon: Sobald du deutsche Texte hast, grenzt sich die Auswahl an Bands, mit denen du verglichen werden kannst, unheimlich ein.

Aber es ist ja eben schon eine starke Mischung, die da bei euch zusammenkommt. Es gibt wirklich diese starken Differenzen zwischen den Songs. Von absolutem Post-Hardcore bis zu super poppigen Sachen – wie zum Beispiel „Niesosein“. Liegt es vielleicht daran, dass ihr „diesen einen“ Sound noch nicht gefunden habt?

Gideon: Wir wissen, wo wir hinwollen. Wir haben uns am Anfang aber auch bewusst gesagt, dass nicht irgendwas rausfliegt, weil das nicht möglich ist. Wenn wir etwas machen, muss es ja auch irgendwie möglich sein. Deswegen sind wahrscheinlich auch noch viele verschiedenen Facetten da. Aber wir haben aus der EP schließlich auch keine Konzept-EP gemacht – wir wollten einfach etwas aufnehmen und raushauen, damit wir live spielen können.

Und Simon Skott, Skotty, von Forkupines hat uns damit auch mega unter die Arme gegriffen, weil er von Anfang an gesagt hat, dass er das cool findet und Bock drauf hat. Da sind wir echt dankbar für. Jetzt sind wir aber schon so weit, dass wir sagen, wir wollen da und da hin und so einen Song nehmen wir nicht mit auf die nächste Platte beziehungsweise nicht mit ins Live-Programm. Wenn wir Pech haben, sagen danach dann alle, warum die Songs nicht wie „Niesosein“ oder „Neubauten“ oder „Tellerrand“ oder „Apoikia“ klingen.

Markus: [unterbricht] Oder wie das Intro [lacht].

Andreas: Aber dieses Risiko hat man ja auch immer. Aber wir wissen, wo wir hinwollen.

Wohin wollt ihr denn? Wollt ihr weiterhin versuchen, diese Basement-Schiene zu fahren?

Markus: Ich glaube, mit einer Band kann man das nicht so gut sagen. Vielleicht eher mit einem Genre. Ich würde mir dieses Grungige wünschen.

Andreas: Die nächste EP wird definitiv anders klingen als die erste – zumindest von den Songideen, die wir haben. Ich glaube aber auch, dass man selbst dann noch nicht hundertprozentig sagen kann, dass es in eine ganz bestimmte Richtung geht. Also ich will jetzt keinen Pop machen, es soll schon Punkrock bleiben, aber ob das jetzt Post-Hardcore oder Pop-Punk ist, ist egal. Ich persönlich will mich da nicht so dermaßen festlegen. Das schränkt einfach ein – und genau das ist ganz gefährlich.

Es gibt auf der EP ja auch super viel „tatsächliche“ Musik, viele Instrumental-Parts. Zum einen natürlich das Intro, dann aber auch das Interlude bei „Neubauten“ oder der Anfang von „Tellerrand“. Versucht ihr quasi soundtrackartig Bilder zu erschaffen?

Andreas: Das ist witzig, Gideon hat nämlich mal gesagt, dass da noch zu viel Text drin ist. Es gäbe „zu wenig Sphäre“. Aber es ist ja auch wichtig, dass es diesen Freiraum gibt, in dem sich die Musik entfalten kann. Unsere Songs sind zwischen dreieinhalb und vier Minuten lang. Wenn du die komplett mit Text zuballern würdest, könnte sich die Musik wahrscheinlich nicht mehr entfalten. Wir wollen jetzt aber keine Soundtracks erschaffen – aber klar, für „Star Trek Beyond II“ würde ich mich schon anbieten [lacht].

Gideon: Atmosphäre und Gefühle können auch ohne Text ausgedrückt werden.

Andreas: Wir sind aber auch mega die Melodie-Junkies. Ich stehe auf traurige Moll-Töne. Und wenn du viele schöne traurige Moll-Töne aneinanderreihst, dann entstehen auch wunderschöne Melodien.

Facebook-mäßig gibt es euch jetzt seit Ende Juli und bereits bei eurem ersten Post wurde kommentiert, dass es schon einen anderen Künstler mit dem Namen GRMM gibt. Vor wenigen Wochen habt ihr euren Namen zu GR:MM verändert – warum jetzt erst?

Andreas: Der Typ heißt Graham! Das hat er jedenfalls mal bei Facebook kommentiert. Also ja, wir wussten, dass es einen DJ mit dem Namen gibt, aber der ist in Australien.

Markus: Weil wir alle aus dem Hardcore kommen, war uns das aber einfach egal.

Andreas: Es ist nur wegen der Facebook-Verlinkung nervig, weil ab und zu mal er verlinkt wird. Der Hauptgrund, weswegen wir jetzt den Doppelpunkt in die Mitte gehauen haben, ist aber Spotify. Da wurden unsere Songs nämlich auch kurzzeitig dem DJ zugeordnet. Mit dem Doppelpunkt in der Mitte können wir das jetzt vermeiden, heißen aber auch nicht gleich anders. Leider Gottes hatte das also Social Media-technische Gründe.

Social Media-Marketing ist für Bands heutzutage echt das Ätzendste auf der Welt. Wenn du keinen vernünftigen Posting-Plan für Facebook hast, brechen dir die Leute weg – aber das ist ja selbst bei Firmen so. Ich hatte mich gestern mit Manuel Lohschmidt von Stageload darüber unterhalten, dass Social Media-Marketing einem echt das Genick brechen kann. Du kannst Menschen innerhalb von zehn Minuten analysieren und du weißt alles über sie – egal, ob sie ihre Timeline sperren oder sonst irgendwas.

Neben der Musik engagiert ihr euch auch bei der Movember Foundation, bei der es um das mangelnde Bewusstsein für Männergesundheit geht. Wie seid ihr dazu gekommen, ausgerechnet diese Organisation zu unterstützen?

Andreas: Mein Vater ist vor wenigen Jahren an Darmkrebs verstorben und das war für mich ein Grund, etwas für die Movember Foundation zu machen. Die Gesundheitsvorsorge bei Männern leidet. Ich nehme mich da aber auch nicht selber raus – ich bin 30, es zwickt und juckt, aber man geht einfach nicht zum Arzt. Ich habe auch mega Angst vor einer Prostatauntersuchung, da bin ich ganz ehrlich. Wobei es eigentlich das Normalste und Vernünftigste auf der Welt ist, zur Krebsvorsorge zu gehen. Die Selbstmordrate ist bei Männern auch wesentlich höher als bei Frauen. Ich glaube aber auch, dass es daran liegen kann, dass Frauen miteinander reden. Ich weiß nicht genau warum, aber als Mann hast du einfach einen gewissen Stolz.

Gideon: Du musst männlich sein.

Andreas: Genau, das ist total das Vorurteil. Du musst männlich sein und gehst deswegen mit deinen Problemen nicht zu anderen.

Gideon: Du wirst erstmal absolut in diese Stereotype reingedrückt.

Andreas: Und die Movember Foundation setzt sich eben dafür ein, dass sich das ändert. Wir haben uns da schon mit meiner alten Band engagiert und ich würde das auch jederzeit wieder machen. Die Band ist nochmal ein schönes Mittel, um die Leute zu generieren und wir haben bisher auch eine gute Zahl an Spenden dafür bekommen. Aber es gibt natürlich sehr viele gute Organisationen, die man unterstützen kann. Wir wissen noch nicht, ob wir die Movember Foundation im nächsten Jahr weiterhin als Band unterstützen oder ob wir ein anderes Projekt nehmen. Die Hardcore Help Foundation ist ein mega geiles Beispiel, Pro Asyl ebenso.

Gideon: Oder Amnesty International.

Heute ist der letzte Tag eurer ersten Weekender-Tour mit den Forkupines, der letzte Tag eurer „Flitterwochen“. Mögt ihr euch noch, wenn ihr euch zusätzlich noch den Proberaum teilt?

Andreas: Wir lieben uns. Wir sind Forkupines für alles dankbar – und das sage ich jetzt nicht, weil Simon neben mir sitzt. Wir wären ohne Skotty, Jens [Anmerkung der Redaktion: Jens Kaufmann, Bassist bei Forkupines] und Christian immer noch in unserem Proberaum und würden jetzt die siebente Show in Braunschweig spielen. Skotty kennt Gott und die Welt und hat uns mitgenommen und uns sein Vertrauen geschenkt.

Gideon: Aber es ist generell auch alles. Ich versacke mit Christian jedes Wochenende in der Kneipe und Jens sehe ich auch ab und an. Wir sind einfach Kumpels und durch die ganze Weekender-Geschichte ist das nur noch enger zusammengerückt.

Ihr habt euch dieses Wochenende auch noch einen Tourbus geteilt, was läuft da für Musik? Wer hat die Macht über die Anlage?

Gideon: Simon.

Andreas: Ich wusste, dass diese Frage kommt! Ich ziehe da totale Parallelen zu der Way Down-Tour damals. Es gibt immer Musik, die alle geil finden, aber es gibt auch Musik, die man dann erst neu entdeckt. Damals auf der Way Down-Tour haben wir zum Beispiel die ganze Zeit Tegan & Sara gehört, die dann auch alle auf einmal mega gefeiert haben. Jetzt haben wir ab und zu Bastille gehört und ich weiß nicht, wie es den anderen geht, aber ich finde Bastille ganz geil. Ansonsten lief halt so Skotty-Musik.

Markus: Die Deadnotes, Smile And Burn, Blink-182, Kraftklub und irgendwas Norwegisches haben wir gehört.

Andreas: Heute liefen Biffy Clyro.

Gideon: Wir hatten auch ein Hörspiel! Das fanden bis auf Andreas alle gut.

Cool, was für eins?

Andreas: Irgendeine Harry Potter-Verarsche.

Markus: „Cold Mirror“! Wegen Harry Potter heißen wir ja auch GR:MM! Den Grimm lesen. Da kommt der Name her – ganz eindeutig [lacht]!

Andreas: Genau. Professor Trelawney liest ja aus dem Grimm.

Sie liest nicht aus dem Grimm, sie sieht den Grimm.

Andreas: Sie sieht den Grimm in der Kaffeetasse von Harry! Meine Güte, du bist echt päpstlicher als der Papst!

In der Teetasse…

Unser Review zu „GRMM“ findet ihr hier: http://www.stageload.org/reviews/grmm-st

Autor Leonie Wiethaup
Wohnort Nähe Münster
Beruf PR-Assistenz
Dabei seit Februar 2015
Deine Aufgabe bei Stageload Reviews, Interviews, News, Gewinnspiele
Top-Alben Apologies, I Have None - London; The Wonder Years - No Closer To Heaven; Cold Reading - Sojourner; Shoreline - You Used To Be A Safe Place; Twoonacouch - And I Left
Die besten Konzerterlebnisse Jimmy Eat World @ Skaters Palace, Münster, Frank Carter & The Rattlesnakes @ Dour Festival, The M-Pire Strikes Back-Festival 2016

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