Interview mit GWLT

Interview mit GWLT

Am 29.01. erscheint das Debütalbum von GWLT „Stein&Eisen“ nachdem die fünf Herren aus München es bereits in Form von „Stein&Eisen Live“ den ersten Fans in Berlin und Köln vorgestellt haben. Wir hatten die Möglichkeit David Mayonga (Vocals) aka Roger Rekless und Chris Zehetleitner (Gitarre) im Kölner Underground zu interviewen – und mal genauer nachzuhaken: Was aus Sicht der beiden schief läuft in der Flüchtlingspolitik, weshalb sie mit Fußball rein gar nichts anfangen können und warum wir alle mehr Hannah Arendt lesen sollten

Eure erste Promoaktion für die Band war das „Ohne Anfang Ohne Ende“-Projekt mit den Fotos. Wie seid ihr eigentlich auf die Idee dazu gekommen?

Chris: Also streng genommen war das gar keine Promoaktion für die Band, weil wir zu dem Zeitpunkt noch gar keine Band waren. Wir haben zwar schon Demos hin- und hergeschickt, aber eine Band waren wir noch nicht. Eigentlich war das nur eine verrückte Idee und dieses „Ohne Anfang Ohne Ende Ding“ stand einfach so im Raum. Dann kam dieses Zeichen zustande und es wurde irgendwie zum Selbstläufer. Wir haben das auch gar nicht gepusht, aber irgendwie haben die Leute mitgemacht, haben uns Fotos geschickt, die wir dann auf Instagram hochgeladen haben. Das wurde dann das erste Lebenszeichen von GWLT.

Zum neuen Album bzw. zu den Shows gestern in Berlin und heute in Köln. Diese sind im Prinzip ein Prelistening als Liveshow und man kennt euch ja für eure relativ politischen Texte. Was kann man außer diesen politischen Texten erwarten und wie seid ihr überhaupt auf den Titel vom Album gekommen?

Chris: Interessanterweise ist das neue Album, also „Stein & Eisen“, gar nicht explizit politisch, wie die EPs beispielsweise. Es geht wieder um die gleichen Themen, aber die werden aus einem anderen Blickwinkel betrachtet. Jeder hat einen persönlichen Blickwinkel wohingegen die Texte vorher eher den Blick eines Außenstehenden zeigten. Zum Titel „Stein&Eisen“, das „Stein“ und „Eisen“ stehen für die Emotionen „Wut“ und „Furcht“ und das ganze Album dreht sich einfach darum.

David platzt rein

David: Alles was er sagt ist falsch! (lacht)

Chris: Genau und wo waren wir stehen geblieben? Stein & Eisen – Wut & Furcht. Im Prinzip bewegen sich alle Songs inhaltlich im Dreieck zwischen Wut, Furcht und Gewalt, das ist so ein Spannungsfeld, in dem wir uns als Band, aber auch die Leute in unserem Umfeld sich befinden und es ist jeden Tag eine neue Herausforderung sich darin zu platzieren, sich zu behaupten und sich nicht zu sehr von diesen Gefühlen vereinnahmen zu lassen.

Ihr habt auf dem neuen Album den Song „Watts 1965“, die Unruhen hatten ja grade ihren 50. Jahrestag. Warum bezieht ihr euch auf dieses historische Ereignis und hat das für euch auch aktuell-politische Bewandnis?

David: Als ich 13 war, hab ich den Film „Menace II Society“ das erste Mal gesehen und der fängt mit Bildern aus diesen Watts-Riots an und das war für mich unglaublich schlimm, dass ein Staat mit einer Armee gegen die eigenen Leute vorgeht, die nichts haben außer Wut und dem Willen mehr mitreden zu dürfen. Das war für mich so krass und das ist mir nie aus dem Kopf gegangen. Ich bin jetzt 34, und das hat mich 20 Jahre lang begleitet und dann hab ich den Song geschrieben, weil mir das sehr wichtig war, weil darüber irgendwie gar nicht mehr gesprochen wird. Dann fing es an, dass es so eine Relevanz bekommen hat, weil Ferguson passiert ist. Da war der Song aber schon lang fertig. Echt komisch, dass wir den Song schon haben und dann passiert erst was, dass mal darüber gesprochen wird. Bei „Frontex“ das gleiche, der ist lange bevor über Lampedusa gesprochen wurde, schon fertig gewesen und da ist es auch so, der kommt erst im Januar raus, wird aber nichts an seiner Aktualität verloren haben. Leider.

Ihr habt aber auch einen neuen Song auf dem Album, „Hannah Arendt“. Die war vor allem für ihre Zivilcourage bekannt und dass sie sich auch nicht hat reinreden lassen. Worauf wollt ihr damit hinweisen? Gibt es zu wenig Zivilcourage oder worauf genau?

David: Hannah Arendt war vor allem auch dafür bekannt, dass sie es geschafft hat über Dinge zu sprechen, über die es verdammt schwer war zu sprechen, nicht nur für ihre Zivilcourage. Sie hat sich als Jüdin mit dem Eichmann Prozess auseinandergesetzt auf eine Art und Weise, die für sie total leicht war, weil sie die Emotionen von der politischen Seite trennen konnte und das imponiert mir unheimlich. Das ganze gepaart damit, dass sie über unangenehme Dinge sprechen wollte, wenn niemand anders es wollte. Egal wie viel Gegenwind sie bekommen hat, so ist sie doch nie verbittert geworden und hat einfach ihr Ding durchgezogen.

Alternativ hätte der Song auch „Malcom X“ ,“Martin Luther King“ oder „Erich Fromm“ heißen können, aber er heißt halt „Hannah Arendt“, weil sie als Frau das gemacht hat, was auf zwei Ebenen großartig ist und als Mann eine Frau als Vorbild zu haben wirkt nochmal mehr, das ist kraftvoller. Klar ist Malcom X kein Vorbild, aber jemand den ich, für die Wandlungen, die er durchgemacht hat, bewundere. Was mich am meisten an Hannah bewegt hat, war ihre Durchsetzungsfähigkeit in intellektuellen Kreisen, der Gegenwind da ist ein ganz anderer als auf der Straße, wo du einfach nur wieder aufstehen musst um Respekt zu bekommen. Ich hoffe einfach dass mehr Leute den Namen in ihre Köpfe bekommen und Sachen von ihr lesen. Sei es „Vita Activa“ oder ihre Berichte vom Eichmann Prozess.

Meine Frage zu „Frontex“ hast du jetzt war größtenteils schon beantwortet, aber ihr habt die Flüchtlingskrise damals schon thematisiert. Dahingehend wollte ich fragen, ob ihr da schon davon ausgegangen seid, dass es solche Ausmaße annehmen wird. Anfangs waren es „nur“ Flüchtlinge aus Nordafrika, inzwischen ist es auch dieser Riesen-Flüchtlingsstrom aus Syrien.

David: Den Flüchtlingsweg übers Mittelmeer gibt es schon seit über 20 Jahren. Wir haben „Frontex“ geschrieben, weil keiner darüber gesprochen hat. Da sterben die ganze Zeit Menschen auf der Suche nach Sicherheit und einer besseren Lebenssituation. Egal aus welchem Grund, selbst wenn die Leute sich nur ein besseres Leben erhoffen, es muss nicht immer Krieg sein. Da muss einfach drüber gesprochen werden. Nachdem wir „Frontex“ fertig hatten, passierte die Lampedusa Geschichte und es wurde auf einmal darüber gesprochen, aber geändert hat es nichts. Bei den Liveshows sprechen wir das auch immer an, damit die Leute kapieren, dass das, was wir haben, nicht selbst erarbeitet haben. Zum Beispiel ist Nationalstolz auch eine absolut idiotische Sache, Stolz darauf zu sein nichts gemacht oder getan zu haben. Nationalstolz ist für mich völlig unverständlich und daraus resultieren dann auch diese Vergleiche „die sind nicht wie wir, die nehmen uns was weg“.

Wir versuchen den Leuten klar zu machen, dass wir auch deshalb in unserem Wohlstand leben, weil andere nichts haben. Andere haben zwar etwas, wollen aber den gleichen Teil vom Kuchen abhaben wie wir auch, warum sollten wir denen das verweigern, weil wir uns so an unsere Position gewöhnt haben?

Chris: Die Probleme und Ursachen, die da zu Grunde liegen sind auch schon Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte alt. Du kannst bis zur Kolonialisierung zurückschauen, nur gab es jetzt halt eine geografische Verschiebung und das ganze passiert auf einmal vor unserer Haustür. Die Leute kriegen total Angst, weil sie sich vorher nie für das Thema Afrika oder den Nahen Osten interessiert haben. Die Leute tun so „überrascht“, als wär es so das Neueste vom Neuen, als gäbe es das Problem erst seit sechs Monaten.

Was ich zum Beispiel immer nicht verstehe ist die Kritik: „Ihr seid Flüchtlinge, warum habt ihr Smartphones“.

Chris: Du findst immer irgendwas. Klar bei 1000 ist einer dabei, der irgendwann mal eine Straftat begangen hat, wenn du 1000 Deutsche nimmst ist es genau das gleiche. Was soll das denn, was ist das für ne Diskussionsgrundlage?
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David: Das sind halt Idioten.

Chris: Das ist total kleingeistig. Das ist das, was mich am meisten aufregt, du pickst dir dann irgendwas raus, egal was: Der hat kreisrunden Haarausfall, was ist wohl mit dem Typen nicht in Ordnung? Das ist so banal, und die Linkshänder, das sind die Schlimmsten unter den Flüchtlingen…

Als Gegenpart zu diesem Hass, dieser Intoleranz und der Diskriminierung habt ihr das Projekt „Weil wir viele sind“ mit vielen anderen Musikern und Bekannten von euch. Die Nachrichten zeigen auch immer wieder, dass solche Organisationen wirklich notwendig sind. Wie genau tut ihr was gegen die drei Dinge und wie kann man euch unterstützen?

Chris: Ich glaube als Außenstehender stellt man sich immer vor, dass da jetzt die fünf Leute von GWLT sitzen und sich überlegen, was sie machen könnten. Aber im Prinzip war es wie bei „Ohne Anfang Ohne Ende“, das ist alles schon da! Das sind Dinge die wir ansprechen wollen, weil sie uns jeden Tag wichtig sind. Und mit „Weil wir viele sind“ haben wir einfach eine Überschrift drüber gesetzt um die Aktivitäten, Statements, Aussagen und Themen unter ein Dach zu bekommen. Wenn man uns unterstützen will, einfach auf WeilWirVieleSind.org oder Facebook.com/weilwirvielesind vorbeischauen, da sieht man, worum es geht und am Anfang sollte man sich immer erstmal informieren, was da überhaupt passiert.

Dieses ganze „Weil wir viele sind“ ist größer als der ganze GWLT Kontext. Wir sind zwar schon involviert, letztendlich sind es wir, unser Umfeld und alle anderen Leute, die halt irgendwie was bewegen wollen, da kommts bestimmt in Zukunft noch zu total coolen Wechselwirkungen, da kann sich jeder proaktiv einbringen.

David: Viele Sachen machen wir eh schon, ob ich jetzt in der Jugendarbeit tätig bin oder ob Chris läuft. Wir machen jetzt auch im Februar ein Benefizseminar in der Hutton-Academy in München, das ist eine Kampfsportschule, bei dem die verschiedensten Kampfsporttrainer immer eine Stunde machen und der Erlös, geht dann an den Sohn von einem alten Trainingspartner von meinem Trainer, der todkrank ist und für den die letzten vier Jahre noch lebenswert gemacht werden sollen. Das ist sehr nah an uns dran, aber wir unterstützen auch Sachen wie Kiba, was weiter weg ist, was aber auch dieses Prinzip „Weil wir viele sind“ klar macht. Alle können kleine Beträge an jemanden spenden der ein Projekt hat und dadurch, dass es viele Leute machen, kommt dabei was von rum, deswegen hat das halt so gepasst.

Angenommen, einer von euch wäre Bundeskanzler: Was würdet ihr zuerst versuchen zu ändern?

Chris: In dem jetzt bestehenden politischen System, so wie bei uns Gesetze gemacht werden? Da brauch ich gar nicht erst antreten.

David: Ich wollt grad sagen.

Chris: Du musst ja nicht nur Bundeskanzler sein, du brauchst ja irgendwie eine Mehrheit im Parlament.

David: Da musst du auch erstmal hinkommen. Du musst dich irgendwie durch die Partei schleimen.

Chris: Richtig, du hast die Rivalität in deiner Partei, du brauchst die Unterstützung, musst lang genug gesagt haben, was die Leute hören wollen, das ist schwierig zu beantworten, muss ich sagen.

David: Also wenn es jemals dazu kommt, dann haben wir einiges falsch gemacht.

Chris: „Wenn ich König von Deutschland wär“ müsste es heißen. Wenn ich machen könnte, was ich wollte. Das klingt jetzt hart, das wird vielen Leuten auch nicht gefallen: Ich glaub ich würde Fußball verbieten. Als Sport verbieten, das wäre dann illegal. Ich glaube wirklich, dass Fußball eine von den Sachen ist, die uns gegeben werden, um ganz viel positive Energie in einen Kanal zu lenken, wo sie einfach nur verpufft.

David: Ich muss sagen Videospiele gehören da auch dazu.

Chris: Nein, bei Videospielen ist es so, da gibt es Themen und Themenwelten und beim Fußball ist es so, es wird ein unglaublicher Aufwand betrieben und erreicht unglaublich viele Leute, die dann unglaublich viel Zeit und Energie investieren. Wut, Freude, Tränen, Tätowierungen, Selbstmorde, das gesamte Programm, als würde es um was Wichtiges gehen – geht’s aber nicht.

David: Wie bei Videospielen. Ich mag beides nicht, das ist ein und dieselbe Welt.

Das kommt darauf an. Bei Videospielen lernst du aber noch was.

David: Du bist wahrscheinlich in der Materie drin, ich bin außenstehend und für mich ist es kein Unterschied ob jemand sein Leben nach Fußball ausrichtet und sagt:“Ich muss jetzt früher aus der Arbeit raus, weil am Abend Champions League ist.“ Das war für mich unbegreiflich. Oder die, die gestern wenig geschlafen haben mit der Erklärung: „Ja, wir hatten da so eine Mission.“ Ich weiß nicht mal wie all die Spiele heißen!

Chris: Ich glaube auch ein Verbot würde gar nicht funktionieren, weil einfach zu viele dagegen wären. Wenn Fußball nicht existieren würde, das wäre cool. Diesen vielen Energien, die da reingesteckt werden könnte man für verdammt viele Sachen nutzen. Wenn wir stricken würden, dann hätte jeder dicke Socken!

David: Ich denke der Ansatz muss genau andersrum sein. Du musst Alternativen von kleinauf bieten, du musst zeigen, dass es etwas Positives ist etwas zu erschaffen. Genau das was im jetzigen Erziehungssystem fehlt, dass du nicht gelobt wirst, wenn du etwas erschaffst oder dass du gefordert wirst, sondern nur dann, nur wenn du erfüllst, was gefordert ist.

Chris: Das wäre ein konkreter Ansatz. Was haben viele Jugendliche auf dem Land? Du gehst in einen Fußballverein oder du säufst. Und das sind die zwei Möglichkeiten. Wenn da Sockenstricken mal bildlich für irgendwas erschaffen stehen würde, man das auch proaktiv fördern würde. Wie man das umsetzen könnte, soweit hab ich gar nicht gedacht, aber das geht in die richtige Richtung.

Chris, die läufst ja auch viel. Wie bist du dazu gekommen und was pusht dich immer weiter zu machen?

Chris: Das war ein totaler Zufall. Björn, ein Kumpel von mir, der hat früher bei „Black Friday ’29“ gesungen, den wir auf dem Splash getroffen haben, als wir da waren hat da erzählt, dass er morgens eine Runde um den See gelaufen ist und dass das wirklich scheiße war. Und das hat es für mich auf einmal so greifbar gemacht, weil ich als totaler Nichtsportler immer der Meinung war, man bräuchte ein krasses Mindset, wenn du Sport machen willst, du musst es jeden Tag zelebrieren und es ist jeden Tag wie acht Orgasmen in Folge, wenn du deinen Sport ausüben darfst. Dann war da dieser Typ, der jeden Tag Sport macht, der topfit ist und sagt, dass es heute eben scheiße war. Dann war es für mich auf einmal greifbar.

Ein anderer Kumpel, Christian aus München, hat mich mal gefragt, warum ich keinen Sport mache oder warum ich so wenig aktiv bin. Dann hab ich ihm meinen Ausredenkatalog aufgetischt, ich hätte viel zu tun, mein Job hier, das Management da und irgendwann dann hab ich mich selbst so blöd dabei gefühlt so viele Sachen aufzuzählen. In dem Moment in dem du das Ganze dann bewusst umsetzt und deine Prioritäten ein bisschen ummodellierst, können auf einmal ganz andere Sachen in deinem Leben stattfinden. Dann hat mich der Ehrgeiz gepackt, und ich wollte mal so tun als wäre Laufen das Wichtigste auf der Liste. Nach der Arbeit wird nicht gegessen und auch nicht die Katze gefüttert, dann wird halt einfach gelaufen. Das hab ich getestet und es hat echt krass gut funktioniert. Die anderen Sachen gingen auch, die sind, obwohl sie nach hinten gerutscht sind, nicht hinten runtergefallen Aber ich bin dabei geblieben und jetzt ist es tatsächlich schon so ein bisschen mehr als ein Hobby.

Und bei dir David, du machst ja Brazilian Jui Jutsu, und ich hab auch gesehen, dass du seit Anfang der Woche glaub ich den blauen Gürtel hast. Was fasziniert dich so an dem Kampfsport und wie bist du dazu gekommen?

David: Ich bin mit Kampfsport groß geworden, hab unter allen möglichen Stile meinen gesucht und nicht gefunden und beim BJJ bin ich dann richtig hängen geblieben, weil das ist wie ich. Du verstehst es erst nicht, aber es funktioniert. Es ist ja ein ständiges Lernen. Diese MMA-Geschichte, UFC usw., fand ich immer scheiße. Die können nichts, können nicht Boxen und irgendwann rutschen die einfach aufeinander rum. Beim BJJ ist das ähnlich, als Außenstehender versteht man es einfach nicht. Man rutscht aufeinander rum und wenn man es einfach ausprobiert, passiert bei einem so viel.

Bei mir sind Dinge aus meiner Kindheit hochgekommen, also vom Raufen und auch Panik und Angstgefühle, wenn dich jemand in so einem Griff hält, aus dem du nicht rauskommst. Wenn da einer 20 Kilo schwerer ist als du, da bekommst du tatsächlich Panik. Die Möglichkeit abzuklopfen im Training, weil du ja miteinander trainierst, nicht gegeneinander, und dann ist alles vorbei hat für mich psychisch so viel verändert, da ich mich in eine krasse Situation begeben kann ohne Leid davon zu tragen und sie dann beenden kann, wenn ich nicht mehr kann.

Man findet sich da drin, ähnlich wie es Chris beim Laufen getan hat. Ich muss mich nie überwinden ins Training zu gehen, damit mir das gut tut. Klar gibt es manchmal Scheiß-Tage, aber es ist echt Wahnsinn. Ich finde, jeder Mann, vor allem Männer, weil Männer halt sehr stur, sehr egogetrieben sind, würde es gut tun Brazilian Jui-Jutsu einmal auszuprobieren. Selbst wenn jemand schwächer ist als du kannst du ihm nicht wie beim Thaiboxen o.Ä. einfach Schaden zufügen. Beim BJJ ist das sehr viel schwerer. In meiner ersten Stunde, hat ein 71 Kilo Typ mit mir gemacht, was er wollte und ich hab da 113 Kilo gewogen. Der hat 71 Kilo gewogen, und mit mit gemacht, was er wollte!

Wie kriegt ihr eure normalen Jobs und die Musik unter einen Hut

Der Trick ist ganz einfach: Wenn du Dinge tust die du liebst, dann priorisiert sich dein Leben ganz von alleine. Klar, jeder muss irgendwie Miete zahlen und Freundin/Familie steht über allem, aber die viele restliche Zeit kann man entweder als Spielball von irgendwelchen unwichtigen Mini-Tasks verbringen oder sich überlegen was einem im Leben am meisten bedeutet und den Fokus knallhart darauf legen.

Linkin Park oder Limp Bizkit
Linkin Park. Schreiben bessere Songs.

Schlager oder Techno
Schlager. Eine Welt die mich fasziniert, auch wenn ich mit Brechreiz kämpfen muss.

Merkel oder Obama
Obama. In der Schule hätte man gesagt „Er war stets bemüht…“

Laufen oder Radfahren
Laufen. Immer und überall.

Dr. Dre oder MCA
Dr. Dre. Spätestens seit dem Compton Soundtrack.

Donald Trump
Vollkommen außer Kontrolle.

Adam Sandler
Nicht witzig.

München
Großes, liebenswertes Dorf.

Köln
Schöner Stadt-Marathon.

Musik
Kann man so und so verstehen.

Sport
„Lift my Mind my Body my Soul“ (Strife)

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