Interview mit Novelists

Interview mit Novelists

Novelists veröffentlichen am 8. September ihr neues Album „Noir“ via Arising Empire Records. Bassist Nicolas Delestrade verrät im Interview Details zum lyrischen Konzept der Platte, gibt Tipps für Newcomer-Bands und berichtet vom Alltag der französischen Progressive-Metalcore-Band.

„Noir“ ist ein Konzept-Album. Kannst du mir sagen, was für eine Geschichte sich hinter den Texten verbirgt?

Wir hatten eine ziemlich genaue Vorstellung davon, wie das zweite Album sein sollte: Unterteilt in vier Kapitel, jedes davon verkörpert eine unterschiedliche Atmosphäre und einen anderen Sound. Das Hauptthema ist das Versinken in emotionaler Dunkelheit, jedes Kapitel steht dabei für eine andere Phase: Die Traurigkeit, der Zorn, das Akzeptieren und zuletzt der Wiederaufbau.

Wie ist die Verbindung von Cover-Artwork und textlichem Konzept zu verstehen?

Der Weg in die Depression wird durch einen Tagesablauf symbolisiert. Die Abenddämmerung steht für die Traurigkeit, die Nacht für den Zorn bzw. die Wut, das Morgengrauen für die Akzeptanz und das neue Tageslicht für den Neuanfang.

Wie seit ihr darauf gekommen, dass Album in vier Kapitel zu untergliedern?

Flo hat mehrere Jahre klassische Musik studiert. Er hatte die Idee unsere Songs ähnlich zu strukturieren und jeweils drei Tracks zu einem zusammenhängenden Stück Musik zu verbinden.

youtu.be/OgSmY4DCSCM

Ihr nutzt zum ersten Mal französische Worte als Songtitel. Was hat euch dazu bewogen dieses Mal nicht nur englische Songtitel zu nutzen?

Wir sind stolz auf unsere Identität und mögen es hier und da kleine Andeutung zu machen. Zudem ist die französische Sprache sehr poetisch, was unserer Meinung nach ebenfalls gut zum Album gepasst hat.

„Noir“ ist euer zweites Album. Was waren die größten Unterschiede im Schreib- und Recordingprozess, verglichen mit dem Debüt-Album?

Der einzige wirkliche Unterschied bestand darin, dass wir von Beginn an die Aufteilung in vier Kapitel geplant hatten. Alles andere lief wie immer – jedoch quälender und länger als sonst (lacht).

Wie schwierig ist es Alltag und Musikkarriere unter einen Hut zu bekommen?

Sehr schwierig, insbesondere wenn du – wie wir – an einem Punkt bist an dem wir kein Geld mit der Band verdienen. Fast alle von uns arbeiten anderweitig um über die Runden zu kommen. Du arbeitest quasi 60 Stunden die Woche, bekommst aber nur die Hälfte bezahlt. Aber mal ehrlich, niemand macht diese Musik mit der Erwartung das große Geld zu verdienen.

Erinnerst du dich daran als du das erste Mal Rock bzw. alternative Musik gehört hast? Würdest du sagen, dass dich dieser Moment verändert hat oder – falls nicht – was hat dich so an dieser Musik fasziniert, dass du in einer Band spielen wolltest?

Ich weiß, es ist kein truer Metal aber der erste Song, der mich mit Rock-Musik in Verbindung gebracht hat war „Please Take Me Home“ von Blink 182. Ich war damals 11 Jahre alt und dieser Song und eigentlich alle Alben von ihnen haben alles für mich verändert. Die Band, die mich dazu gebracht hat selbst Musik zu machen war As I Lay Dying, insbesondere das Album „Through Struggle“! Ich kann mich gut daran erinnern, wie ich es mit 15,16 rauf und runter gehört habe.

Hast du irgendwelche Tipps für junge Bands, die eine Musikkarriere verfolgen möchten?

Gebt niemals auf und erwartet von Niemandem etwas, außer euch selbst. Außerdem: Mach es nicht um Geld zu verdienen, sondern um die Welt zu sehen und die Musik mit Freunden zu spielen, die man wirklich liebt. Falls ihr dann groß rauskommt ist das großartig – und falls nicht, auch nicht schlimm!

Autor Jannik Holdt
Wohnort Mönchengladbach
Beruf Student
Dabei seit 2008
Deine Aufgabe bei Stageload Fotos, Präsentationen, Gewinnspiele
Top-Alben Have Heart - The Things We Carry / The Chariot - Long Live / Rise Against - Siren Song Of The Counter Culture / Another Breath - Mill City
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