Interview mit The Gaslight Anthem

Interview mit The Gaslight Anthem

Nach oben – für The Gaslight Anthem ging es immer nur bergauf. Dieses Bild ist ebenso omnipräsent wie falsch. Und nicht erst Brian Fallons Scheidung hat ihm erste Risse beigebracht – um ein Haar wären The Gaslight Anthem Anfang 2013 Geschichte gewesen! Doch ist es soweit nicht gekommen. Umso besser: Sie sind zurück mit neuem Album und neuem Sound; „Get Hurt“ kommt einem Befreiungsschlag gleich. Die Geister der Vergangenheit sind besiegt! Drummer Benny Horowitz blickt zurück auf diese Zeit, erklärt den neuen Sound der Band und philosophiert darüber, warum gute Musiker immer ein bisschen bekloppt sind:

Vier von fünf Reviews werden „Get Hurt“ hassen, hat euer Sänger Brian Fallon im Sommer prophezeit. Mittlerweile haben wir Mitte November, ihr hattet also genug Zeit zum Lesen – hat er Recht gehabt?
Vier von fünf ist auf jeden Fall übertrieben (lacht). Aber wir haben schon erwartet, dass viele Leute das Album nicht mögen, einfach weil wir uns verändern und neue Dinge ausprobieren wollten. Da sind naturgemäß einige nicht mit an Bord. Doch das Letzte was wir erreichen wollten war, dass die Leute „Get Hurt“ hören, sich denken „Ja, ist ganz nett“ und es nach einer Weile wieder vergessen. Das wollten wir unbedingt verhindern. Mir ist es lieber, jemand hasst das Album und nimmt sich die Zeit herauszufinden, warum er es eigentlich hasst, als wenn es jemand nach dem Motto, „ist halt ´ne neue Gaslight-Platte“, einfach abhakt. Auf der anderen Seite glaube ich auch, dass Leute, die das Album mögen, es gerade deshalb vielleicht sogar noch mehr mögen. Es geht glaube ich im Kern schlicht darum, ein paar Risiken einzugehen. Vier aus fünf ist aber wirklich zu viel.

Mit „Stay Vicious“ als Opener habt ihr vielen dann auch gleich einen harten Brocken aufgetischt. Warum musste es zu Anfang dieser Song sein?
Wenn du ein Album machst, dass merklich anders sein soll als seine Vorgänger, willst du ja mit dem ersten Song nicht auf Nummer sicher gehen! Wer „Get Hurt“ auflegt, soll sofort denken, hey, das ist ja was ganz Anderes. So was hab’ ich die ja noch nie machen gehört. Das ist der Sinn der Sache. Alles auf diesem Album sollte eine Veränderung für uns darstellen, eine völlig natürliche Veränderung. Wir wollten nicht völlig aus dem, was wir vorher gemacht hatten ausbrechen. Das Ganze sollte ausgewogen von statten gehen. Nicht dass am Ende ein Album a la „Achtung Baby“ (U2) raus gekommen wäre. So bunt wollten wir es dann doch nicht treiben (lacht).

Hattet ihr schon länger im Sinn auch mal härtere Riffs wie in „Stay Vicious“ auszuprobieren oder kam die Idee erst im Laufe der Arbeit an „Get Hurt“ auf?
Bei uns ist das immer ein Lernprozess. Wir haben auf den anderen Alben Songs gemacht, die uns letztlich das Handwerkszeug für einen Song wie „Stay Vicious“ erst gegeben haben. Das Besondere an ihm ist: Er besteht eigentlich aus zwei Songs, die in einen gepackt wurden – und da wird’s dann eben komplizierter. Ich glaube „Too Much Blood“ war für uns die Initialzündung auch mal mit solchen härteren Riffs rum zu probieren. Neue Songs sind letzten Endes immer irgendwie Fortsetzungen von welchen, die du schon geschrieben hast.

„Handwritten war euer erstes Album, auf dem ihr versucht habt, verschiedene Stile und Genres zu kombinieren. Im Nachhinein habt ihr es als das Album bezeichnet auf dem ihr zum ersten Mal geklungen habt, wie ihr es euch immer vorgestellt hattet. „Get Hurt“ treibt diesen Ansatz noch mal deutlich weiter; welche Bedeutung für eure Entwicklung als Band stellt es damit nun dar?
Schaut man sich den Werdegang von uns an, hat das Meiste so Sinn gemacht, glaube ich. Und nachdem wir es geschafft hatten, bis dahin vier Platten aufzunehmen, hat „Handwritten“ wohl diesen Stellenwert für uns. Es hat uns denke ich auch das Selbstvertrauen gegeben, überhaupt erst andere Sachen auszuprobieren; direkter nach Vorne zu gehen oder uns im Gegenzug bewusst zurückzunehmen. Um „Get Hurt“ auf diese Weise einzuordnen, ist es im Moment aber wohl noch viel zu früh. Denn es wird vor allem ja auch davon abhängen, was als Nächstes folgt. Für ein vergleichbares Urteil müssen wir also Wohl oder Übel noch eine Weile warten. In einem Jahr kannst du mich dann noch mal fragen (lacht).

Für „Get Hurt“ habt ihr auch den Produzent gewechselt! Nachdem „Handwritten“ von Brendan O’ Brien (u.A.: The Killers oder Bruce Springsteen) produziert wurde, habt ihr euch diesmal für Mike Crossey (u.A.: Foals oder Arctic Monkeys) entschieden. Was war der Grund hierfür?
Vom Ansatz her der gleiche wie auch für alle anderen Veränderungen, die wir uns für „Get Hurt“ vorgenommen hatten. Brendan macht grandiose pompös klingende Rock-Platten. Die sind sein Steckenpferd und er macht sie schon eine gefühlte Ewigkeit. Er ist einer, wenn nicht der beste, in diesem Metier. Willst du so ein Album, wie wir damals mit „Handwritten, wendest du dich an ihn! Aber als wir anfingen darüber nachzudenken, diesmal einen anderen Weg zu gehen, waren wir uns schnell einig, dass wir auch einen anderen Produzenten dafür wollten. Jemand, der ein Faible für’s Rumexperimentieren hat, der einfach ein bisschen rumspielt, Ideen ausprobiert, Klänge zusammenbastelt und sich bei all dem wohlfühlt.

Der Großteil der Parts, die zum Beispiel irgendwie künstlich oder nach Synthies klingen, sind einfach vier, fünf Gitarrenspuren übereinander gelegt. Wir hatten also auch diesmal bloß unsere üblichen Instrumente, nur wurden sie auf verschiedenste Weisen zusammenproduziert, um diese interessanten Klänge zu ergeben. Mike ist verdammt kreativ was das angeht. Außerdem ist er auch deutlich jünger als Brendan und was den Erfolg angeht, eher auf unserem Level. Das macht es leichter im Studio die Balance zu finden und mit Ideen einfach mal wild rum zu werfen.

„Get Hurt“ macht keinen Hehl daraus, dass sein großes Thema Brians Scheidung ist. Wie hast du persönlich ihn zu dieser Zeit erlebt, besonders während der Arbeit am Album an sich? Was ist das für ein Gefühl, wenn man weiß, dass da einer ist, der gerade eine furchtbare Zeit durchlebt und alles aus dieser in euer neues Album packt, um irgendwie mit der Situation umgehen zu können?
Vor allem ist das eine Situation wo du und ein Freund von dir eine harte Zeit durchstehen müssen. Da kommt es erst mal nicht so sehr auf die Band an. Aus meiner Sicht habe ich einfach versucht, der zu sein, der ich immer war. Aber es ist schwer über all das zu sprechen, weil es einfach so eine extrem persönliche Sache auch für uns als Band ist, wenn ein guter Freund in seinem Leben so etwas durchstehen muss.

Ich glaube Brian war überrascht wie sich viele Dinge entwickelt haben. Weißt du, wenn man an einem Album arbeitet, heißt das immer mit mindestens vier, meistens aber sechs oder sieben Leuten für einige Monate permanent in einem Raum aufeinander zu hocken. Nicht zu vergessen die gut sechs Monate davor, um alles in die Wege zu leiten. Jede Kleinigkeit kann da die Stimmung im Raum schlagartig verändern.

Es ist eines der interessantesten Dinge am Musik machen, zu sehen wie alles, was in deinem Leben und das deiner Kollegen passiert, sich auf seine ganz eigene Art zeigt. Wir haben in all den Jahren als Band schon so vieles gesehen und durch gestanden. Und vieles was Brian in der letzten Zeit erlebt hat, ist so in die Songs eingeflossen. Das ist offensichtlich, wenn man genau hinhört. Da sind keine komplizierten Metaphern. Du hörst genau das, was damals vorgefallen ist und was Brian versucht zu verarbeiten. Es war einzig & allein seine Entscheidung mit „Get Hurt“ in die Welt herauszutreten und den Leuten zu sagen: „Das ist vorgefallen in meinem Leben.“ Es war eine harte Zeit damals und ich glaube wirklich er brauchte das Album um sie durchzustehen, genau so wie wir es als Band gebraucht haben. Letzten Endes hat es also perfekt gepasst.

Gut zu hören! Aber du sagtest es bereits: Ihr habt als Band schon eine Menge durchgemacht und wie Brian in einem Interview mit Red Bull gesagt hat, standet ihr letztes Jahr im März nach einem Konzert in London kurz davor euch aufzulösen! Was ging damals in euch vor, dass ihr dies tatsächlich in Erwägung gezogen habt?
Das war mehr Brians persönliche Interpretation davon, dass wir eine komplizierte Phase hatten. Aber tatsächlich waren wir als Band an einem interessanten Punkt angelangt in diesen Tagen. Viele verschiedene Leute hatten persönliche Angelegenheiten zu klären, was dazu geführt hat, dass sich der soziale Aspekt der Band gewandelt hat und mit diesem auch unsere Herangehensweise an die Musik.

Die Sache ist die: Als Band durchlebst du Alben-Zyklen, Tour-Zyklen; immer und immer wieder – es ist leicht sich in diesem Takt selbst zu verlieren. Alles dreht sich kontinuierlich weiter und du denkst dir plötzlich: Was mache ich hier eigentlich gerade? Was passiert hier eigentlich um mich herum? Was machen wir als Band? Was zur Hölle treibt dieser Typ da? Unaufhörlich prasselt irgendwas auf dich ein, da verlierst du schnell mal die Kontrolle. Sechs Jahre lang waren wir im wahrsten Sinne des Wortes einfach vier Typen in einem Van, völlig auf uns alleine gestellt. Und dann entwickelt sich das alles, sodass du auf einmal ein eigenes Management-Team hast, Anwälte, Booking-Agents, Verleger. Unterschiedliche Labels, in jedem Land ein eigenes Marketing- und PR-Team; wir touren mittlerweile mit sieben Leuten, die nur für uns arbeiten. All diese Leute verlassen sich auf dich! Und es ist einfach genial sie alle um dich zu haben, weil es bedeutet, dass so viele Leute sich nur um deine Band und deine Musik kümmern. Aber zu jeder Zeit die Hand über dem Ganzen zu haben, damit du die Richtung vorgibst und dich dieser Apparat nicht vor sich hertreibt – das ist wirklich verdammt hart! Und es hat eine Weile gebraucht einfach mal runter zu kommen und sich klarzumachen, „was spielt sich hier eigentlich gerade für ein Film ab?“, verstehst du?

Das alles hat da mit hereingespielt. Wir hatten eine Menge Druck damals und nicht diesen klaren Weg und Sinn vor Augen wie in der Vergangenheit. Dabei waren wir immer diese Band! Ich erinnere mich gut daran wie ich mit Brian darüber immer wieder gesprochen habe; noch bevor wir überhaupt erfolgreich waren. Wir waren uns stets einig, sollten wir irgendwann nichts mehr zu sagen haben und einfach nur noch unser Ding durchziehen, weil es eben sein muss – wir würden sofort Schluss machen! Wir wollen auf keinen Fall etwas ruinieren, was uns allen so viel bedeutet wie diese Band. Ich denke, in dieser Phase wurde uns das einmal mehr bewusst und es hat eine Weile gebraucht, zu reflektieren und grundsätzlich über unseren Werdegang zu reden. Wir haben damals eingesehen, dass es nötig ist, wieder etwas aktiver in die Mechanismen rund um die Band einzugreifen. Jeder hat seine Anweisungen von uns zu bekommen, das ist ungemein wichtig. Du musst immer die Kontrolle über deine Band bewahren!

Mit „Have Mercy“ habt ihr auch diesmal einen Song geschrieben, den ihr live rauf und runter spielt, der aber etwa in Deutschland auf keiner Version von „Get Hurt“ zu finden ist. (Korrektur: „Have Mercy“ ist auch in Deutschland Itunes-exklusiv verfügbar!) Was war der Grund ihn nicht konsequent überall raufzupacken?
Er ist nicht verfügbar hier?

Naja, via Youtube etc…
Aber er ist nicht auf der Bonus-Variante?

Nein, die endet mit „Halloween“.
Oh, das höre ich zum ersten Mal. Ich mag „Have Mercy“ sehr gerne, das ist wirklich blöd (lacht).

Ich auch! Vor allem habe ich aber das Gefühl, dass er mit seiner befreienden Stimmung der perfekte Closer für „Get Hurt“ gewesen wäre, da es im Kern ja (wenig überraschend) äußerst düster ist.
Um es zum Ende hin ein bisschen aufzulockern oder um gewissermaßen den Kreis zu schließen?

Um den Kreis zu schließen! Als finales Statement von Brian, dass er mit seiner Vergangenheit abgeschlossen hat und bereit ist sie zurück zu lassen.

Das trifft’s gut. Es ist zwar jetzt zu spät (lacht), aber es ist wahr, das wäre wohl das perfekte Ende gewesen. Aber in unseren Köpfen sollte das Album immer folgendermaßen aussehen: Den Einstieg macht „Stay Vicious“ und Nummer fünf, „Helter Skeleton, beschließt dann die erste Seite. „Underneath The Ground“ macht den Anfang auf der zweiten und für den krönenden Abschluss sorgt „Dark Places“, als einer dieser großen, mächtigen Songs. Die Sache mit den Bonussongs ist für uns immer total verwirrend, da das Album in so vielen verschiedenen Varianten rauskommt. Für uns waren „Mama’s Boys“, „Halloween“, „Have Mercy“ und „Sweet Morphine“ jedenfalls alles B-Seiten. „Have Mercy“ hatten wir noch in Nashville im Studio aufgenommen, während wir die anderen drei mit Heim genommen und in New York live eingespielt haben. Im Falle von „Halloween war’s auch mal Zeit. Mit dem Song schlagen wir uns schon so lange rum, ohne ihn richtig aufgenommen zu haben.

Es ist ja ein kein Geheimnis, dass ihr riesige Pink Floyd-Fans seid. Deren Drummer, Nick Mason, hat kürzlich in der deutschen Wochenzeitung „Die Zeit“ ein interessantes Interview gegeben, wo er unter anderem sagte: „Langweilige Leute machen schlechte Musik“. Für ihn brauche eine Band immer ein gewisses Maß an Spannung und Drama. Wie denkst du darüber?

Er hat vollkommen Recht! Wobei ich nicht unbedingt sagen würde, dass langweilige Leute schlechte Musik machen. Sie machen eher sichere, risikolose und wahrscheinlich fröhliche Musik. Weil sie zufrieden sind. Sie sind glücklich und kommen wunderbar miteinander aus – und natürlich ist das nichts Schlechtes! Aber ich glaube in einer guten Band braucht es ein gewisses Maß an individueller Durchgedrehtheit, denn im Kern ist es das, was Kreativität ausmacht. Dieses krude künstlerische Gespür in vielen Musikern macht sie teilweise zu merkwürdigen Gestalten, mit denen man nicht gerade einfach klar kommt, aber sie haben in der Regel ein wahnsinnig gutes Gespür für neue Ideen! Sie verstehen Kunst und Musik auf ihre ganz eigene und höchst interessante Weise – das braucht eine Band.

Noch dringender und auch mehr als etwa Spannung oder Drama, braucht eine Band allerdings Push & Pull. Hast du einen Typen, der alles bestimmt und drei andere, die nur nach seiner Pfeife tanzen, dann ist es die Band von diesem einen Kerl. Es gibt keine Kontrollmechanismen, keine Diskussion…

Keine kreative Zerstörung?

Ganz genau! Jeder muss irgendwann mal gesagt bekommen, dass eine Idee Mist ist. Nicht jede Idee ist automatisch eine gute. Aber nur wenn du das schonungslos gesagt bekommst, hast du daraufhin vielleicht eine bessere. Also ja, er hat absolut Recht damit bis zu einem gewissen Punkt. Denn alles muss auf eine respektvolle Art von statten gehen. Und da lerne ich permanent dazu, je älter wir werden. Du darfst dich nicht bekämpfen oder am Ende gar prügeln. Du kannst einen anderen auch nicht einfach einen Vollidioten nennen. Jeder muss sich anhören, was die anderen zu sagen haben, Ideen müssen einfach mal ausprobiert werden. Und trotzdem musst du auch immer dazu bereit sein zu sagen, was du gut oder schlecht findest und teilweise auch für eine Idee zu kämpfen. Es gibt eine sehr feine Balance für all das.

Leider konnte ja Alex Levine nicht mit auf Tour kommen. Wer ist der Gitarrist, der für ihn eingesprungen ist? Und warum musste Ian Perkins an seiner Statt den Bass übernehmen?

Ian ist nicht nur ein guter Gitarrist, sondern auch ein Top-Bassist und er kennt unsere Songs in & auswendig. Er ist ja schon so lang mit uns unterwegs. Da war es einfacher ihn gerade mal rüber zu schieben (lacht). Bass braucht es unbedingt. Seine Gitarre hat Brad Clifford übernommen, unser Gitarrentechniker, der eben auch richtig gut an der Gitarre ist. Er hat in einigen coolen US-Hardcorebands gespielt, Poison The Well zum Beispiel. In drei, vier Tagen hat er jetzt die gut 40 Songs gelernt und bei der zweiten oder dritten Show hatte er sie perfekt drauf. Er macht einen genialen Job wie alle um uns herum. Ab Manchester ist Alex aber wieder dabei.

Kommen wir langsam zum Ende: Nächstes Jahr feiert ihr euer zehnjähriges Jubiläum – schon irgendwelche Pläne?
Wir fangen gerade so langsam an darüber zu reden. Wir sind eine richtig miese Band was solche Sachen angeht (lacht). Ich hab eben erst mit einem aus unserer Crew darüber gesprochen: In unseren ersten fünf Bandjahren hat niemand Fotos gemacht, niemand einen Blog geschrieben oder so was, wir haben einfach unser Ding gemacht. Dementsprechend haben wir uns jetzt auch noch keine großen Gedanken gemacht. Aber ich fände es cool, vielleicht ein paar Shows zu machen, auf denen wir nur die alten Sachen spielen, was leicht umzusetzen wäre; wir spielen ja immer noch viele auf Tour. Pläne gibt’s aber bis jetzt keine. Es ist einfach super cool, dass wir bald zehn Jahre lang mit der gleichen Besetzung unterwegs sind. Das ist eine schöne Auszeichnung. Ich bin richtig stolz auf uns (lacht).

Aber habt ihr schon Ideen für die nächste Platte? Ihr sagt ja immer, keine Platte soll klingen wie die vorherige – was kommt also als Nächstes?

Da ist eigentlich noch nicht viel passiert, was überraschend ist, weil wir normalerweise um diese Zeit schon wieder rum rennen und uns nach dem Motto „Hey, lass mal dies oder jenes probieren“ mit Ideen zuschütten. Im Moment liegt der Fokus aber einfach mal auf dem Touren und vor allem lernen wir immer noch dazu wie wir die neuen Songs live so richtig cool rüberbringen können. Da war noch nicht viel Zeit für neue Songideen – aber die Zeit wird kommen!

Sehr gut, also peilt ihr bereits die nächsten zehn, fünfzehn Jahre an? 25 Jahre The Gaslight Anthem – das wäre doch mal eine Hausnummer oder!

Bis dahin würde ich 50 sein. Ich weiß nicht ob ich da überhaupt noch „Sink Or Swim“-Songs spielen könnte (lacht).

Fotos: Benjamin Fischer (Header), Thomas Eger, Jannik Holdt

Unser Review zu „Get Hurt“, dem neuen Album von The Gaslight Anthem findet ihr hier: www.stageload.org/reviews/the-gaslight-anthem-get-hurt

Autor Benjamin Fischer
Wohnort Frankfurt
Beruf Journalist
Dabei seit Juni 2010
Deine Aufgabe bei Stageload Reviews, Koordination Interviews, Redigat
Top-Alben The Gaslight Anthem - The '59 Sound / The National - High Violet & Trouble Will Find Me / Bon Iver - Bon Iver
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