Astpai – True Capacity

Band Astpai
Musikrichtung Punkrock
Redaktion
Lesermeinung
5

„Zu realisieren, dass man glücklich genug war, sein halbes Leben damit zu verbringen, an den Dingen zu arbeiten, die man am Meisten liebt, ist ein ziemlich überwältigendes Gefühl.“

So lässt Astpai-Sänger Zock die bisherigen 17 Jahre Bandgeschichte durchs Raster laufen. Ja, seit ihrer Gründung 2001 hat der Vierer aus der Wiener Neustadt schon so einiges erreicht. Neben fünf Alben und vielen EPs stehen auch über 800 Konzerte und Touren mit Genre-Größen wie A Wilhelm Scream, The Flatliners oder Only Crime in der Vita.

„True Capacity“ heißt jetzt das sechste Album und in zehn Einheiten lernen wir, warum die Jungs so lange schon spielen und warum sie nach wie vor so gefragt sind. Ihre Mischung aus schnellem Punk, gediegenem Rock und teilweise emotionalen Teilen zündet einfach.

Den Start macht eine schnelle Nummer mit dem Titel „Rotten Bait“, auf das ein sehr ruhiges „Lottery“ folgt – und der Hörer hat schon nach zwei Songs gelernt, was ihn bei Astpai erwartet. Aber das haben die Österreicher schon immer gut verstanden und langweilig wurde es bislang trotzdem nicht. Mit „Best Years“ folgt dann die erste Videoauskopplung, im Midtempo gehalten, schön melodisch und darüber die etwas raue Stimme von Zock – das geht ins Ohr.

Über die gefälligen „Falling Trees“,  „No Hero“ und „Feel Your Pain“ gelangt man zum Titeltrack des Albums, quasi dem Herzstück – und der lässt aufhorchen. Aggressiv brüllt Zock ins Mikro, das Hirn hat die volle Kapazität erreicht und nun ist die Gefahr da, sich selbst zu verlieren, alles zu verlieren.

„My mind has been at capacity for the longest time and true capacity can´t fit a healthy mind. This fear of losing. This fear of losing it. This fear of losing it for good.“

MIt „Saving Up“ wird es wieder gediegener, bis kurz vor Schluss der heimliche Hit wartet: „Wear And Tear“ ist ein catchy Pop-Punksong mit ordentlich Ohrwurmpotential. Den Abschluss des durchaus gelungenen Albums macht „Body Parts“. Und hier wird es noch einmal schnell, die Riffs klingen sogar fast etwas nach Skatepunk der alter Schule. Astpai zeigen auf „True Capacity“ abermals, warum sie schon lange auf dem Markt sind und im Konzert der Großen immer wieder auftauchen. Abwechslungsreich und mit charmanter Rauheit aufgenommen, hat ihr sechster Longplayer wirklich etwas zu bieten, ohne freilich den ganz großen Hit zu produzieren.

 

Autor Tobi van de Wildmannen
Wohnort Tacherting
Beruf Monteur (Mobilfunk)
Dabei seit September 2016
Deine Aufgabe bei Stageload Reviews, Interviews, Berichte
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