At Half-Mast – Flight Patterns

At Half-Mast - Flight Patterns

At Half-Mast – Flight Patterns

At Half-Mast aus South Carolina sind in Europa schon längst kein unbeschriebenes Blatt mehr. Bereits im letzten Mai tourte die Band mit den deutschen Hardcore-Recken von Evenworse durch die Republik. Nach dem ersten Album mit dem Titel „Fathers And Sons“ aus dem Jahr 2008, welches eine intensive und emotionale Mischung aus klassischen und modernen Elementen präsentierte, folgt nun über Panic Records (Another Breath, The Effort) eine neue Seven Inch mit dem Titel „Flight Patterns“.


Diese neue Scheibe soll den Fans der Band die Zeit auf das wahrscheinlich Ende das Jahres erscheinende, zweite Album verkürzen. Aber kann eine EP mit einer Länge von gerade mal knapp 11 Minuten einen so großen Zeitraum überbrücken? Das Zeug dazu, dass haben At Half-Mast auf jeden Fall. Der erste Song auf „Flight Patterns“ heißt „Provocateur“ und tischt dem Hörer anfangs noch instrumentale und sanfte Kost auf, aber schon noch einer Minute gehen At Half-Mast ans Werk, wie man es von ihnen kennt: Emotionaler Gesang gepaart mit äußerst melodischer Gitarrenarbeit und zwischen durch sogar cleane Vocals im Hintergrund. Das Ganze zieht sich auf fast fünf Minuten und bietet dabei reichlich Abwechslung, so schraubt sich die leicht depressive Stimmung des Songs bis zum Ende immer weiter nach Oben. „The Poet Me“ gleicht von der Struktur sehr seinem Vorgänger und beginnt mit einem sanften Intro, auch der cleane Backgroundgesang ist wieder mit von der Partie. Nur von der Geschwindigkeit setzen At Half-Mast noch einen drauf. Auch das Abschließende „Scale Have Fallen From My Eyes“ geht nach dem selben Schema vor, nur verzichtet man hier auf die cleanen Vocals und setzt raues, tiefes Geschrei an deren Stelle, was dem Song den nötigen Pfiff verleiht. Insgesamt ist „Flight Patterns“ eine mehr als solide Seven Inch geworden, die fast nahtlos an das ältere Material der Band anknüpft und sogar neue Elemente präsentiert. Zwar hätte der Spaß ruhig etwas länger ausfallen können, aber von einem Fehlschlag kann man hier nun wirklich nicht sprechen. At Half-Mast mögen zwar nicht den Bekanntheitsgrad von vergleichbaren Bands wie den Dead Swans oder More Than Life haben, können qualitativ mit diesen aber durchweg Schritt halten.

Autor Patrick Siegmann
Wohnort Göttingen
Beruf Doktorand
Dabei seit September 2009
Deine Aufgabe bei Stageload Koordination Reviews, News
Top-Alben Viel zu viele. "Songs To Scream At The Sun" von Have Heart ist aber definitiv eines von den Alben, die mich am meisten geprägt haben.
Die besten Konzerterlebnisse Auf jeden Fall vorne mit dabei: Have Heart, Shipwreck AD, Rise And Fall und AYS in der Roten Flora in Hamburg, Juli 2009

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