Aversions Crown – Xenocide

Album Xenocide
Musikrichtung Metalcore
Redaktion
Lesermeinung
6

Die unendlichen Weiten des Weltalls üben eine schwer zu überbietende Faszination aus. Besonders die Vorstellung, dass die Menschheit nicht alleine ist, dass irgendwo da draußen eine fremde Spezies ihr Dasein fristen könnte, fasziniert die einen und beunruhigt die anderen. Kein Wunder, dass Science-Fiction Filme regelmäßig für volle Kinokassen sorgen und die Vorstellung von außerirdischem Leben von Wissenschaftlern längst nicht mehr belächelt wird. Außerirdische Lebensformen haben es auch Aversions Crown angetan. Also widmet man sich auf „Xenocide“ mal wieder ganz dem Überweltlichen. Ein Überraschung ist das nicht: Unlängst hat man klargestellt, Aversions Crown werde sich immer um Aliens drehen.

Mit dieser Vorliebe sind die Brisbaner ganz und gar nicht alleine, längst hat sich sogar (wenn auch spaßeshalber) eine eigene Bezeichnung für Deathcore, der solche Themen aufgreift, eingeschlichen: Aliencore. Wer bei Xenocide jetzt billigen Science-Fiction Klamauk erwartet, liegt aber falsch: Die Herren haben ganz schön was vorzuweisen!

Aversions Crown präsentieren sich nämlich mit einem neuem Sänger, dessen Organ problemlos eine marsianische Invasion vertonen könnte. Mit einem beeindruckenden Stimmspektrum, das von tiefen, kaum artikulierten Growls, bis hin zu markerschütternden Screams reicht, setzt das neue Mitglied gleich zum Rundumschlag an. Die größten Krater in den Gehörgang reißt aber freilich das Drumming, das ein wahres Doublebass-Gewitter entfesselt.

Um die Zerstörung perfekt zu machen, lassen die Brisbraner obendrein tonnenschwere Breakdowns vom Himmel niederstürzen. Die Gitaristen gehen allerdings deutlich dezenter vor, als etwa die „Aliencore“-Experten Rings Of Saturn und werfen auch nicht mit knallbunten Riffs um sich. Für unterschwelligen Science-Fiction Flair reicht es dennoch.

Eine Freude ist „Xenocide“ so nicht nur für Alien-Liebhaber, die sich an der fortlaufenden Science-Fiction Story erfreuen können. Auch alle Deathcore Jünger, die auf kompromisslose Action stehen dürften hier ihren Spaß haben. Denn die bietet Aversions Crown nämlich zweifelsohne!

Niemand weiß, was uns erwartet, sollten wir je Bekanntschaft mit Außerirdischen machen. Eines ist aber klar: Wir sollten hoffen, dass unsere Begegnung nicht so finster ausfällt, wie Aversions Crown sie besingt.

Autor Joshua Claaßen
Wohnort Goch
Beruf Schüler
Dabei seit Oktober 2015
Deine Aufgabe bei Stageload Reviews
Top-Alben Ständig im Wandel, zu meinen Favoriten gehören aber auf jeden Fall: Stick To Your Guns - Diamond, Being As An Ocean - How We Both Wondrously Perish / Dear G-d, The Ghost Inside - Get What You Give, The Amity Affliction - Let The Ocean Take Me
Die besten Konzerterlebnisse Kann ich mich nicht festlegen, Stick To Your Guns und Being As An Ocean sind live aber immer ein absolutes Highlight!

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