Backtrack – Bad To My World

Band Backtrack
Musikrichtung Hardcore
Redaktion
Lesermeinung
6

New York City: Für den Hardcore liebenden Musikfan ist die Weltmetropole seit jeher ein Mekka für diese Stilrichtung. Um nur ein paar der legendären New Yorker HC Bands zu nennen, als da wären: Agnostic Front, Sick Of It All, Madball, Cro Mags, Biohazard, H2O, Gorilla Biskuits und Pro-Pain. Die Liste wäre ewig fortzuführen, aber es geht hier ja um eine andere Band aus New York und zwar Backtrack.

2008 gründete sich die Kombo in Long Island und seitdem gab es zwei Alben und ein paar Demos und EPs zu bestaunen. Jetzt sind sie drei Jahre nach „Lost In Life“ mit ihrem dritten Longplayer namens „Bad To My World“ zurück und es ist beachtlich, wie man in dieser Zeit „nur“ zehn Songs und 20 Minuten Spielzeit zusammenkratzen kann.

Mit dem im Midtempo gehaltenen „War“ startet die Platte und James Vitalo brüllt sich gleich einmal die Seele raus, ganz so wie man es kennt – und schätzt. Backtrack sind einmal mehr in ihrem Fahrwasser unterwegs. Es wechseln sich schnelle Songs und eher gemäßigte ab. Auf großartige Spezialeffekt verzichten die Herren und sogar der Einsatz von den genretypischen Gangshouts ist relativ knapp bemessen.

youtu.be/WDcl48YL8eo

Es ist schwierig hier einen oder zwei Songs raus zu picken und gesondert hervorzuheben. Backtrack klingen das ganze Album hindurch schlichtweg gleich gut. Und da die Songs im Groben alle gleich aufgebaut sind, ist auch kein besonderer Hit auszumachen. Auffällig ist allerdings, dass der Sound der Drums anders klingt als bei den Vorgängern. Die Snare ist dumpfer und die Base deutlicher zu hören. Das rundet den Sound besser ab und klingt etwas professioneller, als noch bei „Lost In Life“.

Backtrack machen weiterhin New Yorker-Hardcore ohne groß Gedöns und kommen damit absolut authentisch rüber. Man kann sich solche Alben zig mal anhören und hört sich eigentlich nicht satt. Das verdient Anerkennung. Die arg kurze Spieldauer freilich ist mehr als nur ein kleiner Wermutstropfen. Denn zehn Songs in exakt 20 Minuten haben manche Bands schon auf EPs gepackt und dafür nicht die üblichen 15 bis 20 Euro für so ein Album verlangt. Aber man kann die CD sicher auf Konzerten der Band günstiger erstehen. Und daher bleibt zu hoffen, dass die Herren demnächst auch bei uns auf Tour kommen.

Autor Tobi van de Wildmannen
Wohnort Tacherting
Beruf Monteur (Mobilfunk)
Dabei seit September 2016
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