Bane – Rome, 12:58 PM

Bane - Rome, 12:58 PM

Bane – Rome, 12:58 PM

Bane holen zum nächsten Schlag aus, nach dem im Oktober bereits die beiden Seven Inches „Dublin, 11:58 PM“ und „Boston, 6:58 PM“ veröffentlicht wurden, folgen nun mit „Rome 12:58 AM“ und „Los Angeles, 3:58 PM“ die nächsten kleinen Schmuckstücke aus der World Series einer der großartigsten Hardcore-Bands dieser Tage.


Die hier in Europa veröffentlichte Rome, 12:58 PM enthält drei brandneue Songs welche Bane im Sommer zusammen mit Jay Maas aufgenommen haben und wird wie schon die vorherige Scheibe über das nordirische Label Hurry Up! Records veröffentlicht. Der erste Song „Guiding Light“ ist ähnlich wie schon „The Bold And The Beautiful“ ein wahres Monstrum, ein Startschuss genau zwischen die Augen. Unglaublich treibende Rhythmen und Instrumente bahnen sich hier ihren Weg und hinterlassen nichts als pure Begeisterung beim Hörer. Dazu passend gibt Aaren Bedard dem Stück mit seiner markanten Stimme den besonderen Bane-Touch. „As The World Turns“ ist lyrisch ein kleines Meisterwerk und mehr braucht man dazu auch gar nicht sagen, einfach Play drücken und zuhören was Bane zu erzählen haben. Wie auch schon auf der vorherigen Seven Inch sind die Texte hier sehr persönlich und emotional gehalten, lassen aber genügend Freiraum damit man seine eigenen Interpretationen einbringen kann. Bane ist es wichtig das auch die Fans sich mit ihrer Musik identifizieren können und sie leben, so wie es die Band selber tut. „Another World“ ist inhaltlich ein Song über die Band selber, über die Szene aus der Bane kommen. Hier wird rausgelassen, was so manchem schon lange auf der Zunge liegt und die Zeile „I have always known that it’s the haters who blow the wind in our sails“ tut ihr Übriges. Auf dieser Platte wird scharf geschossen und das mit Erfolg, zwar ist nach knapp neun Minuten alle Munition verbraucht, aber die Wunden bleiben und sind tiefer denn je. Mit ihrer neuen Seven Inch haben Bane es wieder einmal geschafft das Vorherige erneut zu übertreffen und vor allem sich selbst. Es ist schon ein Kunstwerk mit beinahe jeder Veröffentlichung einen neuen Meilenstein zu schaffen, aber für Bane scheint dies fast selbstverständlich zu sein. Ich weiß nicht, was man von dieser Band noch erwarten darf, oder ob es überhaupt möglich ist Bane zu ersetzen, sollten sie sich irgendwann einmal auflösen. Eines weiß ich aber ganz sicher, Bane zelebrieren Hardcore in seiner reinen Form, kantig, emotional und immer auf das Herz und Hirn des Hörers ausgerichtet. Aus persönlicher Erfahrung weiß ich, das es da draußen viele Fans des guten Hardcore gibt, die sich mit Bane nicht anfreunden können, aber Hand auf’s Herz: Riskiert einen Blick, denn das was ihr geboten bekommt ist mit das Beste, was es in dieses Jahr, oder überhaupt in den letzten Jahren in dem Bereich zu hören gab. Also runter mit den Scheuklappen und ab dafür!

Autor Patrick Siegmann
Wohnort Göttingen
Beruf Doktorand
Dabei seit September 2009
Deine Aufgabe bei Stageload Koordination Reviews, News
Top-Alben Viel zu viele. "Songs To Scream At The Sun" von Have Heart ist aber definitiv eines von den Alben, die mich am meisten geprägt haben.
Die besten Konzerterlebnisse Auf jeden Fall vorne mit dabei: Have Heart, Shipwreck AD, Rise And Fall und AYS in der Roten Flora in Hamburg, Juli 2009

Hinterlasse einen Kommentar