Beach Fossils – Somersault

Album Somersault
Musikrichtung Pop, Indie, Indie
Redaktion
Lesermeinung
6

Es wird Sommer. Nach dem der Frühling mal wieder kurzerhand übersprungen wurde steigen die Temperaturen in den letzten Tagen kontinuierlich in Sphären, die nach Sonnenbrillen, kurzen Hosen und Abkühlung in jeglicher Form verlangen.

Den passenden Soundtrack für die nächsten Monate wollen die Beach Fossils mit ihrem neuen Album „Somersault“ liefern. Dass sie mit ihrem Surf- und Dream-Pop infizierten Indie-Rock dazu in der Lage sind, hat das New Yorker Trio in der Vergangenheit zur Genüge bewiesen. Mit „Somersault“ wird nun zum großen Schlag ausgeholt: Experimentierfreudig wie nie wird nicht nur ein ganzes Sammelsurium an zusätzlichen Instrumenten verbastelt, auch mit dem Temporegler treiben die Beach Fossils Schindluder: Ist „Down The Line“ beispielsweise ein astreiner Surf-Pop-Hit mit frickelnden Gitarren, wie es die momentan (zurecht) so hochgelobten DIIV kaum besser machen könnten, so finden auch merklich zurückgenommene Dream-Pop-Nummern wie „Closer Everywhere“ oder „Social Jetlag“ ihren Platz, die verträumt vor sich hertreiben. Immer wieder scheinen Piano und Bläser durch den Klangteppich, lassen kontinuierlich Raum zum verträumt herumtanzen, bevor das Tempo dann mal wieder sachte angezogen wird. Zuckersüße Riffs verbinden sich mit treibenden Basslines, brechen auf, treiben an. Den heißen Asphalt unter den Füßen, die Sonne vor Augen ist „Somersault“ die heiß erwartete wie wohl verdiente kühle Brise im Großstadtdschungel.

Die Beach Fossils haben sich im Vergleich zum recht einheitlichen Vorgänger „Clash The Truth“ merklich im Song-Writing gesteigert und mit „Somersault“ ihr abwechslungsreichstes und doch eingängigstes Werk veröffentlicht. Der Sommer in Brooklyn ist damit allemal gerettet, aber auch hierzulande dürfte das Album für einige schöne Sonnenstunden taugen.

Autor Sascha Schüler
Wohnort Wechselt
Beruf Nein
Dabei seit Juni 2010
Deine Aufgabe bei Stageload Reviews
Top-Alben Comadre - Comadre, DIIV - Oshin, Title Fight - Hyperview, Julien Baker - Sprained Ankle, La Bella - Ides
Die besten Konzerterlebnisse Iron Chic, Comadre, Julien Baker

Hinterlasse einen Kommentar