Beach Slang – A Loud Bash Of Teenage Feelings

Musikrichtung Punk
Redaktion
Lesermeinung
6

“The Things We Do To Find People Who Feel Like Us” ist nicht einmal ein Jahr alt, doch schon steht sein Nachfolger “A Loud Bash Of Teenage Feelings” vor der Tür. Obwohl auf Tour und somit in ständiger Gegenwart der “älteren” Songs entstanden, ist es aber bei weitem keine Kopie seines Vorgängers.

“A Loud Bash…” ist zwar noch immer dieser heisere, melodische Punkrock und klingt dementsprechend auch noch immer nach durchzechten Nächten und jeder Menge Alkohol – im selben Zug ist es aber abwechslungsreicher geraten. Die Grunge-Anleihen sind zwar keineswegs zu überhören, allerdings beißt sich das neue Werk im Gegensatz zu „The Things We Do…“ weniger an altbekannten Normen fest, sondern probiert auch gerne mal Neues aus. Punk und Punkrock (“Atom Bomb”) treffen dabei mal auf Pop (“Wasted Daze Of Youth”) und dann auf etwas, das Frontmann Alex James wohl als „Rock’n’Roll“ bezeichnen würde (“Art Damage”). An den allseits beliebten Mitsing-Momenten wurde aber selbstverständlich bei keinem Song gespart.

Thematisch scheinen sich die Herren derweil perfekt am Vorgänger orientiert zu haben. Die Leute, die in “The Things We Do…” gesucht wurden, wurden nun in den Teenagern gefunden. In den Menschen, denen Alex James auf Tour begegnet. Freunden und Bekannten, aber zum größten Teil dann doch auch eben einfach Fans, Fremden. Menschen, die ihm wichtige, persönliche Geschichten erzählen. Und genau diese wurden nun zu den Texten des neuen Albums umfunktioniert. Eigene Geschichten hätten sich wegen James’ übervollen Tourkalenders auch kaum schreiben lassen – oder es wäre immer dieselbe gewesen.

Letztlich hätte man vom zweiten Beach Slang-Album aber kaum weniger erwarten können als das, womit “A Loud Bash Of Teenage Feelings” nun auch aufwartet. Keine langweilige und vorhersehbare Kopie des Erstlings, sondern schlicht eine stimmige Fortsetzung, an der es kaum etwas auszusetzen gibt. Trotz kleiner, jedoch offensichtlicher Veränderungen im Sound sind sich Beach Slang zweifellos treu geblieben.

Autor Leonie Wiethaup
Wohnort Nähe Münster
Beruf PR-Assistenz
Dabei seit Februar 2015
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Top-Alben Apologies, I Have None - London; The Wonder Years - No Closer To Heaven; Cold Reading - Sojourner; Shoreline - You Used To Be A Safe Place; Twoonacouch - And I Left
Die besten Konzerterlebnisse Jimmy Eat World @ Skaters Palace, Münster, Frank Carter & The Rattlesnakes @ Dour Festival, The M-Pire Strikes Back-Festival 2016

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