Blacklisted – No One Deserves To Be Here More Than Me

Blacklisted - No One Deserves To Be Here More Than Me

Blacklisted – No One Deserves To Be Here More Than Me

Noch 2008 haben Blacklisted mit „Heavier Than Heaven, Lonelier Than God” ein Hardcorealbum abgeliefert wie man es sich vorstellt. Ein Jahr später, 2009, haben die Herren aus Philadelphia ihren Nachfolger „No One Deserves To Be Here More Than Me“ via Deathwish veröffentlicht und was es dort zu hören gibt ist wohl alles andere als Hardcore(-Punk).


Beginnt „ No One Deserves To Be Here More Than Me “ mit dem Opener “Our Apartment Is Always Empty” noch vielsprechend, schleicht sich recht rasch das Mittelmaß ein.
Schon ab dem zweiten Track wird klar, dass man es hier wohl nicht der Musik, die man sich vorstellt hat, zu tun hat.
George Hirsch singt – ja es wird jetzt gesungen – dem Hörer mit kratziger Stimme entgegen. Die Songs klingen Indie-mäßig und insgesamt doch sehr gleich und teils sogar schon fast lustlos vorgetragen.
In eine ganz eigene Richtung gehen hingegen die Interludes, die in regelmäßigen Abständen über die Platte verteilt sind. Hier geht es von Progressiven Klängen, über Jazz bis hinzu Momentaufnahmen irgendwelcher Geräusche.
Einzig „No One Deserves To Be Here More Than Me” erinnert wohl am ehesten an des alte Material von Blacklisted und sticht zusammen mit, dem bereits erwähnten Opener, „Our Apartment Is Always Empty“ und „I’m Trying To Disappear“ aus dem Album hervor.
Nach mehrmaligem Hören gewinnt das Album zwar durchaus an Sympathie, so richtig zünden tut es jedoch trotzdem nicht.
„No One Deserves To Be Here More Than Me“ ist eben so ein Release, das für die einen ein Geniestreich, für die andern jedoch nur Mittelmaß ist.
Bei mir trifft dann jedoch eher Zweiteres zu.

Kommentare

  5 kommentare

  1. typ

    war auch mein erster gedanke. wächst und wächst aber und ist mal wieder ein typisches beispiel dafür, dass der normale hardcore-hörer mit veränderung einfach überfordert ist!

  2. Patrick

    Sehe ich ähnlich, beim ersten Hören war der Schock groß, aber jetzt, nach drei, vier Durchgängen sieht die Sache schon anders aus. Nicht die beste Blacklisted, aber dennoch mehr als ordentlich.

  3. johann

    ohnehin schwache review. sobald stageload keine alltagskost bespricht und es komplizhiert wird, sinkt die ohnehin niedrige qualität ab..

  4. Thorsten

    Ich geb Johann vollkommen recht. Sehr, sehr schwache Plattenbesprechung. Keine Erwähnung des unüberhörbaren Grunge-Einflusses. Keine Erwähnung des ebenfalls unüberhörbaren Dinosaur Jr.-Einflusses in „Everything In My Life Is For Sale“. Keine Erwähnung der außergewöhnlichen Instrumentierungen in „Our Apartment Is Alway Empty“ und „I’m Trying To Disappear“. Keine Erwähnung des weiblichen Gesangs in „I Am Extraordinary“. Alles Dinge die in einer halbwegs vernünftigen Plattenbesprechung erwähnt werden sollten. Auf die Aussage: „Ein Jahr später, 2009, haben die Herren aus Philadelphia ihren Nachfolger „No One Deserves To Be Here More Than Me“ via Deathwish veröffentlicht und was es dort zu hören gibt ist wohl alles andere als Hardcore(-Punk).“, kann ich nur mit einem Zitat des World Collapse-Drummers René Natzel eingehen, der mit seiner Band ja auch für einige Kontroversen in der deutschen „Hardcore“-Szene gesorgt hat: “ Was ist klassischer Hardcore? Eine vorbestimmte Akkordfolge oder ein einziger Drumbeat? Hardcore ist eine Haltung. Kein bestimmter Sound.“
    Zum Schluss noch meine Meinung zu „No One Deserves To Be Here More Than Me“: Grandioses Album, grandioses Artwork. Die besten und ehrlichsten Lyrics die George Hirsch jemals geschrieben hat. Wenn Blacklisted mit den, bereits angekündigten, kommenden 7″s auf diesem, mit NODTBHMTM eingschlagenen, Pfad bleiben, werden sie außerhalb jeglicher „Szene“-Grenzen Großes vollbringen.

  5. Henning

    Das war das Wort zum Sonntag!! 😉
    Ich geb dem Thorsten auf den ganzem Linie recht…

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