Captain Planet – Ein Ende

Album Ein Ende
Label Zeitstrafe
Musikrichtung Emo, Punk
Redaktion
Lesermeinung
7

Captain Planet schlagen ein neues Kapitel auf und wer sich genauer mit der Diskografie der Band befasst hat, der weiß, dass die Erwartungen nur groß sein können. Kein schlechtes Album, eine klare Linie und eine ganz eigene Definition darüber, was Punk ist, soll oder kann, begeistert seit über einem Jahrzehnt die Hörerschaft. Mit dieser Ausgangsposition geht auch immer wieder die Angst um das gern aufgebauschte „Niveau halten“ einher. Haben die Norddeutschen Emo-Punk-Schreihälse mal wieder abgeliefert oder nicht? Um diese Frage vorweg zu klären: Ja und wie!

„Gewinnt denn alles hier erst an Wert, wenn wir dafür zahlen? Kein Rat von euch ist gratis, ich bin pleite“

„Ein Ende“ heißt der neuste Streich und dieser hat es in sich. Zehn pathosgetränkte Titel warten darauf, Kopf und Herz ordentlich durchzuwirbeln. Die Titel geben auf den ersten Blick wieder wenig Aufschluss über das, was sich dahinter verbirgt. Nicht weniger kryptisch wirken Textpassagen beim ersten Hören, jedoch schaffen es Captain Planet mit jedem Satz Bilder im Kopf hervorzurufen und diese überzeugend zu untermalen. Einen Song herauszuheben ist traditionell schwierig. Jeder Einzelne Titel birgt etwas Einnehmendes in sich und passt nahtlos in das Album. Skeptiker mögen sagen, dass vielleicht mal etwas mehr experimentiert werden sollte und eigentlich alles sehr ähnlich klingt. Doch darin besteht die Stärke der Band. Man hat seine Nische gefunden, dort fühlt man sich wohl und ernst zunehmende Konkurrenz gibt es kaum.

„Ein Ende“ macht genau da weiter, wo „Treibeis“ aufgehört hat. Die VIVA ALLEIN-Einblendung im Video zu „Vom Ende An“, als Anspielung an den wohl bekanntesten Titel „Pyro“, scheint genau das nochmal dick zu unterstreichen. In der ominösen Szene genießen Captain Planet ohnehin seit Jahren eine hervorragende Stellung und an wem diese Band bisher vorbei gegangen ist, der sollte Ohren und Herz öffnen und schleunigst reinhören. Es lohnt sich.

Unser Interview mit Captain Planet findet ihr hier: www.stageload.org/interviews/interview-mit-captain-planet-2

Autor Hero Perduns
Wohnort Osnabrück
Beruf Student
Dabei seit Oktober 2015
Deine Aufgabe bei Stageload Reviews
Top-Alben Morrissey - Viva Hate, The Libertines - Up The Bracket, Joy Division - Unknown Pleasures, Muff Potter - Bordsteinkantengeschichten, Adolar - Zu Den Takten Des Programms, Verse - From Anger And Rage, Have Heart - The Things We Carry
Die besten Konzerterlebnisse The Libertines (Berlin), Interpol (Hurricane), Findus (Hamburg), Adam Angst/Kmpfsprt (Bremen), Isolation Berlin (Oldenburg)

Hinterlasse einen Kommentar