Captain, We’re Sinking – The King Of No Man

Musikrichtung Pop-Punk, Emo, Indie
Redaktion
Lesermeinung
5

Kaum hat der große Bruder mit „After The Party“ ein neues vielseitiges Punkrock-Album auf die Welt losgelassen, da zieht Bobby Barnett mit seiner Truppe auch schon nach. Im Gegensatz zu den Menzingers haben Captain, We’re Sinking allerdings die (noch) poppigere Seite des Punks gewählt und zaubern eine schicke Melodie nach der anderen hervor – und das bereits von Anfang an.

„Trying Year“ könnte so vielleicht als der „Opener des Jahres“ in Erinnerung bleiben. Ein tolles Intro, zwar nicht übermäßig komplex, dafür aber wahnsinnig catchy, das in der Form direkt an die großartigen Tiny Moving Parts erinnert. Captain, We’re Sinking sind beim Thema Tapping zwar bei Weitem nicht so versiert wie Dylan Mattheisen, allzu dramatisch ist das freilich nicht. Ihre Energie macht das wett – ihr Einfallsreichtum ebenso. „The King Of No Man“ ist so vor allem eine Mischung aus Pop-Punk, Emo und Indie. Klingen die Herren mal reserviert und fast schon verträumt („Hunting Trip“), springen sie im nächsten Moment wieder voll in die Bresche („Water“) oder überraschen förmlich mit ein wenig Noise-Punk („Don’t Show Bill“, „The Future Is Cancelled Pt. II“).

Der eigenen Marke zum Trotz fordern Captain, We’re Sinking durchweg Vergleiche zu anderen Bands heraus – Modern Baseball, Free Throw, PUP oder eben auch die nahe Verwandtschaft The Menzingers. Bobby Barnett und Co. gesellen sich definitiv ohne große Schwierigkeiten und mit viel Sympathie und Raffinesse in die Reihen einiger sehr vielversprechender Bands.

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