Circa Survive – Blue Sky Noise

Hollowpoints – Old Haunts On The Horizon

Hollowpoints – Old Haunts On The Horizon

„Wow, die gibt’s noch?“ war mein erster Gedanke. Vor Jahren zu Zeiten der „On Letting Go“ über Saosin, die Ex-Band von Sänger Anthony Green kennen gelernt, waren sie bei mir recht schnell wieder in der Versenkung verschwunden. Bands wie Circa Survive gab es zu dieser Zeit wie Sand am Meer, bzw. spielten sie sich gerade in den Vordergrund. Zuckersüße Melodien und atmosphärischen Gesang bekam man eben auch von Saosin (wenn auch hier mit klarer Metalkante) zu hören, aber auch Bands wie Chiodos oder Panic! At The Disco waren in aller Munde. Und so wie all diese Bands für mich wieder abtauchten war es eben auch bei Circa Survive – Bis eben zum neuen Album.
„Blue Sky Noise“ ist das dritte Fulllength der Band aus Philly und zeigt wie eine solche zusammenwachsen kann. Die fünf Musiker sind auf einander abgestimmt, jeder weiß genau, was er zu tun hat – und man sieht, dass jeder einzelne natürlich mit der Zeit auch musikalisch zulegt. „Blue Sky Noise“ wartet mit einem Großen Einschlag an Prog und Psychadelic auf und wird so zu einem für den Hörer sehr interessanten Komplex. Sänger Anthony Green, schon immer außergewöhnlich, hat seine Stimme besser unter Kontrolle, sie wirkt runder und passt so gut zu dieser atmosphärischen Musik und erinnert an so mancher Stelle an Andrew Stockdale, seines Zeichens Sänger der australischen Band „Wolfmother“. Das Potential zum ein oder anderen Ohrwurm hatten Circa Survive sowieso schon immer – und mit Songs wie „I Felt Free“ oder „Frozen Creek“ bleiben sie dieser Linie treu, Potential hat letztlich sogar fast jeder Song. Sicherlich kommt die Band an dem ein oder anderen Punkt etwas kitschig herüber, doch lässt sich darüber gemessen an der restlichen Leistung hinwegsehen.
Wer also ohne Vorurteile an diese Platte herangeht sowie Fan von Classic-Rock, Progressive und/oder dem ist, was vor ein paar Jahren so als „Emo“ aufkam, bekommt mit „Blue Sky Noise“ ein solides Album zu hören, dass mit tollen Melodien, eingängigem Gesang und interessanten musikalischen Elementen daherkommt. Auf den Olymp katapultiert sich zwar keiner der Songs, dafür gibt es aber auch keinen Ausreißer nach unten.

Autor Sascha Schüler
Wohnort Wechselt
Beruf Nein
Dabei seit Juni 2010
Deine Aufgabe bei Stageload Reviews
Top-Alben Comadre - Comadre, DIIV - Oshin, Title Fight - Hyperview, Julien Baker - Sprained Ankle, Deafheaven - Sunbather
Die besten Konzerterlebnisse Iron Chic, Comadre, Julien Baker

Hinterlasse einen Kommentar