City And Colour – Little Hell

City And Colour alias Dallas Green ist inzwischen längst kein Unbekannter mehr. Schon mit Alexisonfire konnte der Sänger große Erfolge verzeichnen. Diese Erfolge wurden mit der Solokarriere von Green aber nochmal übertroffen. Der Mann mit der Gitarre trifft einfach immer den richtigen Ton. Melancholische sowie traurige und doch irgendwie hoffnungsvolle Songs die einfach berühren – was vor allem an der außergewöhnlichen Stimme von Dallas Green liegt – sind sein Rezept. Während mit Frank Turner und Chuck Ragan momentan auch noch zwei andere Singer/Songwriter, die ihre Wurzeln fest in der Hardcore/Punk-Szene haben, gut unterwegs sind, kann sich City and Colour aber immer noch klar mit seinem Sound abgrenzen.


Auch wenn viele Songs nur nach dem „Unplugged“-Prinzip konzipiert sind, kommt keinerlei Langeweile auf. Ab der ersten Sekunde fesselt einen die Atmosphäre, die dieses Album vermittelt und nimmt einen regelrecht gefangen. „Natural Disaster“ ist einer dieser Songs, bei denen Green zeigt wie schön doch dieses einfache Zusammenspiel aus Gitarren, Drums und dieser einzigartigen Stimme sein kann. Das Lied verbreitet eine so beruhigende und positive Stimmung – einfach herrlich! Das schon vorab veröffentlichte „Fragile Bird“ ist dann schon etwas außergewöhnlich für City And Colour. Die Elektro-Elemente verpassen dem Song ein recht poppiges Gewand (wobei das überhaupt nicht negativ zu verstehen ist!). Das Lied strotzt nur so vor Eingängigkeit.
„Northern Wind“ ist dann wieder einer dieser nachdenklichen Songs, wie man sie schätzt und liebt. Nur Dallas Green und seine Gitarre, mehr braucht und will man auch gar nicht. Außer vielleicht die sanfte Streicher-Untermalung, die das ganze noch perfekt abrundet. Wirklich traurig, aber auch wirklich ein klasse Song! „Hope For Now“ beginnt leise und bedächtig um dann ab der Hälfte nochmal aufzudrehen und mit elektrischen Gitarrenklängen das Ende des Albums zu beschließen.

12 Songs für (fast) jede Stimmung – so lässt sich das Album wohl zusammenfassen. Mit „Little Hell“ bestätigt Dallas Green seine Stellung als Ausnahmemusiker. Ein wirklich fantastisches Album von einem ebenso begabten Künstler.

Autor Jannik Holdt
Wohnort Mönchengladbach
Beruf Student
Dabei seit 2008
Deine Aufgabe bei Stageload Fotos, Präsentationen, Gewinnspiele
Top-Alben Have Heart - The Things We Carry / The Chariot - Long Live / Rise Against - Siren Song Of The Counter Culture / Another Breath - Mill City
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Kommentare

  3 kommentare

  1. Jonas

    Wie immer super gut das Album von Dallas!

  2. Pf

    zu viel rauch um nichts!

  3. Henning

    Ich hatte irgendwie erwartet das mich das Album enttäuscht, aber das tut es nicht. Es gefällt mir immer besser!!
    Die Review liest sich übrigens auch sehr gut. 😉

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