Columbus – Spring Forever

Band Columbus
Musikrichtung Pop-Punk, Emo, Alternative
Redaktion
Lesermeinung
6

Jahreszeiten gehen immer, wenn es mal wieder schwierig wird den Sound einer Band einzuordnen. Manchmal passen sie ja auch ganz gut, meistens ist etwa „der perfekte Herbstsound“ allerdings der fehlenden Kreativität des Autoren geschuldet. Doch manchmal geht es dann einfach nicht anders – schon gar nicht, wenn das zu besprechende Werk den Titel „Spring Forever“ trägt. Ein so großer Zaunpfahl lässt sich eben nicht ignorieren.

Auf ebendiesen hingearbeitet hat der Texter der Band, Alex Moses, jedoch angeblich nicht. Der Vergleich mit den Jahreszeiten sei ihm vielmehr ganz natürlich in den Sinn gekommen, so der Gitarrist und Sänger in einem Interview. Die Songs handeln von der Liebe und vom Älterwerden. Davon, auch an sich selbst immer wieder neue Dinge zu erkennen. Der Frühling symbolisiert für ihn den Neuanfang. Für Moses ist es die Zeit, in der er weiß, dass alles wieder okay wird und dass er die dunklen, kalten Tage hinter sich gelassen hat.

You deserve someone who makes you laugh, someone who makes you cry, someone who puts tears back in your eyes. You mean more to me than anything, but sometimes I can’t help but think if you’re a daffodil maybe I am making you wither.“ („Daffodil“)

Einsicht sei der erste Schritt zur Besserung, heißt es. Vielleicht ist es auch Akzeptanz. Die scheint bei „Spring Forever“ jedenfalls das Stichwort zu sein. Beinahe rational beschreibt Moses seine düsteren Gedankengänge, stets davon überzeugt, dass es ihm umso schneller wieder besser gehen wird, wenn er mit der Vergangenheit endlich abhakt.

Musikalisch wird ähnlich an die Thematik herangegangen. Die einfachen Melodien sind vor allem darauf aus, im Ohr zu bleiben (gelingt!) und nicht etwa, einen Preis für Können und spielerische Höchstleistungen abzustauben. Wie schon von ihren EPs „Sad Songs And Sing-Alongs“ und „Home Remedy“ gewohnt, stehen Columbus auch bei ihrem Debütalbum für alles Unkomplizierte – was aber natürlich nicht bedeutet, dass „Spring Forever“ nicht gut ist. Denn das ist es und gerade Freunde der neuen Werke von Real Friends und Moose Blood dürften ihre Freude daran haben.

Klischee hin oder her: Wäre dies der offizielle Soundtrack des Frühlings, man wünschte, er würde noch ein wenig länger andauern. Die Ewigkeit ist dann aber doch vielleicht ein bisschen zu lang.

Autor Leonie Wiethaup
Wohnort Nähe Münster
Beruf PR-Assistenz
Dabei seit Februar 2015
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Top-Alben Apologies, I Have None - London; The Wonder Years - No Closer To Heaven; Cold Reading - Sojourner; Shoreline - You Used To Be A Safe Place; Twoonacouch - And I Left
Die besten Konzerterlebnisse Jimmy Eat World @ Skaters Palace, Münster, Frank Carter & The Rattlesnakes @ Dour Festival, The M-Pire Strikes Back-Festival 2016

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