Counterparts – You’re Not You Anymore

Label Pure Noise
Musikrichtung Hardcore
Redaktion
Lesermeinung
6.5

Die Vorzeichen für dieses Album standen wahrlich unter keinem guten Stern. Das Ausscheiden des Hauptsongwriters Jesse Doreen, sorgte für große Sorgen. Viele Fans hegten die Befürchtung, dass sich der Stil der Band zum Schlechten wenden würde. Doch als die ersten Songs veröffentlicht wurden, obsiegte die Zuversicht. Das Konzept, dass nun mehr Mitglieder am Songwriting beteiligt sind, ging hörbar auf. So ist „You´re Not You Anymore“ eine Platte geworden, die am Ende gar von den Veränderungen profitiert.

Dabei ist die Platte eigentlich ein recht typisches Counterparts-Album. Es wird weiterhin moderner melodischer Hardcore gespielt, den man so nur bei den Kanadiern findet. Sänger Brendan Murphy shoutet nach wie vor solo über einer Mischung aus komplexen melodischen Gitarren, die immer wieder in ruhigeren Parts Luft holen und deftigen Moshparts gipfeln. Doch diesmal ist alles runder und besser als beim Vorgänger „Tragedy Will Find Us“. So hat man ein Intro, das elegant in die Platte führt und der Titelsong, der nebenbei der längste ist, führt das Album zu einem schönen Abschluss.

Man hört deutlich, das nicht mehr nur ein Kopf hinter den Songs steckt. Alles ist stimmiger und die einzelnen Parts greifen besser ineinander. So klingt die Platte mitunter gar episch, was sich wiederum optimal mit den sehr harten Parts ergänzt. Diese tauchen häufiger auf, sind ausgefeilter und werden mit einigen Metal-Riffs kombiniert. Hier scheinen die Featureparts von Murphy bei Bands wie Knocked Loose und Stick To Your Guns auf die eigene Band abgefärbt zu haben. Schließlich hat der Sänger erstmals einige Gitarren-Parts geschrieben. Die Entladung der aufgestauten Emotionen geht mit den catchigen Lyrics derweil Hand in Hand. Hier werden Moshparts eingesetzt, weil sie dramaturgisch wirklich Sinn machen und nicht um eine Quote zu erfüllen.

Counterparts haben wiedermal ein sehr kompaktes und komplexes Album geschaffen. Diesmal legt es in allerlei Hinsicht aber eine Schippe drauf. „You´re Not You Anymore“ ist eine Platte, die mit jeder weiteren Runde an Tiefe dazu gewinnt und so selbst Hörer mitreißen kann, denen der Vorgänger nicht so gefallen hat. Ende gut, alles gut also.

Autor Aaron-Corin Hane
Wohnort Lüneburg
Beruf Student
Dabei seit März 2015
Deine Aufgabe bei Stageload Reviews, Interviews
Top-Alben Stick To Your Guns - alle Releases seit Hope Division, Black Sabbath - Paranoid, Dream Theater - Train Of Thought, The Beatles - Sgt. Peppers Lonely Hearts Club Band, Parkway Drive - Atlas, Idles - Brutalism
Die besten Konzerterlebnisse Tour Of The Year 2014; Taste Of Anarchy Tour 2015; Summer Breeze 2014; Destruction Derby 2015

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