Cut Off Kites – The West & What It Does To You

Label -
Musikrichtung Alternative
Redaktion
Lesermeinung
6

Im August letzten Jahres haben Gone To Waste ihre Auflösung angekündigt, vergangenen März gaben sie ihre Abschiedsshow. Eine besondere Band, die in der deutschen Hardcore-Szene sicherlich eine Lücke hinterlassen wird. Auf Musik von ihren Mitglieder muss man deswegen aber nicht gleich verzichten. Drummer David Laudage hat mit drei Gleichgesinnten (unter anderem Sebastian Busch von Sundowning) nämlich schon vor der Auflösung eine Beschäftigung gefunden: Cut Off Kites.

Das erste Lebenszeichen („Binary“) folgte etwa zeitgleich mit der letzten Gone To Waste-Show. Die Message war unüberhörbar: Cut Off Kites hat so gar nichts mit den Vorgängerprojekten der Herren zu tun. Hier geht es um ausgefeilten Alternative-Rock, nicht mehr um markigen Hardcore. In der Machart vergleichbar etwa mit dem Debüt von GR:MM und vom Sound etwas für Fans von Basement oder Thrice.

Auf eine gewisse Härte muss man bei „The West & What It Does To You“ trotzdem nicht verzichten. Bass und Schlagzeug sind ebenso präsent wie die beiden Gitarren und dürfen sich in den langen Instrumental-Parts voll entfalten. Atmosphäre ist das Stichwort und durch die Musik werden ebenso kunstfertig Bilder erschaffen wie durch die Texte: „The day that we spoke truth was my merriest, we got carried away, on a summer day” („The West And What It Does To You“). Traurige, melancholische Werke geschrieben von Menschen, die zu den privilegiertesten der Welt gehören. So emotional mit der Begründung, dass durch solche Privilegien auch immer eine gewisse Verantwortung daherkommt, mit der man bewusst umgehen muss.

Nach all den Jahren in Hardcore-Bands war offenbar die Zeit für einen Tapentenwechsel gekommen. Dass dieser so deutlich ausfallen würde, hätte aber wohl kaum wer gedacht. Für halbe Sachen sind die Herren aber auch in den neuen Gefilden nicht zu haben.

Autor Leonie Wiethaup
Wohnort Nähe Münster
Beruf PR-Assistenz
Dabei seit Februar 2015
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