Dave Hause – September Haze

Band Dave Hause
Musikrichtung Singer-Songwriter
Redaktion
Lesermeinung
4.5

Dave Hause hat momentan viel um die Ohren. Grundsätzlich wäre ja eigentlich ein neues Album geplant gewesen, aber erstens kommt es anders und so weiter. Die fünf Songs, die er uns jetzt hier auf „September Haze“ präsentiert – „nur“ drei neue Perlen seines Schaffens wohlgemerkt, dazu noch eine akustische Version von „Shaky Jesus“und ein Cover von Brandi Carliles „Hold Out Your Hand“  – hätten eigentlich das Grundgerüst jenes Albums werden sollen. Doch als seine Frau überraschend schwanger wurde, gab es Wichtigeres zu tun. Also müssen wir uns fürs Erste mit dieser EP begnügen.

Neben Frank Turner, Chuck Ragan und Brian Fallon kann man Dave Hause wohl als nächsten in der Riege der aktuell bekanntesten Singer/Songwriter in die Rangliste eintragen, was natürlich an seinem angeborenen Talent für Musik liegt, jedoch auch an seiner markanten Stimme. Dass seine Vergangenheit eigentlich im Hardcore fußt, merkt man heute freilich kaum noch.

„Steady Now“ , ein ruhiges neues Stück mit ganz soft verzerrter Gitarre, macht den Anfang. Danach kommt auch schon das akustisch neu interpretierte „Shaky Jesus“  vom letzten Album „Bury Me In Philly“. Perfekter Soundtrack für deine neue Teenieschnulze, am besten an dem Punkt, an dem die große Liebe stirbt oder einen anderen heiraten will. So kann man sich wohl gut vorstellen, mit was wir es hier zu tun haben. Track drei, „Lemon Hill“ genannt, ist ebenfalls ein sehr ruhiger Song, aber wieder mit der leicht verzerrten Gitarre gespielt und daher nicht ganz so seicht, wie das vorherige „Shaky Jesus“.

Die Cover-Version von „Hold Out Your Hand“ ist dafür richtig spannend. Auch wenn es kein selbstgeschriebener Hause-Song ist, hat er dem Ganzen sehr schön seine typische Note verpasst. Nicht ganz so langsam und mit etwas Percussion und weiblichem Background untermalt, lässt sich hier von einem absolut gelungenen Cover sprechen. Zum Abschluss der EP präsentiert uns Hause dann noch einmal  seine ganz softe Seite. Akustische Gitarre, Piano – mehr benötigt er nicht, um einen gefühlsechten Song zum „Mother´s Day“ zu schreiben und zu vertonen.

Im Großen und Ganzen ist „September Haze“ wahrlich kein Wunderwerk, aber definitiv auch kein überflüssiges Minialbum. Die fünf Tracks sind echte Dave Hause-Songs, die jedem, der drauf steht, genauso überzeugen werden, wie alles zuvor.

Autor Tobi van de Wildmannen
Wohnort Tacherting
Beruf Monteur (Mobilfunk)
Dabei seit September 2016
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