Dead Swans – Anxiety And Everything Else

Band Dead Swans
Musikrichtung Hardcore
Redaktion
Lesermeinung
5

Man kann ja sagen, was man will: Jeder kennt die Dead Swans. Seit dem die fünf Briten 2009 das erste Mal mit This Is Hell durch Europa getourt sind, ist ihr Name so fest mit dem europäischen Hardcore verbunden, wie die Weißwurst mit Bayern.

Britischer, moderner Hardcore wird auf dem Festland in der Regel immer hart abgefeiert, ob das nun More Than Life, Brutality Wil Prevail oder eben die Dead Swans sind. Letztere aber gelten, zumindest in meinen Augen, als Vorreiter dieses ganzen, ja man mag schon fast sagen Hypes um die Bands aus dem Inselkönigreich.
Dazu zählen die Dead Swans zu den wenigen Bands aus Europa, die in den USA zumindest versucht haben Fuß zu fassen, nicht zuletzt da die Jungs aus Brighton ja bei Bridge 9 Records unter Vertrag sind und dort 2009 ihr Debütalbum „Sleepwalkers“ veröffentlicht haben. Ob es noch mal in die Staaten gehen wird, das steht in den Sternen. Kurz bevor die Band im Januar auf Tour durch Europa ging hielt sich hartnäckig das Gerücht, es sei ihre letzte Tour. Widerlegt hat die Band das bisher nicht, man hat noch Pläne für 2012, aber welche das sind ist unklar.
Mit „Anxiety And Everything Else“ legt man jedoch noch eine handfeste, neue EP vor. Der Opener „I‘ve been trying to leave“ behandelt die vergangenen Jahre aus dem Leben von Sänger Nicholas, der immer wieder zwischen seiner Heimat Worthing und Wien hin und her reiste, und die damit verbundenen Gefühle: „I found myself sinking at the edge of this town, staring back with guilt.“
Wer die Dead Swans kennt weiß, dass die Lyrics der Band nicht gerade von den Sonnenseiten des Lebens handeln. Auch auf „Anxiety And Everything Else“ finden man keinen Titel, der das Leben als Ponyhof beschreibt. Allein schon die Titel der Songs sprechen ja eine deutliche Sprache, wie zum Beispiel „Summer of Hate“. Auch auf ihrer neuen EP gehen die Briten nach ihrem gewohnten Schema vor. Wo Dead Swans draufsteht, da steckt eben auch Dead Swans drin. Seit ihrer Debüt-EP „Southern Blue“ hat sich der Stil der Band nur in Nuancen verändert, was man ihnen nur positiv anrechnen kann. In einer Welt die schnelllebig geworden ist, fällt es immer schwerer sich treu zu bleiben. „You‘re lying to yourself, just like you always have.“ heißt es in „You can only blame yourself“. Und lügen, das konnten die Dead Swans noch nie. Immer war man authentisch und ehrlich, auch mit der neuen EP. „Anxiety And Everything Else“ ist Dead Swans pur. Emotionaler, rauer Hardcore aus dem Süden Englands.
Für die einen ist es Stagnation, für die anderen gewohnt hohes Niveau. Die Dead Swans sind eben die Dead Swans, auch 2012.

Autor Patrick Siegmann
Wohnort Göttingen
Beruf Doktorand
Dabei seit September 2009
Deine Aufgabe bei Stageload Koordination Reviews, News
Top-Alben Viel zu viele. "Songs To Scream At The Sun" von Have Heart ist aber definitiv eines von den Alben, die mich am meisten geprägt haben.
Die besten Konzerterlebnisse Auf jeden Fall vorne mit dabei: Have Heart, Shipwreck AD, Rise And Fall und AYS in der Roten Flora in Hamburg, Juli 2009

Kommentare

  3 kommentare

  1. Heiner

    hahahaha schlechtestes review ever. DIE dead swans also. DIE dead swans. hahahaha. DIE!!

  2. Tim

    hast du kein leben oder warum schreibst du so blöde und sinnlose kommentare?

  3. Heiner

    bei so reviews..

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