Die Heart – Stay Heart

Album Stay Heart
Band Die Heart
Label NoCut
Musikrichtung Hardcore
Redaktion
Lesermeinung
6

Es ist immer wieder spannend, neue frische Bands zu entdecken, die ihrer Liebe zur Musik noch ganz unverfroren frönen. Und wenn sich diese Bands dann auch noch in keine wirkliche Schublade packen lässt, ist das gleich doppelt fein. So steht es auch um Die Heart aus Hamburg, die jüngst mit „Stay Heart“ ihren ersten Longplayer in Umlauf gebracht haben. Sie selbst verorten ihren Stil irgendwo zwischen Hardcore, Punk und Glamrock, wobei die Anspielung auf Glamrock wohl eher als Spaß gedacht ist. Ob die Mischung was taugt? Durchaus!

Die 13 Tracks strotzen nur so vor Energie und offenbaren die Lust, die diese vier Jungs auf ihr Tun haben. Brachiale Gitarren, donnerndes Schlagzeug, Gangshouts, Screams und auch mal etwas growlen – „Stay Heart“ bietet das ganze Programm, gut durchkomponiert und mit ansprechenden Lyrics. Man bedient sich typischer Hardcoreslogans wie „This Is The Time To Stand Up, We Are All Human Beings“ aus dem Track „All For One“ ebenso, wie punkigeren Abschnitten in „Beer & Ziggs“ – „We Live Together, We Die Alone – Let´s Go Blown“.

Das Album startet mit einem sanften Intro, bevor „Roots“ gleich mit voller Wucht los bricht. Mit ein paar gesprochenen Parts liefert der Song auch gleich einen Beleg für die kunterbunten Einflüsse von Die Heart. Nach dem bereits vor einem Jahr als EP veröffentlichten „All For One“ lassen sie dann auch die Punkrockhardcore-Granate „Beer & Ziggs“ auf den Hörer los. Über die inhaltliche Tiefe des Songs sagt der Titel genug.

Abwechslungsreich geht es weiter: So erwarten einen absolute Brecher, wie „I Hate You“ und eher gemäßigter Sound bei „Rise Or Fall“. Als krönenden Abschluss gönnen sich Die Heart mit „Jolie“ nochmal einen Gruß an die Fans, bevor das Ganze mit einem deutschsprachigen Rap, der von Swiss (Swiss + die Andern) zum Besten gegeben wird, endet.

Die Heart haben mit „Stay Heart“ ein stattliches Debüt veröffentlicht und Hoffnung auf weitere Glanztaten „Made in Hamburg“ macht. Auch die Produktion ist gut gelungen, wobei hier beim nächsten Mal ein wenig auf Details, wie zum Beispiel Hall bei den Vocals werden darf. Allen, denen „Stay Heart“ noch nicht reicht, sei übrigens noch die Bonus-CD empfohlen. Auf den sieben Extra-Tracks warten prominente Gäste von Pro Pain, Brothers in Arms oder Rogers.

Autor Tobi van de Wildmannen
Wohnort Tacherting
Beruf Monteur (Mobilfunk)
Dabei seit September 2016
Deine Aufgabe bei Stageload Reviews, Interviews, Berichte
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