Enter Shikari – The Mindsweep

Musikrichtung Post-Hardcore, Metalcore
Redaktion
Lesermeinung
6

Endlich melden sich die britischen Trancecore-Pioniere aus St. Albanes wieder zurück. Ganze drei Jahre liegen zwischen „A Flash Flood of Colour“ und dem neusten Werk „The Mindsweep“. Enter Shikari haben in den letzten Jahren kontinuierlich an ihrem Stil geschraubt und diesen gekonnt immer an die aktuellen Entwicklungen der Musiklandschaft angepasst.

Die dreijährige Schaffenszeit war auch diesmal die richtige Entscheidung – „The Mindsweep“ fesselt von der ersten Minute an! Die Jungs rund um Rou Reynolds schaffen es wie keine andere Band die beiden Stile Trance- und Post Hadcore derart ambivalent zu vermischen. Dabei ist das längst nicht alles; z.B. der Song „Anaesthetist“ startet mit leichten Dubstep-Beats, dazu rappt Frontmann Rou locker lässig, ohne dabei auch nur eine Sekunde lächerlich zu wirken. Das Ganze gipfelt dann nach einer knappen Minute in einem Post-Hardcore-Gewitter. Ein weiteres Highlight ist der Song „Never Let Go Of The Microscope“. Auch hier wird wieder bunt gemischt. Dabei wendet man sich nie von dem Grundgedanken ab, der Essenz des Post Hardcore treu zu bleiben – man frischt sie nur eben entsprechend auf und erweitert das Spektrum. Und das gelingt auf „The Mindsweep“ so gut wie lange nicht mehr!

Enter Shikari beweisen auch dieses mal wieder das richtige Näschen. Die knapp drei Jahre Abstinenz haben dafür gesorgt, dass die vier Jungs auch dieses mal wieder einen Knaller bereit halten. „The Mindsweep“ strotzt nur so vor Abwechslung und Vielseitigkeit. Darüber hinaus punktet es mit gut ausgearbeiteten Melodien und Elektro-Arrangements. Vor allem wirkt das Album zu keiner Zeit überproduziert. Und auch Frontmann Rou Reynolds präsentiert sich stimmlich abwechslungsreicher als je zuvor. „The Mindsweep“ ist somit eine eindrucksvolle Rückmeldung und ein unglaublicher Qualitätsnachweis. Wer hätte dieser Band vor knapp zwölf Jahren diesen Erfolg zugetraut?

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