First Blood – Rules

Album Rules
Musikrichtung Hardcore
Redaktion
Lesermeinung
6

Es war eine Frage, die die Fans lange gequält hat: Wird es erscheinen? Und wann? Sieben ganze Jahre sind ins Land gegangen, bis endlich mit „Rules“, das neue Album eines der Hardcore–Schwergewichte schlechthin erschien. Die Rede ist natürlich von First Blood.
Und wenn man schon so lange auf etwas Neues warten muss, dann sind die Erwartungen natürlich enorm. Und um eines gleich vorne weg zu nehmen: Sie werden auch erfüllt! Nahtlos angeknüpft an „Silence is Betrayal“ bricht ein Hardcoregewitter über den Hörer herein, das sich gewaschen hat.

Der Titel „Rules“ ist schon beim ersten Blick auf die Tracklist nicht überraschend, denn jeder Song beinhaltet alleine schon im Titel irgendwas mit Regeln: „Rules Of Life“, „Rules Of Freedom“ oder „Fuck The Rules“ (nur um ein Paar zu nennen). Alles handelt von Regeln, die im Alltag vorzufinden sind; Regeln, mit denen man sich täglich auseinander zu setzen hat und die man irgendwie nicht mag oder braucht. Über allem schwebt jedoch immer präsent die einzig wahre Regel, die sich jeder, nicht nur in der Hardcoreszene, zu Herzen nehmen sollte: My life, my rules!
Die musikalische Untermalung zu all diesen Regeln ist eben ein echtes First Blood-Album: Geile Riffs, harte Breakdowns, eine große Portion Aggressivität und die unverkennbare Stimme von Carl Schwartz lassen alleine beim Hören schon den Moshpit im Kopf regieren.
Man kann natürlich nach dem Haar in der Suppe suchen und das wäre letztlich damit gefunden, dass im Allgemeinen alle Songs ziemlich gleich klingen und sich somit kein Topkandidat mit Hitcharakter herauskristallisiert. Aber da das Gesamtwerk als durchgängig gutes Album dar steht, ist auch das zu verzeihen.

First Blood sind nach wie vor eine Band, die im Hardcore zu den ganz Großen gezählt werden sollte. Momentan sind sie mit Deez Nuts und Comeback Kid in Europa auf Tour und wer die Kalifornier noch noch nicht live erlebt hat, der sollte sich beeilen und sich das Spektakel zu Gemüte führen. Und wer dann sogar die Gelegenheit bekommt, sich mit dem ein oder anderen der Mitglied der Band zu unterhalten, der sollte diesen überaus netten Menschen gern auch mal dankend die Hand schütteln und ihm zu diesem Album gratulieren.

„Rules“ ist gut. „Rules“ ist endlich da. Und es ist definitiv ein Pflichtkauf für den Hardcore liebenden Musikfan.

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