Fit For A King – Dark Skies

Album Dark Skies
Musikrichtung Metalcore
Redaktion
Lesermeinung
6

Auf der Suche nach rigorosem Metalcore mit reichlich Breakdowns und Sing-a-longs stößt man früher oder später auf die Herren von Fit For A King. Das hat sich mittlerweile auch hierzulande herumgesprochen. Schließlich machte die Band in den letzten Jahren immer mal wieder einen Abstecher nach Europa, zuletzt Anfang des Jahres im Vorprogramm von Miss May I. Mit „Dark Skies“ präsentieren Fit For A King ihr nun mittlerweile fünftes Studioalbum.

Musikalisch bewegt sich „Dark Skies“ irgendwo zwischen den Vorgängern „Deathgrip“ und „Slave To Nothing“. So orientiert sich etwa „Engraved“ mit seinen tiefen, wummernden Gitarren eher an „Slave To Nothing“ und klingt düsterer und ungemütlicher als „Youth│Division“, das auf helle und andächtige Riffs setzt und seinen Platz wohl eher auf „Deathgrip“ gefunden hätte. Wirklich gemütlich macht es sich aber lediglich das ruhige „When Everything Means Nothing“, das seine Eingängigkeit auf etwas zu plumpe Art und Weise erreicht.

Ganz im Gegenteil dazu fahren Fit For A King mit „Backbreaker“ und „Anthem Of The Defeated“ zwei groovige Nackenbrecher im Doppelpack auf. Obwohl bereits ersteres mit ordentlich Druck aus den Boxen kommt und Ryan Kirby sein beeindruckendes Lungenvolumen mit einem 23 Sekunden anhaltenden Shout demonstriert, weiß „Anthem Of The Defeated“ noch einen obendrauf zu setzen. In aller bester Slipknot-Manier entfesseln Fit For A King ein Moshpit-Inferno, das selbst den elitären True-Metaller in der letzten Reihe zum Kopfnicken animieren dürfte.

Inhaltlich erzählt „Dark Skies“ Geschichten vom persönlichen Straucheln. Geschichten von allzu menschlichen Emotionen, wie dem Gefühl der Sinnlosigkeit und Verlorenheit oder der Angst vor dem Versagen und Enttäuschen. Dass Fit For A King zudem einen christlichen Hintergrund haben, offenbart nicht zuletzt „Oblivion“: „I look into the sky / I’m crying out your name / I made my mistakes but you forgave me”.

Fit For A King fahren weiter stur ihre Line und lassen sich auf keine Experimente ein. Hier und da bleibt die Gitarrenarbeit etwas blass („Shattered Glass“) und die Band hätten auch ruhig den ein oder anderen Breakdown durch zusätzliche Blastbeat-Gewitter ersetzten können, wie in „Oblivion“ geschehen. Im Großen und Ganzen tut das dem positiven Eindruck aber keinen Abbruch.

Autor Joshua Claaßen
Wohnort Goch
Beruf Schüler
Dabei seit Oktober 2015
Deine Aufgabe bei Stageload Reviews
Top-Alben Ständig im Wandel, zu meinen Favoriten gehören aber auf jeden Fall: Stick To Your Guns - Diamond, Being As An Ocean - How We Both Wondrously Perish / Dear G-d, The Ghost Inside - Get What You Give, The Amity Affliction - Let The Ocean Take Me
Die besten Konzerterlebnisse Kann ich mich nicht festlegen, Stick To Your Guns und Being As An Ocean sind live aber immer ein absolutes Highlight!

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