Foster the People – Sacred Hearts Club

Musikrichtung Indie
Redaktion
Lesermeinung
3

Rund 320 Millionen Mal wurde ihr bekanntester Hit „Pumped Up Kicks“ beim Streamingdienst Spotify angehört. Nach diesem und ein, zwei weiteren Hits wurde es allerdings still um die Indie-Pop-Band „Foster the People“. An ihr zweites Album, das 2014 erschien, kann sich wohl kaum noch ein Hörer so richtig erinnern. Jetzt aber sind die vier Jungs mit ihrem dritten Album „Sacred Hearts Club“ wieder zurück.

Von ihrem frechen, unverbrauchten Charme, den sie noch auf ihrem Debüt „Torches“ pflegten, ist allerdings nicht mehr viel übrig. So richtig neu erfindet sich die Band aber auch nicht, wagt keine Experimente mehr. Sehr einfache, nahezu einfallslose Melodien, deren Schemata absolut voraussehbar sind. Pop-Plastik, der zwar sehr radiotauglich, aber eben nicht besonders klingt. Auch bei Foster the People hält das Elektronische, Beatlastige immer mehr Einzug – was auch schon auf den Vorgängeralben zu hören war, nun aber Überhand nimmt. Doch es gibt auch Lichtblicke, zum Beispiel mit dem Interlude „Orange Dream“, bei dem fast ein wenig Tame-Impala-Einflüsse zu hören sind. Und auch „Lotus Eater“ ist den vier Musikern sehr gut gelungen – schnelle, treibende Schlagzeug-Beats wie zu ihren besten Zeiten und vor allem endlich richtige Gitarrenriffs, bei denen der Hörer am liebsten gleich aufspringen und tanzen möchte.
Insgesamt haben sich Foster the People allerdings mit ihrem neuen Album kein Denkmal für die Ewigkeit geschaffen. So schnell wie die Songs gelaufen sind, so schnell sind sie auch wieder aus dem Gehirn verschwunden. Schade!

Autor Denise Frommeyer
Wohnort Mainz
Beruf Redakteurin
Dabei seit November 2014
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