Die vier Schotten aus Glasgow veränderten mit ihren ersten beiden Alben die Indie-Rock-Szene enorm. 2004 landeten sie mit Hits wie Take Me Out und The Dark of the Matinée einen bombastische Erfolg.
Nun, bei ihrem dritten Album „Tonight“ zeigen sich die Britpoper nicht ganz so zugänglich wie bei den Vorgängern.
So benutzen Franz Ferdinand 70er Disco-Sound wie in dem Lied „Lucid Dreams” ,was wahrscheinlich daran liegen dürfte, dass der Pop-Produzent Brain Higgins mit ins Boot geholt und er bis zu diesen Zeitpunkt noch nie etwas mit Rockscheiben zu schaffen hatte. Dem geneigten Franz Ferdinand-Hörer wird es wahrscheinlich zu Beginn aufgefallen sein, Retro-Synthesizerbeats und auffällige Breaks spicken die Lieder und wandeln diese in Elektro-Stücke um.Das Akustikstück „Katherine Kiss Me“ beweist mit seinen weichen Folk-Sound, das es nicht nur in eine musikliche Richtung Weiterentwicklung gab.
Aber was wäre denn eine Indie-Rock-Band ohne Gitarren die von den beiden Gitarristen Kapranos und McCarthy nun für Soli benutzt werden?Gleichwohl ob die verwendeten Synthesizerbeats den Hörer irritieren oder zum Tanzen animieren, wurden die sehr extreme Wandlung sowie Weiterentwicklung Franz Ferdinands gewünscht. Als erfolgreiches Bandkollektiv bedarf es viel Mut neue Richtungen einzuschlagen und sich persönlich zu verwirklichen was nach einer Arbeitszeit von 4 Jahren denkbar ist.Dem Popscharm tut dies kein Abbruch, auch wenn er auf dieser Platte nicht im überschuss zu finden ist, bleibt der eindeutig bestehen.
VÖ: 23.01.2009
Genre: Indie-Rock
Laufzeit: 42min
Label: Domino/ROUGH TRADE


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