Goldust – Noir

Goldust - Noir

Goldust – Noir

Nachdem Goldust 2008 ihr Debüt in Form von „Axis“ veröffentlichten haben sie dieses Jahr die Ep „Noir“ auf die Hörerschaft losgelassen. „dont look back in anger when all you feel is hate“ – Mit dieser Zeile beginnt “Aevum”, nach dem Intro „M“, der Müsteraner von Goldust und mit passenderen Worten kann man eine EP die man „Noir“ (franz. schwarz, dunkel) betitelt wohl nicht beginnen.


Bei „Noir“ herrscht, wie bereits bei „Axis“, eine düstere und teils verzweifelte Stimmung – so wie es bei deutschen Hardcorebands momentan angesagt zu sein scheint. Doch bei Goldust kommt dies, im Gegensatz zu Bands die aus U-18 Musikern bestehen, authentisch und nicht aufgesetzt rüber und so knallt dem Hörer, von der ersten Sekunde an, die Wut von Sänger Lars an den Kopf.
Recht schnell fällt auf, dass „Noir“ metalischer ausgefallen ist , war „Axis“ doch noch mehr eine Hardcoreplatte mit Metaleinflüssen – hat sich nun der Spieß rumgedreht.
Frontmann Lars weiß den „Stilwechsel“ jedoch gekonnt umzusetzen und steckt eine Menge Energie in die Songs und man kann regelrecht heraushören wie sehr er sich verausgabt. Wer bereits auf einem Konzert der Jungs war hat dies sicher auch schon einmal selbst gesehen, so scheint es fast immer so, als würde er sich den gesamten Auftritt über in einer Art Wahn/Trance befinden.
„Noir“ kommt ohne jeden technischen Schnickschnack aus, es geht einfach jeder Song schnell nach vorne. Einzig beim Intro zu „Caedas“ stehen die Instrumente im Vordergrund und im späteren Verlauf des Lieds gibt es ein schönes Gitarrensolo, über welches sich Metalfreunde freuen werden.
Goldust haben mit „Noir“ definitiv einen gelungenen „Nachfolger“ zu „Axis“ veröffentlicht und wissen so die Zeit, bis zum nächsten Full-Lenght, zu überbrücken. Einzig und allein die knappe Spielzeit von gerade mal 10 Minuten fällt negativ auf.
Goldust werden sicher auch bald bei den „Großen“ mitspielen – erinnert der Sound doch stellenweise sogar ein wenig an die Bostoner von Shipwreck – und beweisen selbst dem letzten Nörgler, dass es auch noch im deutschen Hardcore immer wieder gute Bands gibt.

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