GWLT – Die Grundmauern der Furcht

Band GWLT
Musikrichtung Hardcore, Crossover
Redaktion
Lesermeinung
5

Man hat lange auf frischen Wind in der Szene gewartet und seit gut zwei Jahren verbreitet sich der Hardcore/Rap-Hybrid wie ein Lauffeuer. Kritische Musik mit Aussagekraft und einer gehörigen Portion Wut, welche weit über Genregrenzen hinaus Anklang findet. Mit „Grundmauern Der Furcht“ veröffentlicht das Münchener Ensemble den Vorreiter für das im Januar erscheinende Debütalbum „Stein & Eisen“.

GWLT bleiben auch bei „Grundmauern Der Furcht“ ihrer Linie treu und nutzen passende Symboliken um auf Missstände aufmerksam zu machen. Technisch gesehen passen die doch eher schweren Riffs zur rauen Stimme David Mayongas: Rap-Parts, die ruhig gesprochen und brutal rausgeschrien werden. Als Featuregast gibt sich Ex-War From a Harlots Mouth Frontmann Nico Webers die Ehre und untermalt bei „Ruhe & Frieden“ den Refrain. Das passt hierbei perfekt zu den rhythmischen Gitarren und des zu Beginn peitschenden Schlagzeugs. Als Dritter nennenswerter Track ist „Macht Kaputt Was Euch Kaputt Macht“ zu erwähnen. Man hat Tief in der Deutschpunk-Schublade gewühlt und den gleichnamigen Klassiker von Ton Steine Scherben für eine Neuinterpretation genutzt. Wie es bei Coversongs immer der Fall ist, gibt es zwei Kategorien: Die Gelungenen und die Grauenhaften. Hierbei handelt es sich um ersteres und das neue Gewand steht dem Klassiker vorzüglich.

GWLT erfinden weder das Rad, noch sich selbst auf „Die Grundmauern Der Furcht“ neu, was aber auch nicht notwendig ist. Zu Buche steht eine EP, die Hunger nach mehr macht und die Wartezeit auf das Debütalbum angenehmer gestaltet. Einziger Wehrmutstropfen ist lediglich, dass es sich auf der B-Seite nur um einen Remix und das Instrumental von „Grundmauern Der Furcht“ handelt.

von Hero Perduns

Hinterlasse einen Kommentar