Hatebreed – The Divinity Of Purpose

Band Hatebreed
Musikrichtung Hardcore
Redaktion
Lesermeinung
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Ein neues Hatebreed-Album. Ich gebe zu, ich gehe etwas voreingenommen in die Bewertung. Nicht, weil ich die Art der Musik, die Hatebreed machen nicht mag, sondern weil ich in den letzten Jahren einfach nichts von der Band gehört habe, was mich umgehauen hätte. Ohne Frage – die ersten Alben waren echte Meilensteine des Genres. So roher und metallischer Hardcore war bis dato nie da gewesen und suchte seinesgleichen. 

Mit welcher Wucht die Band etwa auf dem Debüt so ziemlich alles in Grund und Boden stampft war und ist mehr als beachtlich. Doch was ist von den alten Tugenden geblieben? Das letzte, selbstbetitelte Album konnte nicht so wirklich überzeugen. Hatebreed beschreiten einen schmalen Grat zwischen metallastigem Hardcore und Metal mit Hardcore-Einflüssen. Klingt zwar nicht nach einem großen Unterschied, doch für mich dieser nicht abzustreiten. Klang das letzte Album eben eher mehr nach der zweiten Kategorie, wenden sich Hatebreed nun wieder mehr dem Dampfwalzen-Hardcore ihrer früheren Jahre zu.

Der Groove ist da, der Druck ebenfalls, die Wut sowieso, denn Jamey Jasta brüllt sich wieder durch die 11 Songs als gäbe es kein Morgen. In „Bitter Truth“ wird dann die Doublebase ausgepackt und mit mächtigen Gitarrenriffs werden die Untiefen der Breakdowns ausgelotet. Im Refrain wird es zwar auch verhältnismäßig melodisch und Jasta singt (fast), viel bleibt jedoch nicht hängen. Das konnten Hatebreed schon mal besser. Und dieses Urteil lässt sich auf das komplette Album anwenden. Die Simplität von Hatebreed war auch immer schon die größte Stärke der Band. Das Problem: Man kann halt nicht 6 mal ein „Satisfaction Is The Death Of Desire“ rausbringen. Klar, 2-3 Alben kann man sich noch recht erfolgreich selbst wiederholen, aber irgendwann ist das ganze eben ausgereizt.

Solange diese Band aber live immer noch so erfolgreich sein wird, wird wohl auch noch das ein oder andere neue Album erscheinen. Haben muss ich es nicht, aber es tut auch keinem weh.

Autor Jannik Holdt
Wohnort Mönchengladbach
Beruf Student
Dabei seit 2008
Deine Aufgabe bei Stageload Fotos, Präsentationen, Gewinnspiele
Top-Alben Have Heart - The Things We Carry / The Chariot - Long Live / Rise Against - Siren Song Of The Counter Culture / Another Breath - Mill City
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