Hi! Spencer – Nicht Raus, Aber Weiter

Musikrichtung Indie Punk
Redaktion
Lesermeinung
6

Irgendwann 2012 in Osnabrück gegründet und irgendwo zwischen Indie & Punk angesiedelt. So lassen sich Hi! Spencer auf die Schnelle beschreiben. Im Stile der späten Muff Potter oder Kettcar wollen die Jungs nun den nächsten Schritt in eine möglichst goldene Zukunft machen. „Nicht raus, aber weiter“ folgt auf das 2015 erschienene „Weiteratmen“ das nächste Werk des Quintetts und man hört in jedem der elf Tracks die Liebe zu dem, was sie machen. Genauso aber ist auch der Drang zur Perfektion unüberhörbar, der sich in den Details wiederspiegelt.

„Weck mich auf“ startet mit schönen Tempo, ohne aber gleich Vollgas zu geben. Eine melodische Rocknummer, ohne übermäßig Härte, die gleich mal gut ins Ohr geht. „Wo Immer Du Bist“ kommt da schon ein wenig punkiger daher und macht dem Hörer gleich klar, dass Hi! Spencer keine Band für Eintönigkeit sind.

Gerade als man sich auf den flotten Sound eingestellt hat, nehmen sie allerdings leider den Schwung raus. Das Ergebnis sind drei Songs am Stück, die einen eher einschläfern, als nachhaltig zu begeistern. Erst „Schalt Mich Ab“ rockt wieder etwas mehr. Hi! Spencer sind eben keine Schmutzki oder Wizo, bei denen es immer nach vorne geht.

Die nächsten Stücke sind eher etwas für die Freunde gepflegter Indie-Musik. Auch hier gibt es mehr Power zu bestaunen. Kurz vor Schluss kommt mit „Richtung Norden“ dann auch der vermeintliche Hit der Platte:

Richtung Norden, noch einmal mit dir. Ein letztes Mal die Küste sehn, jetzt fehlst du mir.“Richtung Norden ist ohne dich leer. Wir haben es bis zum Deich gebracht, doch ich wollte mehr.“

 „Nicht raus, aber weiter“ ist eine Indie-Punkrock-Platte, die man als Liebhaber dieser Musik auf jeden Fall hören sollte. Man kann sich in diesem Genre schnell mal vergreifen und absolut langweiligen Einheitsbrei serviert bekommen. So aber nicht bei Hi! Spencer, die ein mehr als solides Stück Musik abliefern.

Autor Tobi van de Wildmannen
Wohnort Tacherting
Beruf Monteur (Mobilfunk)
Dabei seit September 2016
Deine Aufgabe bei Stageload Reviews, Interviews, Berichte
Top-Alben Pascow - Diene der Party, H2O - Nothing to prove, Muff Potter - Bordsteinkantengeschichten, NOFX - Punk in drublic, Wizo - Uuaarrgh!
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