I Am Noah – Final Breed

Album Final Breed
Band I Am Noah
Musikrichtung Metalcore
Redaktion
Lesermeinung
6

Mit ihrem Debüt konnten I Am Noah durchaus punkten, auch wenn „The Verdict“ nicht ganz ohne Lückenfüller auskam. Mit „Final Breed“ laufen die Herren aber nicht mal im Ansatz Gefahr, zu überziehen. Ganz im Gegenteil, gegen weitere Songs wäre diesmal wirklich nichts einzuwenden gewesen: In vier Songs verdichten und komprimieren I Am Noah nämlich ihren Sound, schmeißen überflüssiges über Bord und differenzieren ihre Musik deutlich besser aus. „Final Breed“ ist die geballte Power der Gruppe Die EP begeistert mit punktgenauen musikalischen Eruptionen, messerscharfen Riffs und feinen Melodiebögen.

Der Opener „The Abandoned“ ist auf den ersten Blick vielleicht der unauffälligste Song, trotzdem gelingt mit ihm ein wunderbarer Einstieg in die EP. I Am Noah finden genau die richtige Balance zwischen Brutalität und Ohrschmeichelei. Wohl-dosiert eingesetzte, dafür umso effektivere Breakdowns und Up-Tempo-Passagen treffen auf dezente Sing-Alongs. Gerade Fans von August Burns Red werden sich schnell heimisch fühlen. „Chrystal Eyes“ spinnt den Bogen konsequent weiter, trägt etwas dicker auf und fällt dabei besonders durch seinen erhabenen, von erwärmenden Riffs durchzogenen Refrain auf. „Born To Loose“ schließt nahtlos an „Chrystal Eyes“ an, addiert allerdings noch eine kleine, aber feine Double-Bass-Attacke. „Blinded By Abundance“ schließlich wählt einen ausgiebigen und mächtigen Einstieg, legt einen brachialen Moshpart oben drauf und steuert den vielleicht einzigen, zugegebenermaßen nicht gerade großen, Makel bei: Die elektronische Stimmverzerrung zum Ende des Songs will nicht so ganz passen – in Gewicht fallen die paar Sekunden freilich nicht.

Dass I Am Noah durchaus etwas draufhaben, war schon bei „The Verdict“ klar. „Final Breed“ zeigt, dass sie dies auch eins zu eins in Songs umsetzen können. An „Final Breed“ stört einzig und allein die kurze Spiellänge. Beim nächsten Mal darf es dann also gerne wieder ein ganzes Album sein!

Autor Joshua Claaßen
Wohnort Goch
Beruf Schüler
Dabei seit Oktober 2015
Deine Aufgabe bei Stageload Reviews
Top-Alben Ständig im Wandel, zu meinen Favoriten gehören aber auf jeden Fall: Stick To Your Guns - Diamond, Being As An Ocean - How We Both Wondrously Perish / Dear G-d, The Ghost Inside - Get What You Give, The Amity Affliction - Let The Ocean Take Me
Die besten Konzerterlebnisse Kann ich mich nicht festlegen, Stick To Your Guns und Being As An Ocean sind live aber immer ein absolutes Highlight!

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