Last Witness – Mourning After

Label Holy Roar
Musikrichtung Hardcore, Metalcore
Redaktion
Lesermeinung
6

Last Witness stehen seit 2008 für düsteren Hard- / Metalcore aus London. Neben wahnsinnigen Preisen für ihren Merch bei Ebayauktionen, arbeiteten die fünf Jungs an einem neuen Album, welches die Nachfolge zur 2010er EP „Give Up“ antreten soll. „Mourning aÁfter“ erscheint am 20. Februar 2012 via Holy Roar Records und ich durfte exklusiv für Stageload schon jetzt reinhören.

„I cant go back, I had it all, can’t face the past, what came before.“

Der Opener „The Void“ bringt die / den Hörer_in musikalisch und thematisch wieder in bekannte Last Witness Gewässer: Dunkle Gitarren- und Bassriffs, gemischt mit harten Breakdowns unterstützen den teilweise brachialen Gesang von Sänger Theo.
Egal ob Trennungsschmerz oder das Berichten über die kalte Welt, die Band weiß ganz genau, wie man schweren und harten Inhalt lyrisch und melodisch perfekt rüber bringt, was auch bei den anderen Liedern, wie beispielweise „Love is a vampire“, zu hören ist.

„You wear your love like a burial shroud.“

Besonders bei diesem Stück zeigen sich Last Witness von ihrer brutalen Seite, ohne jedoch anspruchs- oder einfallslos zu wirken. Viel mehr nutzt die Band die Musik als Ausdruck für ihren emotionalen Ärger, welcher sich durch die ganze LP wie ein roter Faden zieht. Der Sound ist genau richtig abgemischt, allerdings ist der Gesang für meinen Geschmack etwas zu kalt, und nicht so düster, wie man es von den vorherigen Releases, wie dem bereits eingangs erwähntem „Give Up“, gewohnt war. Ob Verbesser- oder Verschlechterung muss jede_r für sich selbst entscheiden, eine Weiterentwicklung ist es in jedem Fall.

„All my friends are dead or dying. Their corpses speak in forked tongues and see through prying eyes.“

Was sich zunächst wie eine depressive Version von Johnny Cashs „Hurt“ anhört, spiegelt beispielhaft die musikalisch einmalige Stilmischung von Last Witness wieder. Langsam aufbauende Hardcoreparts, bei dem man sich heftige Sidetosides ausmahlt, welche im Wechsel mit Metalcoreelementen ein unvergleichbar finsteres, aber vor allem auch überzeugendes Gesamtprodukt ergeben.

Für mich ist „Mourning After“ eine wirklich gute Platte, auch wenn man sie nicht immer hören kann. Klar, Schmerz und Leiden sind bestimmende Komponenten im Leben, dennoch wirken die Lyrics auf Dauer sehr einseitig.
Wenn man das Album aber als eine Art Teilstück eines Ganzen sieht, ist es eine einzigartige Mischung, die die vermeidlichen Grenzen von Hard- und Metalcore wie keine Andere verschwinden lässt. Also, kauft nicht nur das teure Lady Gaga Ripoff, sondern die neue Platte bzw. CD!

Kommentare

  2 kommentare

  1. Moshdude

    bin mal gespannt. the void find ich schon mal doof, werde mir die platte aber mal geben. aber hautpsache moshen wenn die mal wieder auf tour kommen!

  2. timo

    überbewertete band.

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