Make Do And Mend – Don’t Be Long

Label Rise Records
Musikrichtung Alternative, Post-Hardcore
Redaktion
Lesermeinung
5

Make Do And Mend – das ist Punk-Rock, Alternative-Rock, Post-Hardcore. Eingängige Gitarrenriffs, zurückhaltender und dennoch präsenter Bass, treibende Drums und eine markige Stimme. Überdies haben die vier Herren spätestens mit ihrem zweiten Album verdeutlicht, dass sie auch mit ruhigen, fast schon soften Songs überzeugen können. Nun kommt nach „End Measured Mile“ (2010) und „Everything You Ever Loved“ (2012) ihr dritter Longplayer und die Frage ist: Wohin geht der Weg?

Nun, „Don’t Be Long“ vereinigt alles, was die beiden Vorgänger ausgemacht hat: Die „rockigen“ Riffs und die treibenden Drums von „End Measured Mile“, die Intimität und das tiefe Songwriting von „Everything You Ever Loved“. Vor allem beim ersten Hören klingt das auch gar nicht mal schlecht. Problem nur – von Mal zu Mal wird die Sache immer eintöniger! Denn obwohl jeder Song ein kleines, feines Detail besitzt, fehlt letztlich doch die Abwechslung. Irgendwo klingen sie dann doch alle ähnlich. Einzig „I Don’t Wonder At All“ sticht durch die Akustikgitarren und E-Gitarrensoli hervor.

Gitarrenlastig geht es ohnehin wieder zu. Bei „Begging For The Sun To Go Down“ gibt es etwa ein knapp eineinhalb minütiges Intro, welches aber (leider) so gar nicht mitreißt, sondern ohne Weiteres einen reizlosen Popsong anteasern könnte. Ausschließlich der Opener „Don’t Be Long“ hat mit der ständig wiederkehrenden Zeile „Don’t be long, don’t be long, every time I see it I still hear my favourite song“ Ohrwurmpotenzial und sticht hervor. Dies, zusammen mit der vertraut kratzigen Stimme von James Carroll, frischt gleich zu Beginn die Erinnerungen an frühere Alben wieder auf. Leider verblasen sie alsbald.

Gänzlich daneben greift „Don’t Be Long“ also letztlich nicht. Doch fehlt am Ende einfach der Wiedererkennungswert – und ohne den springt kein Funke über.

Autor Leonie Wiethaup
Wohnort Nähe Münster
Beruf PR-Assistenz
Dabei seit Februar 2015
Deine Aufgabe bei Stageload Reviews, Interviews, News, Gewinnspiele
Top-Alben Apologies, I Have None - London; The Wonder Years - No Closer To Heaven; Cold Reading - Sojourner; Shoreline - You Used To Be A Safe Place; Twoonacouch - And I Left
Die besten Konzerterlebnisse Jimmy Eat World @ Skaters Palace, Münster, Frank Carter & The Rattlesnakes @ Dour Festival, The M-Pire Strikes Back-Festival 2016

Hinterlasse einen Kommentar