Miles Away aus Perth in Australien waren erst vor einigen Wochen zusammen mit Cruel Hand in Europa unterwegs. In der Setlist der Jungs fand sich schon der ein oder andere Titel von ihrem neuen, dritten Album „Endless Roads“ wieder, welches leider erst nach der Tour auf dem australischen Label Resist Records (Parkway Drive, 50 Lions) erschienen ist
Produziert wurde „Endless Roads“ von Dean Baltulonis in New York, der auch schon bei Alben von Sick Of It All oder The Hope Conspiracy Hand anlegte. Schon die ersten Sekunden auf „Endless Roads“, welche dem instrumentalen Opener „Hibernation“ gehören, machen deutlich dass die Band nun um einiges klarer, längst nicht mehr so roh und stürmisch klingt wie es auf „Rewind, Repeat“ der Fall war. Das Miles Away aber noch immer Miles Away sind, das machen „Seasonal“ und das von der vorab erschienenen EP „Memory Embraced“ bekannte „Ghostwriter“ klar. Beide Songs bieten harte, strickt nach vorne gespielte Riffs und melodische Parts in einer nahezu perfekten Mischung, wie man es von der Band gewohnt ist. Nachdem „Separation Anxiety“, zu Deutsch „Trennungsangst“, das Muster der vorhergehenden Minuten mit Bravur fortsetzt, kommt mit „Anywhere“ nicht nur lyrisch einer der Höhepunkte auf diesem Album auf einen zu, sondern auch ein musikalisch abwechslungsreicher Song mit Höhen und Tiefen, der zeigt, dass die Zeiten des Sturm und Drang, in welchen sich Miles Away vor allem mit ihrem ersten Album „Consequences“ befanden, nun endgültig vorbei sind. Die Mitglieder der Band sind erwachsen geworden und das spiegelt sich auch in der Musik wieder. Zwar muss man sagen, das Miles Away hier nichts Bahnbrechendes praktizieren, denn auch „Anywhere“ bietet altbewehrte Kost, welche von Bands wie Comeback Kid der Sinking Ships, zu denen sich an so manchen Punkt Vergleiche ziehen lassen, bereits durchgekaut wurde. Dennoch machen die Australier ihre Sache sehr gut und auch durchgehend für den Hörer spannend. Da klingt selbst „The Constant“, durchsetzt mit cleanen Vocals, wirklich gut. Gegen Ende von „Endless Roads“ zeigen Miles Away mit „Unsaid“ und „Hearts And Minds“ noch mal ihr ganzes Können: Melodischer Hardcore par excellence und damit ein mehr als gelungener Abschluss.
„Endless Roads“ ist schlicht gesagt ein gutes Album geworden, wo Miles Away drauf steht, steckt eben auch Miles Away drin, wenn auch an manchen stellen oft nicht mehr so verspielt wirkend wie noch vor ein paar Jahren. Trotzdem bekommt man hier bodenständigen, melodischen Hardcore von Downunder, der in nahezu jeder Sekunde überzeugt.
Miles Away is an Australian hardcore punk band from Perth, Western Australia, formed in 2002. Myspace: http://www.myspace.com/milesawayhc Facebook: http://www.facebook.com/pages/MILES-AWAY/216316286841 Twitter: http://twitter.com/#!/milesawayhc Current: Nick Horsnell – Vocals Adam Crowe – Guitar Cam Jose – Guitar Chris Unsworth – Drums Colton Vaughan Jolliffe – Bass





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