Die Punkrocker aus Amerika werden auch mit zunehmendem Alter einfach nicht leiser. Obwohl sie nun schon mehr als 20 Jahre unterwegs sind, klingt auch die neue Platte „Coaster“ kein bisschen angestaubt. Schnell, energisch und mit viel Melodie kommt das neue Album daher.
„We called It America“ ist ein starker Opener und erinnerte mich beim ersten Hören ganzklar an Bad Religion. Stimme, punkige Gitarren, schnelle Bassläufe, hier passt wirklich alles zusammen. Die 12 Songs sind alle abwechslungsreich und haben doch großen Wiedererkennungswert. Bester Track ist für mich “The Agony Of Victory”, in dem die Amerikaner das Leben feiern. In “My Orphan Year” singt Sänger Mike vom Tod seines Vaters. „Creeping Out Sara“ ist etwas ruhiger und nicht ganz so rockig und zählt eher zu den schwächeren Songs. In “Blasphemy” nehmen NoFX die religiösen Fanatiker aufs Korn. „Eddie, Bruce and Paul“ lässt es dagegen nochmal richtig krachen. Mit dickem Bassintro und schnellen Gitarrensoli drehen NoFX hier nochmal richtig auf. Mein persönliches Lieblingslied ist aber “Suits and Ladders”. Die gedämpften Gitarren und die coolen Bassläufe gefallen mir gut, vorallem im Kontrast zum Refrain der dann wieder gut abgeht. “I´m an Acoholic” greift das Thema Alkoholismus auf, wie auch das Cover der Platte. Trompeten und gelassene Gitarrenbegleitung in der Strophe steigern sich wieder im Refrain.
NoFX zeigen, dass sie immer noch zu den Besten ihres Genres gehören. „Coaster“ bietet richtig guten Melodic-Punk mit bissigen Texten. Trotzdem bleibt das Album etwas unspektakulär und bietet wenig Neues, dafür aber viele solide und hörenswerte Tracks.


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