North Alone – Next Stop CA

Album Next Stop CA
Musikrichtung Punkrock, Folk-Punk
Redaktion
Lesermeinung
0

North Alone gründeten sich 2011 in Osnabrück eigentlich als Solo Projekt des Sängers Manuel North. Erst 2013 kamen die anderen Mitglieder hinzu, die sich zum Teil schon als Punkrock Combo „Beardless“ einen Namen im Osnabrücker Umfeld gemacht haben. Wer sich ein wenig mit North Alone auseinander setzt, der merkt schnell, dass den Beteiligten das Musik machen sehr am Herzen liegt. Egal ob Full-Band Show oder lediglich Sänger North begleitet vom Geige spielenden So-Kumneth, jeder Auftritt schafft es als etwas Besonderes in Erinnerung zu bleiben.

Dieses Herzblut hat sich auch auf das neue Album übertragen. Denn diese legt einen fulminanten Start hin. Die Hits „Extralarge“, der das Altwerden als Punkrocker beschreibt und „My Music Sucks“, das eine Abrechnung mit der aktuellen Musikszene ist, ohne dabei zu ernst zu sein.  Auch Songs wie „Razorless“ oder „Meaning Of“ lassen das Herz eines jeden Punkrock-Fan höher schlagen. Spätestens jetzt sollte jedem klar sein, worum es auf „Next Stop CA“ geht: Punkrock und Emotionen. Die Musik hat einen Folkeinschlag, aber kommt ohne das Abklappern von Klischees aus, Man hat hier also zum Glück keine billige Flogging Molly-Kopie vor sich.

Ein besonderes Thema der Platte ist Tony Sly und daraus wird keinen Hehl gemacht. Neben dem Engagement für die Tony Sly Music Foundation und einer freundschaftlichen Beziehung zur Famile haben gleich zwei Songs mit besonderem Wert einen Platz auf der Platte gefunden. Zum einen „November 16“, der von einem No Use For A Name-Konzert vor 25 Jahren in Osnabrück beeinflusst ist und mit dem Refrain „Ooooohooo , Cheers Tony“ einen ganz eigenen Kniefall vor dem Lebenswerk des verstorbenen Künstlers bietet. Darauf folgt ein Cover des Sly Tracks „Munich 16“, um dem Helden und der wohl wichtigsten Inspirationsquelle mit der Interpretation eines seiner Songs  Tribut zu zollen.

Fans der Fat Wreck Chrods-Alben kommen genauso auf ihre Kosten wie Freunde von Chuck Ragan oder Frank Turner. North Alone gelingt der Spagat zwischen Punkrock und Folk ohne dabei nach einer Kopie anderen Vertretern des Genres zu klingen. Vielmehr spielen die Osnabrücker auf einem Niveau, das sich selbst im internationalen Vergleich vor niemandem verstecken muss. .

 

 

Autor Hero Perduns
Wohnort Osnabrück
Beruf Student
Dabei seit Oktober 2015
Deine Aufgabe bei Stageload Reviews
Top-Alben Morrissey - Viva Hate, The Libertines - Up The Bracket, Joy Division - Unknown Pleasures, Muff Potter - Bordsteinkantengeschichten, Adolar - Zu Den Takten Des Programms, Verse - From Anger And Rage, Have Heart - The Things We Carry
Die besten Konzerterlebnisse The Libertines (Berlin), Interpol (Hurricane), Findus (Hamburg), Adam Angst/Kmpfsprt (Bremen), Isolation Berlin (Oldenburg)

Hinterlasse einen Kommentar