Not On Tour – Growing Pains

Musikrichtung Skatepunk
Redaktion
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Wenn man Not On Tour zum ersten Mal hört, denkt man gleich an die amerikanische Westküste. Denn die Kombo aus Tel Aviv macht Skatepunk im besten kalifornischen Style – und das schon seit 2009. So haben es die drei Jungs plus Sängerin Sima bereits auf drei Alben gebracht. Spielfreude haben sie derweil über die Jahre keine eingebüßt, das unterstreicht Nummer vier auch sofort.

„Growing Pains“ legt mit dem Song „Daddy“ gleich in vollem Tempo los – und ist nach 48 Sekunden wieder vorbei. Not On Tour halten sich nicht mit ausladenden Intros oder Outros auf. Viel lieber brennen sie ein furioses Feuerwerk nach dem nächsten ab. Lied Nummer sieben („Saw It Cumming“) ist so mit kümmerlichen 1:53 Minuten der längste Song des Albums. Das erklärt auch die Spielzeit von knappen 23 Minuten, obwohl es ganze 17 Songs auf „Growing Pains“ geschafft haben.

An der Spielzeit sollte man ein Punk-Album freilich ohnehin nicht messen. Immerhin knacken einige der vermutlich besten Alben im Punksektor nicht die 30 Minuten-Marke – zum Beispiel Propagandhis Klassiker „Less Talk More Rock“ oder „Let´s Talk About Feelings“ von Lagwagon. Anlass zum Meckern bietet auch  „Growing Pains“ kaum:

Das Trio spielt Song für Song schnell herunter und streut nur in den Strophen manchmal etwas Midtempo ein. Von der ersten bis zur letzten Sekunde gibt es hier rasant-melodischen Skatepunk auf die Ohren – und das in ganz klassischem Gewand: Bass, Gitarre, Schlagzeug und eine ungebremste Schaffenslust, mehr braucht es nicht zu einer schnörkellosen Punkrock-Platte. Der Strand von Tel Aviv ist übrigens auch eine Reise wert. Am passenden Soundtrack dürfte es kaum scheitern.

Autor Tobi van de Wildmannen
Wohnort Tacherting
Beruf Monteur (Mobilfunk)
Dabei seit September 2016
Deine Aufgabe bei Stageload Reviews, Interviews, Berichte
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