Parkway Drive – Atlas

Album Atlas
Label Epitaph
Musikrichtung Metalcore
Redaktion
Lesermeinung
7

Die wohl derzeit erfolgreichste Metalcore-Band ist zurück. Im Gepäck haben die australischen Weltenbummler ihre neue Platte „Atlas“. Schon der Vorgänger „Deep Blue“ ebnete den Weg auf die ganz großen Bühnen. Nach einer langen Welttournee, die auch auf einer DVD dokumentiert wird, steht mit „Atlas“ nun der nächste Geniestreich der Extremmusiker an. „Sparks“, das atmosphärischen Intro, begleitet von akustischen Gitarren und gesprochenen Passagen, steigert sich in epische Höhen, inklusive Streicherparts. Schonmal ein interessanter Einstieg. 

Weiter geht es mit dem bereits bekannten „Old Ghosts / New Regrets“, das PWD bereits im Vorfeld veröffentlicht hatten. Hierbei handelt es sich um einen typischen Parkway Drive-Song. Die Finger fliegen wieder über die Griffbretter von Gitarre und Bass und spielen fiese Riffs in teils wahnwitziger Geschwindigkeit. Ein mehr als schlecht gelaunter Winston shoutet sich um Kopf und Kragen und im letzten Drittel dann die perfekt zum Mitsingen geeignete Zeile „We are born with nothing – we die alone!“ inklusive Breakdown. Song Nummer 3 „Dream Run“ ist definitiv eins der Highlights des Albums. Denn hier beweist die Band einmal mehr, das sie neben all den Abrissparts auch wunderbar melodisch sein kann. Trotzdem, angetrieben von mächtig stampfenden Basedrumschlägen, endet auch „Dream Run“ wieder sehr zerstörerisch.

Mit „Wild Eyes“ gibt es dann eine neue Festivalhymne, die mit lautstarken „Woho“-Chören eingeläutet wird. Was bis hierhin schon auffällt ist, in welch bestechender Form sich Sänger Winston Mccall befindet. Egal ob Shouts, Growls oder eben gesprochene Passagen, all das klingt sehr abwechslungsreich und stark gemacht. An manchen Stellen wagt man kaum seinen Ohren zu trauen, so unmenschlich klingen einige der Laute,  die da von sich gegeben werden. Beim Song „The River“ gibt man sich etwas experimentierfreudiger. Ein Duett, zusammen mit einer Gesangspartnerin gab es zumindest vorher noch nie. Auch die weiteren Songs von „Atlas“ strotzen nur so vor Eingängigkeit, Abwechslung und natürlich Härte. Zu hören gibt es u.a. noch Scratch-Einlagen.

Insgesamt ist „Atlas“ ein weiterer Meilenstein der extremen Musik. Das Album schließt wieder mehr an das Debüt an. Während „Deep Blue“ vorallem mit seinem tödlichen Groove beeindrucken konnte, wirkt „Atlas“ wieder filigraner und ausgefeilter, ohne jedoch an Durchschlagskraft vermissen zu lassen. Für mich ist „Atlas“ das bisher beste Parkway Drive Album aller Zeiten.

Autor Jannik Holdt
Wohnort Mönchengladbach
Beruf Student
Dabei seit 2008
Deine Aufgabe bei Stageload Fotos, Präsentationen, Gewinnspiele
Top-Alben Have Heart - The Things We Carry / The Chariot - Long Live / Rise Against - Siren Song Of The Counter Culture / Another Breath - Mill City
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Kommentare

  1 kommentar

  1. Patrick Siegmann

    Hm, ich weiß nicht. Ich hab mir das Album bis jetzt viermal komplett angehört und werde damit nicht warm! Währen die Deep Blue bei mir auch einige Zeit gebraucht hat, geht Atlas irgendwie gar nicht in mich über. „Dark Days“ ist ein super Song, für mich auch einer der besten von Parkway Drive, allerdings kann mich der Rest nicht überzeugen. Hätte nur 5 Sterne gegeben glaube ich.

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