Punch befinden sich momentan auf dem Höhepunkt ihrer Popularität. Zwei Jahre in Folge tourte Band ausgiebig durch Europa, spielte das Fluff Fest und zog jedes Jahr mehr und mehr Menschen vor die Bühne. Die 7“ „Nothing Lasts“ markiert diesen Höhepunkt auf musikalische Art und erscheint über Deathwish Inc. und Discos Huelga.
Punch gehören zu der Sorte von Bands, die kontinuierlich und ohne Kompromisse ihr Ding durchziehen und dabei von Mal zu Mal besser werden. Der Opener „Do It Yourself“, sowohl eine Ode an die in der Punk- und Hardcore-Szene verbreitete Lebensart, wie aber auch an jeden einzelnen die Sachen, die ihm am Herzen liegen, selbst in die Hand zu nehmen, zeigt dies auf eindrücklichste Weise innerhalb von anderthalb Minuten: „Stop waiting for things to happen. Only you can make a change.“
Und auch das nachfolgende „Done“ schießt nur so den Staub aus den Boxen. Es ist wirklich unglaublich, mit was für einer Energie diese Band, selbst auf Platte (!), ans Werk geht. Das haut einen jedes Mal wieder aus den Socken. Das zu anfangs recht untypisch rockige und gradlinige „Time Apart“ verfällt nach kurzer Zeit auch wieder dem typischen Punch-Schema und beinhaltet außerdem einen fantastischen Breakdown. Live also ohne Frage ein absoluter Kracher, der sich nahtlos in die Setlist der Band einfügen dürfte. Die nachfolgenden Songs, ob „The Case“ oder „Planning Is Easy“ sind genau so, wie man es von der Band kennt. Gesellschaftskritische Texte, mal aus dem Kopf heraus geschrieben und mal mitten aus dem Herzen, aber immer mit Verstand und Sinn dahinter, machen diese Band aus. Schreihals Meghan mag dabei noch so frustriert und aggressiv wirken, ist aber eine derart zierliche Persönlichkeit, dass man immer wieder ins Staunen kommt, was für ein Organ sie doch hat. Das abschließende „How Nothing Lasts“ zieht zum Schluss noch mal alle Register und man möchte einfach sofort auf Repeat drücken. Punch fesseln. Vielleicht liegt es an dieser unbändigen Energie, die die Bay Area-Trasher in ihren Songs einfangen, dass es fast zu einer Sucht wird, ist man ihnen einmal verfallen.
So setzt auch „Nothing Lasts“ in nur 10 Minuten kompromisslos fort, was Punch 2007 mit ihrer Demo begonnen haben. Selten erlebt man heutzutage Bands, die ihrem Stil so kompromisslos treu bleiben. Punch lassen sich weder beeinflussen noch einengen und bleiben wie sie sind – Vom Anfang bis zum Ende. Trashig, hart und immer mit dem Herz am rechten Fleck. „Just because something ended doesn‘t mean it didn‘t happen. Make it count. You can‘t make it last.“
1) Punch ist eine female-fronted hardcore-Band aus san francisco, Kalifornien. (Ehemalige) Mitglieder spielen bei Doppleganger, Rosenbombs, bullets in und Loma Prieta. Diskographie: 2008 Eyeless E.P. 2009 Punch 2010 Push Pull 2011 Split mit Loma Prieta 2011 Nothing Lasts E.P. 2) Punch war eine 2001 gegründete Indie/Alternative Rock-Band aus Rīga, Lettland. Die Band löste sich 2005 auf. Originalbesetzung: Jānis Ozoliņš - vocal (currently Sigma)



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