PUP – Morbid Stuff

Album Morbid Stuff
Band PUP
Label Rise Records
Musikrichtung Punkrock
Redaktion
Lesermeinung
7

Anfänglich, also zu ihrer Gründung 2010, haben sich die Kanadier Stefan Babcock, Nestor Chumak, Zack Mykula und Steve Sladowski mal Topanga genannt. Unter dem Namen PUP erschien dann 2013 ihr selbstbetiteltes Debutalbum und im Bereich des punkigen Alternative-Rocks, Pop-Punks oder auch Punkrocks fanden die vier sehr schnell eine große Anhängerschaft. Diese bescherte ihnen gar beachtliche Charterfolge, die für das Genre ja nicht gerade typisch sind.

Nun sind schon neun Jahre Bandgeschichte unter zwei verschiedenen Bannern ins Land gezogen und PUP haben ihren dritten Longplayer „Morbid Stuff“ am Start. Und was soll man sagen? Bands von einer Klasse wie PUP wissen einfach zu liefern. Auf ihre unverkennbare Art und Weise ballern die Herren uns punkig-trashige Songs um die Ohren, die schwer mit anderen Bands zu vergleichen sind. Wenn man so will, haben The International Noise Conspiracy ähnlich agiert, aber PUP sind schneller und melodischer.

Die elf Tracks dieses wilden Ritts zeigen von Anfang bis Ende eine Spielfreude, die ansteckt. „Morbid Stuff“ beginnt mit dem Titeltrack, der verspricht, was das restliche Album hält: Hier sind keine Ausfälle zu verzeichnen.

Der Sound auf „Morbid Stuff“ hat generell einen gewissen garagigen Touch. Mal klingt die Platte spaßig, mal traurig – morbide eben. Meist bewegt sie sich im mittleren Tempo, wobei durchaus auch Stücke vorkommen, die sich in schnellere Gefilde wagen. Auf besondere Instrumente wird im Großen und Ganzen verzichtet. Gitarre, Schlagzeug und Bass geben ganz klassisch den Ton an – was für die stilistische Ausrichtung auch nur gut ist.

Nicht außer Acht lassen sollte man vor allem die textliche Aufarbeitung von vielen verschiedenen, unschönen Dingen, die trotz des spaßigen Flairs nicht untergehen sollten. Sänger Stefan Babcock verarbeitet in den Texten nämlich vorwiegend seinen Kampf gegen seine Depressionen.

Selbsthass, gebrochenes Herz, zerbrochene Träume, all das thematisiert er allerdings auf eine eher lockere Art & Weise Weise. Man merkt aber immer, es ist nicht alles Gold, was glänzt und nicht alles immer nur lustig und freudig, auch wenn es so klingt. Oft steckt mehr dahinter, als man auf den ersten Blick sieht oder auf den ersten Ton hört. Das gilt im Übrigen für das ganze Album. So abgedroschen es klingen mag: Mit jedem neuen Durchgang entdeckt man auf „Morbid Stuff“ Perlen, die vorher scheinbar nicht da waren.

Autor Tobi van de Wildmannen
Wohnort Tacherting
Beruf Monteur (Mobilfunk)
Dabei seit September 2016
Deine Aufgabe bei Stageload Reviews, Interviews, Berichte
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